Deutsche Telekom macht ernst und führt neue DSL-Tarife mit Volumenbegrenzung ein

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Die Überschrift klingt etwas schlimmer, als das ganze Thema DSL bei der Telekom aktuell ist, doch heute hat man die zukünftige Drosselung der eigenen DSL-Verträge angekündigt. Vorweg sollte ich schon mal sagen, dass bereits bestehende Verträge natürlich nicht betroffen sind, Neukunden dann allerdings schon. Doch auch hier gibt es noch ein dickes aber, denn vorerst wird lediglich die Leistungsbeschreibung der Tarife an die neuen Gegebenheiten angepasst, eine technische Umsetzung der begrenzten Volumen gibt es noch nicht.

Zunächst bedeutet das also, dass die neuen Limitierungen der DSL-Anschlüsse nur vertraglich festgehalten sind, allerdings noch nicht umgesetzt werden können. Die Telekom selbst rechnet mit einer technischen Umsetzung nicht vor 2016, wie man in einem Statement zu den Veränderungen angibt.

Wir gehen bisher davon aus, dass wir die Limitierung technisch nicht vor 2016 umsetzen […]

Im kleinsten Tarif wird es bei DSL bis 16 Mbit/s ein Volumen von 75 Gigabyte geben, bei einem Tarif mit bis zu 50 Mbit/s ein Volumen von 200 Gigabyte, bei bis zu 100 Mbit/s ein 300 Gigabyte Volumen und bei einem Vertrag mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Mbit/s ein Volumen von maximal 400 Gigabyte. Erreicht man das Volumen, wird die Geschwindigkeit auf 384 Kbit/s gedrosselt, gegen Geld lässt sich das Inklusivvolumen allerdings dann auf Wunsch vergrößern. VoIP-Dienste und Entertain werden auf das Volumen nicht angerechnet.

Insgesamt sind die Tarife halbwegs fair, wobei ich 100 Gigabyte als Untergrenze gern gesehen hätte. Andererseits werden die neuen Tarife in den nächsten zwei Jahren wohl eh nicht so umgesetzt, die Welt kann dann auch schon wieder ganz anders aussehen.

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(via Caschy)

  • KeyserSoze

    Interessant in dieser Angelegenheit sind die
    jeweiligen Paketpreise, vorher kann man
    sich weder aufregen noch freuen,
    hierzu ist momentan nix zu finden.

    • dennyfischer

      Die werden sich wahrscheinlich nicht ändern, zumindest jetzt noch nicht.

  • FormelLMS

    Grundsätzlich kann ich dem ganzen nichts positives abgewinnen. Deutschland ist und bleibt in der Beziehung ein Entwicklungsland. Alles soll in die Cloud, Filme und Musik soll gestreamt werden aber irgendwo muss man immer im Hintekopf haben, dass es ein Limit gibt.
    Ich bin dafür, dass diese sogenannten Flatrates (auch im Mobilfunksektor) nicht mehr Flat genannt werden dürfen! Warum setzt sich da der Verbraucherschutz nicht für ein?
    Ein unglaublicher Rückschritt seitens der Telekom.

  • Thunder3000

    Wenn die Telekom ab Mai nur die Vertragsbedingungen ändert, ohne an den Preisen zu schrauben wird das Ganze ein Schuss nach hinten. Meiner Meinung nach, müssen die Preise vor allem bei den „kleinen“ Tarifen drastisch nach unten korrigiert werden. Falls die Telekom neue – geringere – Preise im Hinterkopf hätte, hätten Sie es heute mit präsentiert bzw. auch müssen, denn weniger Leistung für´s gleiche Geld schaut immer schlecht aus – egal wie man es dreht und wendet. Wenn die Jungs und Mädels weiterhin 30 Euro im Monat kassieren, aber nur 75GB voll zur Verfügung stellen (auch wenn die Drosselung derzeit noch nicht vollzogen wird) schaut es mit neuen Kunden eher schlecht aus. Bei Kabel-Deutschland zahle ich für meine 16.000er Leitung keine 20 Euro im Monat und habe 60GB Traffic am Tag(!) – wobei ich derzeit nicht weiß wie es mit der Traffic bzw. deren Anrechnung auf das Volumen bei Kabel-Deutschland-Diensten und -Partnern ausschaut.

  • Mel Gilbson

    400 GB im Monat… Pffff das ist mein Verbrauch in 7 Tagen. ach ja die Telekom… :(

    • dennyfischer

      Wie schafft man denn das?

      • Mel Gilbson

        Stichwort – Usenet ;)