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Google Knowledge Graph klaut Wikipedia die Zugriffe

Wikipedia wird gerade Opfer eines Teufelskreises, denn das Online-Lexikon fängt an darunter zu leiden, dass Google selbst versucht den Nutzern möglichst viele wichtige Informationen auf den ersten Blick liefern zu können. Besucher gehen verloren, schuld ist der Knowledge Graph.

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Ohne Google wäre Wikipedia definitiv nicht so mächtig wie heute, denn die meisten Zugriffe dürften durch die Suchmaschine generiert werden, da Wikipedia durch intelligente SEO-Strategien quasi bei jeder Suchanfrage eigene Artikel unter den Top 10-Suchergebnissen platzieren kann. Doch diese Zugriffe gehen mehr und mehr verloren, weil Google nun selbst die Fragen der Nutzer beantwortet.

Die Einführung des Knowledge Graphs, also der kleinen Box rechts neben den Suchergebnissen, kostete Wikipedia nach aktuellsten Zahlen allein in Deutschland im Vergleich von Dezember 2012 zu Dezember 2013 satte 17% der Zugriffe. Einfache Fragen beantwortet Google inzwischen direkt, man muss sich als Nutzer nicht mehr durch die Suchergebnisse klicken.

Durchschnittlich gingen ca. 10% der Zugriffe verloren, was insgesamt ca. 2 Milliarden Seitenaufrufe im Jahr 2013 macht, die es bei Wikipedia weniger gab.

Bisher war Google eine intelligente Linkschleuder, kann aber zur größten Wissensdatenbank werden, ohne dass die Konkurrenz da groß etwas gegen ausrichten könnte. Eine interessante Entwicklung.

UPDATE: Zu 100% kann man natürlich nicht sagen, ob an fallenden Zugriffen nur Google schuld ist, folgende Infografik zeigt aber zumindest einen stärken Abfall der Zugriffe seit Einführung der Google-Funktion.

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(via ETimes, GWB, Wikipediacracy)