Ice Cream Sandwich Logo

Erst vorhin hatten wir euch von den ersten Samsung Galaxy S 3 Gerüchten geschrieben, die von einem Anonymen aus dem 4Chan-Netzwerk stammen, doch fast zeitgleich ist dort auch ein erstes angebliches Hands-on mit dem kommenden Nexus Prime alias Galaxy Nexus aufgetaucht. Da beides ziemlich zur gleichen Zeit bzw. überhaupt am gleichen Tag passiert, kann es nur von einem Typen sein und der hat entweder Recht oder verschaukelt uns alle kräftig. Bei den Spezifikationen zum Galaxy S 3 hatte ich aufgrund der unlogischen Display-Auflösung an der Echtheit gezweifelt, bei dem Hands-on des Galaxy Nexus finde ich aber auf Anhieb keine mysteriösen Dinge.

Fangen wir doch erstmal mit dem Gerät an, welches dort zum Testen bereitstand und optisch wie das Galaxy S 2 von Sprint aussehen soll (Bild am Ende des Artikels). Dabei hat es einen schön abgerundetes Gehäuse, wie wir das vom Galaxy S 2 LTE kennen und wie beim Nexus S soll ein konkaves Display verbaut sein. Die Größe des Gerätes soll gut in der Hand liegen und nicht zu übertrieben in seinen Maßen, dabei verfügt es über ein 4,65 Zoll großes Display mit 1280x720er Auflösung, einen leicht optimierten Exynos-Prozessor mit 1,5GHz pro Kern, einen 2000mAh Akku und alles ist verpackt in einem schlanken 8,8 Millimeter tiefen Gehäuse. Aufgrund des Metallgehäuses ist das Gewicht im Gegensatz zum Galaxy S 2 auf ca. 140 Gramm angewachsen.

UPDATE: Einen kleinen Satz den ich übersehen hatte war, dass Verizon angeblich extra auf das Galaxy S 2 verzichtet hätte, um die Exklusivität für das Galaxy Nexus zu bekommen. Ich hoffe nicht, dass das Smartphone tatsächlich dem amerikanischen Provider für eine gewisse Zeit vorbehalten bleibt.

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Jetzt zur Software, nämlich Ice Cream Sandwich und der ersten Bestätigung, dass die neuste Version wirklich nur die Vereinigung von Honeycomb und Gingerbread wird. Zumindest deutet darauf die Versionsnummer 2.4.1 hin und das Interface, was zwar ein Facelift erhalten hat aber dennoch ziemlich an Gingerbread erinnern soll. Generell soll das OS an jeder Ecke schneller und flüssiger laufen, es gibt hier und da mal eine Animation mehr und die verschiedenen Oberflächen haben immer wieder eine leicht glasige Optik. Wie auf den ersten Screenshots damals zu sehen war, hat man viel blau und violett in das OS eingebracht, auch die Icons von Browser und Co. wurden grundlegend überarbeitet und aufgehübscht.

Der Drawer wurde generalüberholt und ist nun in drei Sektionen eingeteilt, so gibt es eine für Apps, eine für Games und eine für die verfügbaren Widgets. Gerade die für Widgets soll ziemlich nett sein, so kann man dort eine Vorschau aller Widgets sehen, wie wir dies bereits von Honeycomb kennen. Doch damit ist nicht genug, man kann den Drawer selbst konfigurieren und weitere Sektionen anlegen, quasi eine Art Ordner, so waren auf dem Testgerät weitere Sektionen wie Sports und News zu finden. Unklar war bisher, ob die Apps sicher sogar automatisch beim Download aus dem Market in eine Sektion automatisch einfügen, dies wäre natürlich ziemlich cool.

Ice Cream Sandwich wurde an jeder Ecke etwas aufpoliert, alles glänzt mehr, wirkt plastischer und vor allem soll das OS nun klarer strukturiert und nutzerfreundlicher gestaltet sein. Auch Kalender und Google Mail wurden überarbeitet, so soll die Google Mail-App nun auch auf dem Smartphone im Querformat eine zweigeteilte Oberfläche bieten, in welcher wir links die eMails aufgelistet finden und rechts jeweils gewählte eMail geöffnet im Vorschaufenster. Auch der Browser wurde grundsätzlich verändert und bietet nun endlich auf dem Smartphone richtiges Tab-Browsing. Die Tabs werden am unteren Bildschirmrand dargestellt, auch Pinch-to-zoom soll exzellent funktionieren und das Rendering geht wahnsinnig schnell vonstatten. (via)

Meine Meinung

Wenn dieses Hands-on echt ist und der Typ uns da keinen Quatsch erzählt, dann bestätigt dies wie am Anfang bereits erwähnt, dass Ice Cream Sandwich tatsächlich „nur“ die Zusammenführung von Tablet und Smartphone wird. Dazu gibt es noch ein paar kleine Erweiterung und fertig. Ich finde dies ziemlich perfekt und durchdacht, denn eine Zusammenführung und tausende neue Funktionen würde wieder in einem Desaster enden, da letztlich wohl wieder nichts richtig funktionieren würde und aufgrund der kurzen Testphase man kein wirklich finales Produkt entwerfen könne. Auch wenn wir uns im ersten Moment mehr erhofft haben, bin ich letztlich so viel glücklicher und zufriedener.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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