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Marktgeschehen

EU-Kommission will Roaminggebühren komplett abschaffen

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Zwar hat die EU bereits vor einiger Zeit beschlossen die nervigen Roaminggebühren Jahr für Jahr zu senken, doch jetzt sollen sie endlich ganz verschwinden. Klar, die Roaminggebühren machen innerhalb der EU heutzutage auch irgendwie keinen Sinn mehr, wenn wir schon die gleiche Währung, keine Grenzen und alle zusammen mächtig Schulden haben. Roaming ist vor allem beim mobilen Internet teuer, insofern der eigene Anbieter keine attraktiven Angebote bieten kann. Maximal 53 Cent je Megabyte sind heutzutage einfach inakzeptabel, definitiv alles andere als zeitgemäß.

Derzeit gibt es zwei Vorschläge für die Abschaffung bzw. für eine Alternative. Der sicherlich für jedermann einfachste Plan wäre die komplette Abschaffung – man surft, telefoniert und schreibt im Ausland zu den Konditionen seines Anbieters wie daheim. Alternativ wäre die Möglichkeit während des Auslandsaufenthalts zu einem dort heimischen Anbieter „zu wechseln“. So bekommt man bei Grenzübertritt quasi von einem dort lokalen Anbieter das Angebot für eine All-Net-Flat zu X Euro für eine Woche. Abgerechnet wird das aber über euren heimischen Anbieter und nicht gesondert.

Die Alternative dürfte zu kompliziert und kostenintensiv sein, weshalb nur die Abschaffung in Frage kommt, die aber ebenfalls nicht im Sinne der Provider handelt. Dann wäre nämlich möglich mir eine Internet-Flat in Österreich zu besorgen, die wesentlich günstiger ist aber viel mehr Inklusivvolumen beinhaltet, damit dann aber die Netze der deutschen Anbieter belaste. Günstige Anbieter im Ausland wären fein raus, die kassieren die Kohle und deutsche Anbieter bekommen für die Nutzung ihrer Netze kein Geld mehr.

So wird schon jetzt angekündigt, dass abgeschaffte Roaminggebühren zu einer Erhöhung der Preise im jeweiligen Inland sorgen werden. Was also zunächst für Pendler oder Urlauber toll klingt, könnte die heimischen Netzanbieter ziemlich in Probleme bringen. Eine in unseren Augen bessere Lösung wäre der Zwang zur Erstellung attraktiver Angebote des eigenen Anbieters für das EU-Ausland, wovon Nutzer und Anbieter letztlich profitieren können.

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(via SpOn, n-tv)

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Christian Brüggemann

    11. September 2013 at 10:51

    Ich finde das mit dem Angebot für begrenzte Zeit im Ausland gar nicht so schlecht. Und so kostenintensiv sollte das auch nicht sein..

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