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Die Geschichte vom einheitlichen Ladegerät für Smartphones in der EU

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

USB C Anschluss KAbel

Auch wir haben beispielsweise 2014 darüber berichtet, dass man sich in der EU grundsätzlich darauf einigen konnte für Smartphones und ähnliche Geräte einheitliche Netzteile für die Hersteller verpflichtend zu machen. Jetzt kommt das Thema im EU-Parlament erneut hoch, da sich noch immer nichts getan hat. Man arbeite weiterhin an einer finalen Lösung, bislang gelten nur freiwillige Abmachungen. Apple setzt noch immer auf einen komplett eigenen Anschluss, während die Android-Konkurrenz nun flächendeckend wenigstens auf USB-C setzt und damit durchaus einheitlich ist.

Apple sieht sich als Vorreiter und will nicht zu anderem Ladeanschluss gezwungen werden

Apple äußerte sich zuletzt so: „Apple steht für Innovation. Vorschriften, die die Konformität aller in Smartphones eingebauten Steckverbindertypen fördern, lassen Innovationen einfrieren, anstatt sie zu fördern. Solche Vorschläge sind umweltschädlich und stören die Kunden unnötig.“ Außerdem meint Apple, dass der Markt der eigenen Smartphones mit Lightning-Anschluss inklusive Zubehör viel zu groß sei, ein entsprechendes Gesetz nur schlussendlich dafür sorgen würde, dass mit Veränderung des Anschlusses ein „beispielloses Volumen an Elektronikschrott“ entsteht.

Für die Hersteller ist der Verkauf von Zubehör ein eigener lukrativer Geschäftszweig. Gerade Apple will sich das nicht nehmen lassen. Außerdem bräuchte es für einheitliche Lösungen eine Zusammenarbeit mehrerer großer Wirtschaftsräume. Über Sinn und Unsinn lässt sich streiten, was Europapolitiker auch weiterhin tun. Dabei ist auch krass zu sehen, wie nach außen kommuniziert wird. Da sagt der letzte Absatz des netzpolitik-Artikels echt viel über Politik in Europa:

Auf eine Informationsfreiheitsanfrage von netzpolitik.org schickte uns die Kommission den Entwurf, der Empfehlungen von Expert:innen für das weitere Vorgehen enthält. Von 166 Seiten der Studien waren allerdings alle bis auf drei – Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und die erste Seite der Einführung – geschwärzt. Die Kommission will offenbar jegliche Debatte zum Thema weiter hinauszögern.

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