Facebook und Co. stehen spätestens seit dem PRISM-Skandal noch viel stärker in der Kritik und im Fokus von Datenschützern. Fast jeden Tag gibt es inzwischen Neuigkeiten darüber, welche Regierungen mit welchen Netzwerken zusammenarbeiten und woher sie ihre Daten beziehen. Facebook veröffentlicht nun den eigenen Global Government Requests Report und gibt darin die Anzahl der Datenanfragen je Land bekannt. Wenig verwunderlich liegt Deutschland mit über 1.886 einzelnen Datenanfragen zu 2.086 Accounts mit ganz vorn an der Spitze, nur die Regierungen von Indien, den USA und Großbritannien stellten mehr Anfragen als die deutschen Behörden.

Interessant dabei ist, dass bei nur 37 Prozent der Anfragen Facebook zur Freigabe von einem Teil der Daten gesetzlich verpflichtet war, in den USA liegt dieser Wert bei knapp 80 Prozent und in Großbritannien bei ebenfalls satten 68 Prozent. Das Verhältnis zwischen Anzahl der Anfragen zu den dann tatsächlich weitergegebenen Daten ist hierzulande also noch im Rahmen, zumindest im direkten Vergleich zu anderen mächtigen Staaten.

Der komplette und übrigens erste Bericht dieser Art enthält die Daten vom 01. Januar bis 30. Juni 2013 alle Regierungen weltweit. Facebook will damit für mehr Transparenz gegenüber den eigenen Nutzern sorgen.

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(via The Verge, Caschy)

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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