NIO gilt als das Tesla aus China und kommt nach Europa. Unter anderem mit der Idee, dass Ladesäulen nicht die einzige Option bleiben.

Ich will zukünftig unbedingt elektrisch fahren und der Markt macht uns diesen Gedanken quasi wöchentlich schmackhafter. Um nicht lange an Ladesäulen stehen zu müssen, hat der chinesische Autobauer NIO eine neue Idee für die eigenen Fahrzeuge entwickelt. Damit möchte man auch der deutschen Autoindustrie zeigen, wohin die Reise in den kommenden Jahren gehen sollte. Ich finde spannend, was man da noch geplant hat.

NIO möchte nämlich Autos mit wechselbaren Akkus anbieten. Hierfür baut man Batterie-Wechselstationen auch in Europa auf. Norwegen ist der erste Markt, wo das passieren wird. In wenigen Minuten lässt sich hier ein leerer gegen einen vollen Akku austauschen. Ganz ähnlich so, wie es bei Handys mal üblich war. Kurioserweise hat sich der Smartphone-Markt davon wegbewegt, während für elektrische Autos der Wechselakku eine eher „neue“ Idee ist.

Wechselakkus in Smartphones bald seltener als in Autos zu finden?

Insbesondere macht der Wechselakku laut NIO für die Autofahrer Sinn, die in der urbanen Stadt schlecht oder nur selten laden können. Statt eine Ladesäule suchen zu müssen, fährt man kurz die „Werkstatt“ an. 3 Minuten soll der automatisierte Akkutausch dauern. NIO fordert deshalb auch von der europäischen Politik ein Vorgehen wie in China, sodass Standards für Wechselakkus in Autos geschaffen werden. Sich nur auf Ladesäulen zu konzentrieren sei laut der NIO-Führung nicht der richtige Weg.

Autos funktionieren jetzt wie Smartphones

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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5 Kommentare

    1. Tesla hatte diese Idee auch schon. Der erste Roadster hatte einen Akku der entnehmbar designed wurde. Es hat sich aber nicht als praktisch herausgestellt. Renault wollte seine ersten E-Autos auch mit Wechselakku ausrüsten, hat es dann aber auch verworfen.

  1. Zumal man wahrscheinlich auch nicht weiß, wieviele Kilometer und DC-Lader der Akku drauf hat, den man bekommt. Anfangs spielt das keine große Rolle, nach ein paar Jahren wird das relevant.

  2. Typisch deutsch,ein System madig reden obwohl man es selbst nicht kennt geschweigeden ausprobiert hat. Und im übrigen wird ein Unternehmen wie NIO kein Interesse haben leistungsschwache Akkus zu verbauen. Und selbst wenn mal einer mit nur 80% Leistung dabei ist, ist es besser als einen altersschwachen festverbauten Akku über Stunden aufzuladen. Und NIO prüft nach der Entnahme eines Akkus immer deren technische Leistung (und sortiert wenn nötig aus). Und zudem profitiert man von der Weiterentwicklung der Akkutechnik. Zeig mir das einer mal wie da BMW, MERCEDES ,VW und Konsorten reagiert wenn man dort einen besseren, moderneren Akku will.

  3. Es war einmal … die Idee eines Standards für Akkus. Auch wenn es eine handvoll verschiedene Typen geworden wären: Was hätte das nur für die Ladestruktur bedeutet! Dabei geht es ja wieder einmal nur um Marktanteile und Wettbewerb, wobei international gesehen die deutsche Automobilindustrie richtig hätte trumpfen können. Solange Klimaschutz und Endverbraucher weniger wert als Profit und Gewinne im Akkugeschäft sind, solange haben es gerade deutsche Hersteller nicht verdient, weiterhin erste Wahl im Automobilgeschäft zu sein. Ich fahre einen Mercedes Hybrid, wäre aber sehr angetan davon, etwas Innovatives zu probieren.

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