Elektroautos machen neue Tempolimits notwendig

Tesla-Performance-Hero

Elektroautos werden als Grund gesehen, warum über neue Tempolimits dringend nachgedacht werden muss.

Verschiedene Vereine und Gewerkschaften, darunter auch die Polizei NRW, sehen aufgrund von Elektromobilität die Notwendigkeit weiterer Tempolimits. Es soll dabei nicht allein um die Einhaltung von Klimaschutzvorgaben gehen, sondern auch um die Sicherheit aller im Straßenverkehr. Das machen längst alle Länder, nur Deutschland nicht.

Von der DUH heißt es: „Wir fordern ein strikt kontrolliertes Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, Tempo 80 außerorts und Tempo 30 in der Stadt“. Bei der GdP NRW geht es mehr um die Sicherheit und weniger um das Klima, mit einem durchaus interessanten Hintergrund für die Begründung.

Elektroautos fahren in der Regel langsamer

Eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf Autobahnen würde die „Sicherheitsrisiken minimieren“ und den Verkehrsfluss „stärker harmonisieren“. Bei diesen Punkten bin ich dabei, wenngleich 100 km/h zu wenig ist. Das sei bei mehr Elektromobilität auf deutschen Autobahnen dringend notwendig, so die Begründung.

Man möchte „zusätzliche Sicherheitsrisiken“ durch Elektroautos verhindern. Aber was ist damit gemeint? Der Verkehrsfluss werde sich stark verändern, weil Elektroautos in der Regel langsamer unterwegs sind, da Geschwindigkeiten über 130 km/h eine „dramatische Verkürzung der Reichweite“ bedeuten.

Es gibt wohl im Fahrstil auf Autobahnen einen großen Unterschied zwischen Elektroautos und Verbrennern, so auch eine übliche Kritik der Elektro-Gegner. Elektroautos schleichen angeblich auf der LKW-Spur, während sich Verbrenner ihre Freiheit mit 200+ km/h auf der linken Spur erdrängeln. Kann man so sehen, muss man aber nicht.

Tempolimits sind auf jeden Fall ein Ding, da muss man in Deutschland handeln. Auf Autobahnen gerne unter 200 km/h, aber nicht nur 100 km/h. Auch in Stadtbereichen machen weniger als 50 km/h durchaus Sinn, aber das kann man auch je nach Stadtbereich einzeln bewerten.

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22 Kommentare zu „Elektroautos machen neue Tempolimits notwendig“

  1. Kein Tempolimit auf Autobahnen, sondern eine Mindestgeschwindigkeit sollte gefordet werden. Es ist ein grobes Foul für alle LKW, die mit 80 – 89 km/h, teilweise mit Überholverbot, fahren müssen, wenn dann auf der rechten Spur Schleicher mit um die 75 – 80 km/h unterwegs sind, völlig unabhängig von der Antriebsart.

      1. Von wegen E-Schleicher in LKW-Niveau auf Autobahnen. Bis 160 km/h sind meistens drin mit hoher Beschleunigung. Kostet halt Batteriekapazität.

      2. 60km/h ist die Mindestgeschwindigkeit, die das Fahrzeug können muss. Man darf auch langsamer, nur nicht den Verkehrsfluss behindern.

  2. Bravo, mit so einer Schlagzeile schafft man es in die Google News. Wäre aber auch mit „10 Dinge, die Sie garantiert noch nicht über Ihr Smartphone wussten“ gegangen.

    Zum Tempolimit selbst: Nachdem man nunmehr erfolgreich darin war, die deutsche Autoindustrie zu ruinieren, wird wohl auch die freie Fahrt für freie Bürger bald den Bach herunter gehen. Ein Grund mehr wegzugehen.

    1. Von wegen E-Schleicher in LKW-Niveau auf Autobahnen. Bis 160 km/h sind meistens drin mit hoher Beschleunigung. Kostet halt Batteriekapazität.

  3. Mercedes Khionga

    Tempolimits waren und sind Schwachsinn. Die Reichweite von E-Fahrzeugen steigt kontinuierlich an womit auch lange Reichweiten bei hohen Geschwindigkeiten realisierbar werden. Eine viel sinnvollere Maßnahme für einen sicheren Verkehr wäre die konsequente Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene. Für den Personalverkehr ist die Bahn nämlich weitestgehend uninteressant und unökonomisch. Für den deutlich planbareren logistischen Transport ist sie dagegen perfekt.
    Die Politik sollte sich also darum bemühen den Güterverkehr auf die Schiene zubringen und den Personalverkehr auf die Straße. Dann können wir mit dem Tempo auch endlich wieder rauf!

    1. Der Artikel ist leider kompletter unfug. Eautos fahren im Durchschnitt auf der Autobahn genauso schnell oder langsam wie Verbrenner. Außerdem blockiert eh alle paar Meter ein LKW die rechte Spur sodass sich auf der Autobahn am Fahrverhalten nichts ändert.
      Innerorts bieten selbst die billigsten eAutos schnellere beschleunigungswerte als durchschnittliche Verbrenner. Daher ändert sich hier auch nichts.

  4. Wusste garnicht das mein E-Auto auf der Bahn so schleicht. ;D
    Also meiner macht abgeregelt 250 kmh bei noch adäquater Reichweite auch bei hohen Geschwindigkeiten. Ein „auftanken“ dauert nun ja auch nicht lange, bummelig 18 Minuten mit nem kleinen Käffchen und es geht direkt weiter.

  5. Der Tesla fährt bis 330 und im Schnitt 150. Bitte keine Tempolimits. Die kommende neue Generation von E Autos wird 1000-2000 km erreichen. Der Roadster kommt mit 420 kmh…..

  6. Ich wundere mich immer wieder wie weit weg manche Berichte von der Realität sind. Man könnte den Eindruck bekommen das alles gegen die E-mobiltät gemacht wird.

  7. Naja, mit solchen reißerischen Artikeln kann man auch seine Clickzahlen erhöhen, insofern gar nicht so dumm.
    Manche sind sich halt für nix zu schade…. traurig.
    Ich bin bei smartdroid raus, Headlines werden groß aufgemacht am Inhalt fehlt es dann oder sollte man sagen: Alter Wein in neuen Schläuchen…

  8. Am besten Tempolimit 15km/h auf Autobahnen und außer Ort dann können dort auch Fahrräder fahren und 6 km/h inner Orts dann braucht man dort keine Gehwege mehr.

  9. Wozu Tempolimits bei etwas, das sich auf absehbare Zeit ohnehin selbst regulieren wird.
    Wie schon erwähnt, geht bei vielen eModellen der Verbrauch bei Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h unvorteilhaft in die Höhe, daher reduzieren viele Langstreckenfahrer „freiwillig“ die Geschwindigkeit. Mit sinkender Zahl an Verbrennern wird sich also zwangsläufig das Geschwindigkeitsgefüge auf der Autobahn ändern.
    Und abgesehen davon, wird ein generelles Tempolimit am mangelnden Verständniss für Sicherheitsabstände und dem immer eklatanter werdenden Gegeneinander statt Miteinander auf der Bahn, wenig ändern.

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