Google Alerts, quasi rückwärts – so könnte man die Pinterest-ähnliche Plattform Keen auch beschreiben. So ganz rund läuft das Tool aber noch nicht.

Ohne große Vorankündigung hat Google ein neues Experiment aus dem Keller gelassen. Der Keller, das ist der hauseigene Ideen-Inkubator Area 120, aus dem immer wieder neue Dienste entschlüpfen, nur um einige Zeit später wieder eingestampft zu werden. Das jüngste Mitglied der Area 120 ist Keen, eine Plattform, die schon jetzt als Konkurrent zu Pinterest gehandelt wird.

So legst du einen neuen Keen an

Techcrunch interpretiert Keen als Google Alerts rückwärts. Mit Alerts lassen sich auf bestimmten Schlagwörtern Benachrichtigungen einrichten, wenn dazu neue Inhalte durch Google gefunden wurden. Ähnlich ist das Konzept bei Keen. Legt man einen neuen – natürlich heißt er so – Keen an, verpasst man ihm zunächst einen Titel. Dazu schlägt Keen direkt verbundene Websuchen vor, die sich per Mausklick hinzufügen lassen. Alternativ kannst du auch eigene Keywords eingeben.

Schon ist der Keen erstellt. Auf dessen Seite finden sich drei Tabs, mittig und per Default angesteuert der Explore-Reiter. Hier werden die Ergebnisse aufbereitet, die Google zu den eingegeben Suchbegriffen findet. Das können Artikel sein, Amazon-Produkte oder YouTube-Videos. Per Klick auf den diamant-förmigen Button landen die Einträge in den Gems. Möchtest du die Begriffe anpassen, nach denen gesucht werden soll, geht das im rechten Tab namens Searches.

Lass dich von anderen Keens inspirieren

Wenn du gerade uninspiriert bist, wovon du dich inspirieren lassen möchtest, findest du Abhilfe auf der Startseite unter Explore. Hier werden Keens von Community und Staff präsentiert, denen du direkt folgen kannst. Außerdem siehst du auf einen Blick, wie populär die Keens sind und wie viele Gems sie enthalten.

Etwas nervig, zumindest in meiner bisherigen Web-Experience mit Keen, ist das Scroll-Verhalten. Wühle ich mich durch die Keens immer weiter nach unten, klicke vielleicht auf ein spannendes und möchte anschließend wieder zurückkehren, starte ich ganz oben auf der Startseite. Das ist besonders nervig, da Keen kein unendliches Scrollen unterstützt, sondern neue Inhalte immer per Mausklick nachbestellt werden müssen. Neben der Web-Oberfläche gibt es im Übrigen auch eine Android-App.

Preis: Kostenlos

 

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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