Es kommt schon ziemlich selten vor, dass mehrere Dienste von Google, Amazon oder vergleichbaren Unternehmen über eine längere Zeit komplett ausfallen. Zum Start in die dritte Dezemberwoche war es aber mal wieder dazu gekommen, bei Google sind nahezu alle Internetdienste komplett ausgefallen und waren für europäische Anwender unbenutzbar. Ein seltenes Phänomen, das zum Nachdenken anregen sollte.

Googles blinkender Weihnachtsbaum kam überraschend und traf extrem viele Nutzer

Wenn nämlich wirklich mal alle Google-Dienste ausfallen, fühlt sich das Internet ziemlich kaputt an. Ähnlich ist es bei Amazon, die mit ihrer AWS-Cloud extrem viele Webseiten im Netz halten. Diesmal ging bei Google gar nichts mehr. Nicht die Suche, nicht die mobilen Apps wie Google Discover. Auch Analytics ging nicht, YouTube war tot, der Google Play Store nicht erreichbar, Google Maps offline und noch sehr viele weitere Dienste.

So rot hat das Dashboard von Google wohl schon lange nicht mehr aufgeblinkt. Wie passend. Ist ja auch eine Art Weihnachtsbaum. In diesen Zeiten wird allerdings klar, wie sehr wir im digitalen Bereich abhängig von wenigen Konzernen sind. Ich konnte viele private Dinge nicht mehr tun, teilweise nicht richtig arbeiten oder kommunizieren. Viele haben sich vermutlich nie bewusst in diese Abhängigkeit begeben, doch wird sie so erst richtig klar.

Da in Deutschland demnächst besonders viele Menschen für mehrere Wochen gezwungen sind herunterzufahren, könnt ihr euch auch mal wieder über diese Themen ein paar Gedanken machen. So sehr ich viele Google-Dienste liebe und fest in mein Leben integriert habe, bin ich doch sehr abhängig von dieser einen Firma. Das gilt bei mir für den privaten und beruflichen Bereich gleichermaßen.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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8 Kommentare

  1. Naja Google hat halt den spagat geschafft zwischen, relativ zuverlässiger Service, Innovation, Datensicherheit nach aussen (Google ist einer der wenigen Services die mit (m)einem Fido Stick zusammenarbeiten), guter Optik& Bedienbarkeit.
    Zudem Systemweit, ich wüsste ehrlichgesagt nicht, wie man so viel „Services“ einigermaßen anständig unter einen Hut bekommt. Ausserdem hat der Fix ja nicht lange gedauert oder?
    Wäre das nem Deutschen Unternehmen passiert würde vielleicht in einer Woche mal jemand danach sehen, ist ja Neuland…

  2. Ganz ehrlich, ich hab en Pixel 5, ich habe von dem Ausfall überhaupt garnix mitbekommen.
    Ich habe keine Zeit permanent auf mein Handy zu Schauen!
    Vielleicht sollte man sich mal Gedanken über diese Abhängigkeit Machen!

    1. Ganz ehrlich, ich habe nen Pixel 4a und habe es mitbekommen.
      Allerdings in meinem Fall, weil meine Firma mit Google Workspace arbeitet.
      Vielleicht sollten Sie sich mal über solche Konstellationen Gedanken machen, statt nur von Privatnutzung auszugehen.

    2. Hier geht es nicht um „auf das Handy schauen.“ Viele Google Dienste werden auch kommerziell genutzt, und die Dienste sind nicht an das Smartphone gebunden. #Tellerrand.

  3. Ganz ehrlich, wir sind eigentlich alle Vertragspartner von Google. Oder habt ihr die Nutzungsbedingungen von Google nicht bestätigt. ;) Und als Partner hat man das Recht zu erfahren, warum es einen Ausfall gab, Schweregrad und Risiko. Google wird sicherlich die nächsten Tage Stellung beziehen. Ein Totalausfall ist auf keinen Fall gewöhnlich. Bin gespannt.

  4. Da koennt ihr in Europa mal sehen wie egal ihr der Welt seid…
    Hier in Asien gab es kaum Ausfaelle.
    (@Stefan: Wenn deine Firma sowas stoert dann sollte sie sich mal Gedanken ueber Redundanz machen. Oder Du selber, verlierst du z.B. dein Pixel 4a bist du wahrscheinlich auch ein paar Stunden offline.)

    1. In Europa gibt es auch kaum Ausfälle. Die Region heißt für globale Konzerne EMEA: Europe, Middle East, Asia. Genau so egal ist das.

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