Für diverse Datenaufzeichnungen legt Google mit Verbesserungen nach. Die gesammelten Nutzerdaten einiger Google-Dienste werden automatisch gelöscht.

Google, Facebook und ähnliche Unternehmen stehen seit geraumer Zeit verschärft in der Kritik, denn sie haben über Jahre hinweg viele Nutzerdaten ausführlich gesammelt und gespeichert. Man will die Nutzer nicht verfolgen, mit diesen Daten lassen sich aber Produkte optimieren und Werbung ebenso. Google führte schon im letzten Jahr ein, dass Nutzer diverse Nutzerdaten automatisch löschen lassen können. Wer diese Option aber nicht einschaltet, dessen Daten werden auch nicht automatisch gelöscht. Nun erfolgte ein weiteres Umdenken.

Automatisches Löschen ist voreingestellt

Google gibt bekannt, beim Löschen von Nutzerdaten Veränderungen vorzunehmen. „Daher ändern unseren Ansatz zur Datenspeicherung, indem wir das automatische Löschen nach einem bestimmten Zeitraum als Standard für unsere zentralen Aktivitätseinstellungen festlegen“, heißt es im offiziellen Google-Blog. Bei Nutzern, „die den Standortverlauf zum ersten Mal aktivieren, ist die standardmäßige Einstellung für das automatische Löschen des Standortverlaufs ab sofort auf 18 Monate festgelegt. Auch für das Löschen der Web- & App-Aktivitäten gilt ein 18-monatiges Zeitfenster, das als Standard für neue Nutzer aktiviert wird.“

Das automatische Löschen der gesammelten Nutzerdaten gilt also grundsätzlich für den Zeitraum von 18 Monaten und ist für alle Neukunden entsprechend konfiguriert. Bestandskunden müssen ggf. nachjustieren, denn wer den Standortverlauf und die Web- & App-Aktivitäten bereits zuvor aktiviert hatte, wird nicht automatisch umgestellt. Google ermöglicht außerdem die Änderung des Zeitfensters, das automatische Löschen lässt sich außerdem auch wieder komplett abschalten.

Google weitetet diese Neuerungen auf diverse andere Produkte aus, wo die Verwertung der Nutzerdaten nicht immer ein zwingendes Muss ist. YouTube gehört zum Beispiel dazu. Hier ist das Zeitfenster für das automatische Löschen allerdings auf 36 Monate ausgedehnt. Nötig ist so ein langer Zeitraum für die Empfehlungsfunktionen. Dienste wie Google Drive sind von den Neuerungen ausgeschlossen, da sie komplett und ausschließlich auf der personalisierten Nutzung basieren.

Einstellungen im Google-Konto

Verändern könnt ihr die genannten Einstellungen in eurem Google-Konto. Im Web erreicht ihr es über euer Profilbild rechts oben, dort findet ihr die Taste zum Verwalten eures Kontos. Ähnlich ist es mobil in diversen Google-Apps. Alternativ öffnet ihr die Systemeinstellungen > Google > Google-Konto verwalten, um in dieselben Einstellungen zu gelangen. Der richtige Menüpunkt ist dann Daten & Personalisierung.

Denny Fischer

Gründer von SmartDroid.de, bloggt seit 2009 über die aktuellsten Technik-Trends. Schon immer an Technik interessiert, begann die Karriere mit eigenem Blog ab 2008 - nur ein Jahr später mit dem Fokus...

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.