Bei vielen Smartphone-Herstellern hofft man Jahr für Jahr auf eine gute Kamera-Software, doch dann nutzt man eben doch wieder die Google Kamera. Jetzt gibt es eine Portierung der beliebten App für das OnePlus 7 Pro und die Ergebnisse scheinen wieder einmal verblüffend zu sein. Es gibt verschiedene Portierungen, die auf dem OnePlus 7 Pro zumindest […]

Bei vielen Smartphone-Herstellern hofft man Jahr für Jahr auf eine gute Kamera-Software, doch dann nutzt man eben doch wieder die Google Kamera. Jetzt gibt es eine Portierung der beliebten App für das OnePlus 7 Pro und die Ergebnisse scheinen wieder einmal verblüffend zu sein. Es gibt verschiedene Portierungen, die auf dem OnePlus 7 Pro zumindest mit dem Automatikmodus bereits genutzt werden können. Dazu gleich mehr.

Krass sieht das Ergebnis bei einem indischen Kollegen aus, bei dem die Schwächen der OnePlus-Software sehr deutlich sichtbar werden. Manchmal werden Aufnahmen total überbelichtet, sind viel zu hell und dadurch weit entfernt von der Realität. Das scheint die Google-App besser zu können, gerade HDR+ zeigte sich in der Vergangenheit schon öfter als Vorteil. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Kamera-App des Herstellers eigentlich perfekt an die Hardware angepasst sein sollte.

Ich habe einen ersten kleinen Versuch bei mir daheim gewagt und kann ähnliche Unterschiede feststellen. Dabei wird klar, dass die Kamera-Hardware besser sein könnte, wenn es denn die Software nicht versaut. Nahezu alle Aufnahmen werden durch die OnePlus-App überbelichtet, was zugleich zu weiteren Problemen führt. Farben sind falsch, das Rauschen nimmt zu und besonders Details verwaschen zum Teil sehr stark.

Beispiele von uns

Links sind Fotos der OnePlus-App zu sehen, die fast immer überbelichtet wirken. Details vermatschen, leichte Schatten gehen fast komplett verloren und Farben verfälschen. Darunter ein Blick in die Details, das Streu wirkt auf dem linken Bild fast wie ein matschiger Einheitsbrei. Was die Farben angeht wirkt, ein Teil eher ausgeblichen, das Streu allerdings eher gelblich und dadurch schon sehr satt. Komischer Mischmasch.

Dass hierbei die Software entscheidend ist, zeigt auch ein Selfie mit der Frontkamera. Links das viel zu helle Bild der OnePlus-Kamera, sodass Haare und insbesondere die Haut zu einem Einheitsbrei ohne Details werden. Immerhin gehen dadurch meine wenigen Falten verloren. Das Bild der Google-Kamera könnte zwar etwas heller sein, ist dafür voller Details und gefällt mir auch deshalb etwas besser.

Und letztlich wieder der Beweis dafür, dass eine hohe Anzahl an Kameras und Pixel nicht auch für gute Fotos stehen, wenn die Software das nicht umsetzen kann. Folgend ein Bild aus unserem Flur, früh um halb 9 an einem hellen Tag. Dort kommt offensichtlich nicht viel Licht hin, was die Kameras vor eine Herausforderung stellt. Obwohl die Google Kamera nicht offiziell für das OnePlus-Gerät verfügbar ist, sorgt sie häufiger für bessere Ergebnisse.

Mehr Fotos und welche App zum Einsatz kam

Ich habe mal noch ein kleines Album bei Google Fotos erstellt, das euch weitere Aufnahmen zeigt. Normalerweise ist dort immer die erste Aufnahme aus der Google Kamera, auch in den Infos am Zusatz „P3XL“ hinter dem Gerätenamen zu erkennen. Wie ihr sehen könnt, ist nicht in jedem Vergleich die OnePlus-Kamera deutlich schlechter. Aber sobald es zu Herausforderungen kommt, wie Schatten oder schlechteres Licht, versagt die OnePlus-Kamera sichtbar.

PS: Es geht auch gar nicht darum, Google für seine Kamera-App in den Himmel zu loben. Auch nicht um subjektiven Geschmack, sondern um die eklatanten Fehler und Schwächen. Dabei stellt sich mir letzten Endes die Frage, warum die offizielle OnePlus-App nicht einfach besser ist?

Verwendet habe ich den Port von Arnova, genauer gesagt Version „Arnova’s Advanced 1.5“ vom 18. April 2019. (via)

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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