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Android

Edward Snowden macht jetzt selbst in Überwachungs-Apps

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Edward Snowden hat der Menschheit einen großen Dienst erwiesen und wichtige Dinge aufgedeckt, doch eine eigene Entwicklung seinerseits sorgt nun für Diskussionen. Haven ist eine brandneue Android-App, die unter anderem von Edward Snowden entwickelt wurde. Natürlich nicht komplett alleine, doch er scheint federführend zu sein und ist der Kopf der Bande. Haven nutzt alle Sensoren des Smartphones, um Bewegungen wahrzunehmen, Gespräche mitzuschneiden oder auch zur Aufzeichnung von Fotos. Eine tragbare Wanze, wenn man denn so will.

Und genau deshalb wirft das Thema natürlich Fragen und Diskussionen auf. Edward Snowden deckt als Aktivist diverse Tätigkeiten der Regierungen auf und bietet nun jedem Privatmensch grundlegende Tools dafür an, selbst als wandelnde Wanze zu agieren. Ein komisches Geschäft. Man selbst schreibt von „Sicherheit durch Sensoren“, will mit dieser App eher für mehr Sicherheit bei bestimmten Personen sorgen.

Es könnte zum Beispiel einem Journalist also nichts mehr angetan werden, ohne dass es jetzt auch einen Zeugen gibt. Dieser Zeuge steckt im Smartphone, Haven von Edward Snowden. Deshalb ist am Projekt zum Beispiel auch die Freedom of the Press Foundation beteiligt. Haven kann aber auch als Alarmsystem Zuhause genutzt werden. Die eigentliche Absicht der App ist also eine positive, der Missbrauch aber auch möglich. [via Wired]

6 Kommentare
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6 Comments

  1. Alex

    25. Dezember 2017 at 11:12

    Bärendienst? Hab ich etwas übersehen? Waren nicht solche „Bärendienste“ einer der Bestandteile der Demokratie?

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      25. Dezember 2017 at 11:15

      stimmt, das war eine nicht ganz passende Redensart.

  2. Adam Gutwein

    25. Dezember 2017 at 12:05

    Klasse Entwicklung von Snowden. Das benutz ich jetzt im Schwimmbad bei den Umkleiden. Man will ja schließlich wissen, wer einem im Schwimmbad verfolgt. Als Zieladresse geb ich nen Pornhub ein, damit das gleich an der richtigen Stelle ankommt. Die BCC Zieladresse ist natürlich der russische Geheimdienst. Das ist aber kein Problem. Wir wollen schließlich alle, dass Putin informiert ist und nicht versehentlich ein paar Atomraketen abschießt. Außerdem, wenn ich mal in Not bin, kann der Geheimdienst gleich Hilfe schicken, ..oder nen Killer.

  3. OnibaKu Hills William

    25. Dezember 2017 at 13:44

    Controllare il Controllore ?
    Gente Basterebbe Avere Fiducia Nelle Istituzioni

  4. luise

    26. Dezember 2017 at 15:10

    Ist immer noch ein Unterschied ob ich mich selber überwache oder Geheimdienste, Staat?

    Wenn ich wissen will ob mein Smartphone angegriffen wurde ist Snwoden sein Tool zuminestens für Experten sehr gut……die Frage ist warum wieder alle Medien versuchen Herrn Snowden der wirklich Ungeheuerliches ans tageslicht gebracht hat…zu diskreditieren?

    Die Medien auch schon im Griff von CIA, NSA….ja da gibt es Netzwerke die unsere unseren Journalisten….hofieren.

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