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DPD, Hermes und Co: Kontaktlose Zustellung funktioniert nicht zuverlässig

Denny Fischer

Veröffentlicht

in Marktgeschehen

am

Paketzustellung Header

Die Paketzusteller wollen eigentlich ohne Unterschrift zustellen, um den Kontakt zum Empfänger zu minimieren. Im Alltag klappt das nur bedingt gut.

Seit einigen Wochen wollen die Paketzusteller den Kontakt zwischen Zusteller und Empfänger minimieren. Als erste Maßnahme wurde dafür die Notwendigkeit der Unterschrift über Bord geworfen. DHL hatte wohl zuerst erfolgreich umsetzen können, dass der Empfang von Paketen durch den Fahrer des Unternehmens quittiert wird. Ein indirekter Kontakt passiert jetzt nur noch über das Paket, das allerdings auch nicht mehr direkt übergeben werden muss. Andere Zusteller reagierten mit ähnlichen Mitteln, die Umsetzung im Alltag lässt noch zu wünschen übrig.

Paketzusteller: Ignoranz oder schlechte Kommunikation?

Das ist zumindest meine Erfahrung der letzten zwei Wochen. Ausschließlich die DHL-Zusteller haben es geschafft, sich an die aktuellen Vorgaben zu halten. Das klappte mit verschiedenen Fahrern. Ich kritisierte vor wenigen Tagen, dass man bei Hermes sogar noch direkt mit dem Finger auf dem Display des Gerätes unterschreiben musste. Der Support versprach eine Nachschulung im entsprechenden Bezirk, wollte dafür meine Sendungsnummer haben. Noch konnte ich nicht prüfen, ob das tatsächlich geklappt hat.

Ähnlich bei DPD, der Fahrer stellt auch wie eh und je zu, fordert unbedingt eine Unterschrift meinerseits. Lustigerweise hatte ich heute ein Paket, das in den Briefkasten gepasst hätte. Der zustellende Fahrer hat also gleich zwei der neuen Vorschriften missachtet. „Vorsorglich ist die persönliche Quittierung bei der Paketzustellung an der privaten Wohnungstüre dennoch bis auf Weiteres ausgesetzt. Zudem dürfen kleine, flache Pakete, die in den Briefkasten passen, vorübergehend dort hinterlegt werden.“

Man ließt und hört wie so oft verschiedene Erfahrungen. Positive und negative. Ich verstehe dennoch nicht, wie ein so simpler Teil des alltäglichen Ablaufs nicht von jetzt auf dann von den Fahrern / Zustellern umgesetzt wird.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Steffen

    21. April 2020 at 15:28

    Ich habe mit DPD nun leider ein Problem.
    Ein offensichtlicher Transportschaden, kontaktlose Zustellung. DPD aber beruft sich darauf dass der Kunde den Schaden hätte beim Fahrer anzeigen müssen. Nur wie, wenn er den Fahrer nicht gesehen hat. Uns wurde innerhalb von 20 Minuten vom Kunden dann der Schaden gemeldet, aber DPD hält sich raus und verweist darauf dass ich als Versender nachweisen müsse dass der Schaden beim Transport und nicht beim Kunden entstanden ist! Nur wie???

    Ähnlich haben wir enorm viele Retouren nach dem ersten Zustellversuch, mit dem Vermerk „Annahme verweigert“ obwohl unsere Kunden vor Ort sind. DPD verweist auf eine „Sichtprüfung der Fahrer“ ob Geschäfte geöffnet / anfahrbar seien oder nicht. DPD weigert sich die Berechnung der Pakete oder der Retourenkosten zu erstatten.

    Es funktioniert wirklich nicht!

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