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Eric Schmidt: Tablet-Trend verpennt

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

eric schmidt motorola tablet event

Spätestens seitdem Google Motorola übernahm, arbeiten beide Unternehmen noch enger zusammen, auch wenn man immer wieder die Selbstständigkeit von Motorola betont. So war es aber natürlich auch kein Wunder, dass Eric Schmidt aus dem Verwaltungsrat von Google vor Ort war und kurz plauderte. Unter anderem über die aktuellen Zahlen von Android, die über den Sommer ein für mich unerwartetes Wachstum verzeichnen konnten. Inzwischen werden jeden Tag ca. 1,3 Millionen Androiden weltweit aktiviert, das ist eine halbe Million mehr jeden Tag, als es noch im vergangenen Februar der Fall war. Auch nannte man erstmals den Anteil von Tablets an dieser Zahl, der mit täglich nur 70.000 Exemplaren verschwindend gering ist.

Man muss also kein mathematisches Genie sein, um herauszufinden, dass derzeit im Jahr weniger Android-Tablets aktiviert werden, als Smartphones in nur einem Monat. Dessen ist sich Google auch bewusst, wie Eric Schmidt leider zugeben musste, denn man hat den Tablet-Markt schlicht und ergreifend einfach verschlafen, wenn auch nicht so sehr wie etwa Microsoft.

Eric Schmidt: We were late to tablets

Viel mehr kann man dazu auch nicht sagen, denn der Markt zeigt, dass sich die Schnelligkeit und die Innovationen von Apple diesmal länger bezahlt machen. Bisher hat kein Hersteller ein Mittel gefunden, um die Stellung des Apple iPads ernsthaft zu gefährden. (via)

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1 Kommentar
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1 Kommentar

  1. Mort

    6. September 2012 at 15:44

    Das System an sich dürfte da wohl das kleinere Problem sein. Schon Honeycomb war nach den ersten Patches weitaus besser als sein Ruf, wenn auch nicht unbedingt auf dem Xoom. Natürlich ist es minimal komplizierter als das iPad, aber auf den Smartphones kommen die Leute ja auch mit Zurück-Taste, frei konfigurierbaren Home-Screens und App-Drawer zurecht.
    Die Probleme liegen meiner Meinung nach an ein paar anderen Ecken:
    – Die App-Versorgung. Dass Android Apps relativ skalieren kann und damit auch Smartphone-Apps auf Tablets funktionieren man ab und an praktisch sein. Wenn ein interessierter Anwender sowas sieht, schreckt das aber genauso ab wie iPhone-Apps auf dem iPad . Nur dass man bei Android nicht gleich sieht, welche Apps schon fürs Tablet optimiert wurden. Dazu kam lange ein Henne-Ei-Problem: Wozu Apps auf Tablets anpassen, wenn doch eh keiner Android-Tablets kauft? Und wozu ein Android-Tablet kaufen, wenn's keine angepassten Apps gibt? Traurigerweise hat's ja selbst Google selbst lange nicht geschafft, seine Apps vernünftig anzupassen (v.a. Google+…).
    – Hardware und Preise. Android-Tablet-User sind Nerds, die wollen gute und teure Hardware – so scheint wohl die Einstellung der namhaften Hersteller gewesen zu sein. Erst seit kurzem werden die Geräte preislich konkurrenzfähig, und wenn dafür der HDMI-Ausgang und SD-Slot wegfallen, kratzt das die Masse offenbar herzlich wenig.
    – Der fehlende Coolness-Faktor. iPads kauft man, weil die das tollste "one more thing" seit geschnittenen Äpfeln sind und ein Apfel hinten drauf ist, außerdem lobpreist die halbe Presse das Ding schon seit es erste Gerüchte darüber gab. Androids-Tablets kauft man… ja, warum eigentlich? Wer braucht schon ein Tablet? Eigentlich niemand. Sie sind 'ne nette Spielerei, aber für die meisten so nötig wie ein dritter Fernseher.

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