Folge uns

News

Europäische Alternative zu Google Pay und Co. ist unterwegs

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Google Pay 1200px Header

Mobil mit dem Smartphone bezahlen geht bereits seit einiger Zeit, doch der Markt bekommt erst seit dem Einstieg von Google und Apple mehr Schwung. Zumindest habe ich vorher noch nie jemanden mit seinem Smartphone bezahlen gesehen. Nach etwas Verzögerung gründete sich jetzt aber auch eine europäische Allianz (EMPSA) aus mehreren Unternehmen, die ein vergleichbares Smartphone-Bezahlsystem für Europa umsetzen möchten.

Es geht um eine unabhängige Alternative, die auf Google, Mastercard, Visa und Co. verzichten kann. Im Grunde genommen das, was man bei der Bundesbank bereits seit einem Jahr fordert. Zur Allianz gehören bekanntere Unternehmen wie Swish, das in Schweden bereits über 6 Millionen Nutzer hat. Es wäre also reichlich Erfahrung da, auch wenn man zum Datenaustausch die umständliche Variante per QR-Code wählt.

Nur ein Display notwendig

Dazu schreibt die SZ:

„Die neu gegründete Allianz EMPSA setzt auch aufs Smartphone und auf einen Barcode beziehungsweise einen QR-Code. Der wird auf der Kasse oder dem Handy gezeigt, gescannt und so die Zahlung ausgelöst. Verschicken könnten die Banken das Geld in Echtzeit, immerhin ist mit „Instant Payments“ ein entsprechendes europäisches System im Aufbau. Alternativ wird der Betrag per Lastschrift eingezogen. Vermittler wie Visa, Mastercard oder Apple bräuchte es dann nicht mehr.“

QR-Codes bzw. Barcodes sind zwar umständlicher, haben dafür aber andere Vorteile. Dazu gehört die Unabhängigkeit von einer bestimmten Schnittstelle. Im Grunde genommen könnte auch jede Smartwatch ohne NFC einen entsprechenden Barcode anzeigen und auch Apple-Geräte oder billige Chinaphones wären voll kompatibel. Nötig ist nur das Display und die entsprechende App.

NFC ist hingegen durch Kartenlesegeräte in den Läden etwas großzügiger verbreitet, wie zum Beispiel in Restaurants und ähnlichen Geschäften, die keine große Kasse mit Scanner besitzen. Zudem müssen Geschäfte und Kunden auf das neue System „gelenkt“ werden, was in meinen Augen der schwierigste Teil sein dürfte.

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    Matthias

    3. September 2019 at 17:35

    Wieder mal ein guter Grundgedanke, auch eine Europäische Version anzubieten. Aber warum man nicht die etablierte Infrastruktur nutzt via NFC, sondern lieber was komplett anderes macht, kann ich nicht verstehen. Die ganzen Läden werden wohl kaum zusätzlich noch überall Scanner installieren und die Kunden nicht die umständlichere Variante wählen. Wird so 100% scheitern. Schade…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beliebte Beiträge