Der PC-Markt wächst zuletzt wieder stark, was in erster Linie eine direkte Auswirkung der Corona-Lockdowns ist. Interessant dabei ist unseren Augen vielmehr, wer davon wirklich profitieren kann. Es sind zwar alle ein bisschen, doch eine Lösung für günstige Notebooks kann alle anderen toppen. Chrome OS von Google geht weltweit durch die Decke. Im dritten Quartal des letzten Jahres zuletzt mit einem Wachstum von 122 %.

Und auch bei uns in Deutschland ist die Beliebtheit massiv gestiegen, was wohl auch an den größeren Werbekapazitäten liegen dürfte. Ich sehe derzeit sehr viele TV-Spots für Chrome OS. Zum Jahresabschluss hat Chrome OS in Deutschland ein Wachstum von über 451 % hingelegt, der Marktanteil der Chromebooks liegt laut GfK inzwischen schon bei 5 %. Ein ordentlicher Sprung, ein Jahr zuvor lag der Marktanteil noch bei mickrigen 1,5 %.

Deutschland lernt Chromebooks kennen

In Deutschland kommen Chromebooks insbesondere direkt bei Privathaushalten gut an, während im heimischen Markt vorrangig Schulen auf die günstigen Alleskönner setzen. Homeschooling sei derzeit der größte Treiber für die Verkaufszahlen. Dafür hat ein Chromebook alles an Bord und ist außerdem extrem pflegeleicht – keine Treiber-Updates und ähnlicher Kram kommen auf die Nutzer zu.

Ist das der notwendige Durchbruch, der zu einem besseren Angebot an verfügbarer Hardware führt?

via t3n

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

Nehmen Sie an der Konversation teil

7 Kommentare

  1. Hallo Seitenbetreiber: warum ist mein Kommentar als Spam markiert? Ich habe eine Meinung wiedergegeben, ohne dabei die Nettiquette zu verletzen. Da hätte ich recht gerne eine Information.

    Edit: Der originale Kommentar:

    Ich würde gerne absolute Zahlen sehen. Denn selbst dieser Zuwachs macht in Stückzahlen wohl doch noch sehr wenig Eindruck.

    Ich bin früher Chromsbooker, führte die Chromebook Deutschland Community auf G+ und eine kuratierte Sammlung zum Thema. Ich war TC bei Chromebook-Central, heute Chromebook-Hilfe. Google hat lange Jahre versäumt sich für chromeOS zu engagieren und auch nie die upper-class Geräte nach De. gebracht.

    Inzwischen bin ich wieder weg von chromeOS. Das OS ist größtenteils ein OnlineOS. Bestimmte Dienste laufen als HTML5-App auch offline, bei den wichtigen Dingen wie die Office-Suite Google Docs eine tolle Sache. Allerdings ist es mir irgendwann nicht mehr möglich gewesen, mir schön zu reden in welcher Abhängigkeit ich da stecke. Es sind wieder die Google-„Services“. Ich füttere unentwegt Googles Datenbanken und geben ihnen Zugriff auf alle in der Cloud befindlichen Daten. Ohne Google-Konto kannst du nicht mal ein Chromebook einrichten. Argument: das ist auch unter Android so, ist richtig, aber dort nutze ich das Konto nur für Zugriff zum Play Store und meinen Käufen. Für alles Andere nutze ich andere Dienste. Ein Chromebook kann zwar mit einer anderen Cloud verbunden werden, doch läuft alles immer in Chrome und das ist wieder Googles Hoheitsgebiet. Apps über den Play Store auf einem Chromebook sind nicht besser als auf einem Tablet und wir wissen, dass Android nie ein annähernd als gut zu bezeichnendes Angebot an für Tablets optimierten Apps hatte und hat. Viele Anbieter unterstützen nicht mal die Installation ihrer Apps unter chromeOS, oder beschneiden die Qualität (wie z. B. Amazon Prime alles nur in SD unter chromOS ausgibt). Dann wäre da noch die Linux (BETA), für all jene, welche sich einige Linux Apps installieren wollen. Ist aber Beta und es gibt keinen Out-of-the-Box-Click-and-Run–Weg dies zu nutzen. Der Nutzer muss sich mit Terminals, Sudo-Befehlen und manueller Aktualisierung auskennen. Das macht ein Chromebook nicht attraktiver.

    Wenn ich jetzt nochmal anknüpfe an die upper-class Chromebooks wie das Asus Flip C436FA, lege ich da aktuell bei Amazon € 1260,- auf den Tisch, nachdm es mit 10 Monaten Verspätung überhaupt erst verfügbar wurde. Eine Zeit die man natürlich von der EOL abziehen muss. Da ist das aktuelle MacBook Air mit einem M1-Chip nicht nur günstiger, sondern von der Performance her ein Knaller.

    Zuletzt: ich vertraue Google im Umgang mit meinen Daten nicht mehr. Ich habe lange in Online-Diskussionen und in Foren „Daten gegen Dienste“ als Argument für gute gratis Features gesehen und dabei an den Schutz meiner Daten durch Google vertraut. Ich habe aber auch wirklich viele Argumente gehört, welche genau das in Frage stellen, um mich zuletzt so weit wie es nur geht aus Google Services herauszuziehen.

    Chromebooks als Idee eines webbasierten OS‘, mit Geräten die rein als Eingabe-/Ausgabemedium fungieren, mit einem sehr schlanken System, welches in Minuten neu aufgesetzt werden kann, sind eine Super-Idee, welche ich schon seit etwa 21 Jahen verfolge. Ohne Google würde ich es aber besser finden. Die einzig pragmatische Alternative im Moment wäre somit ChromiumOS.

  2. Nach längerer Beobachtung und vielen Bedenken zum Datenschutz etc. habe ich mir im Oktober 20 ein Chromebook (Acer R13) im Angebot für ca. 350 EUR zugelegt um das Phänomen endlich selbst einmal auszuprobieren. Und ich muss sagen: Akkulaufzeit, Google Playstore mit Android Apps (auch Word, Excel, Powerpoint) sowie ein Debian Linux mit Zugriff auf viele weitere Anwendungen (z.B. Cura für den 3D-Druck) machen das Gerät nicht nur für Medienkonsum, sondern wirklich auch für viele Arbeitsaufgaben attraktiv. Es fällt kaum auf, dass das Gerät einen ARM Prozessor hat (wenn man weiß wie man damit in der Linux Welt umgehen muss). Natürlich: Wenn man in Android Powerpoint die Masterfolie bearbeiten will oder in Word mit Quellenangaben arbeiten muss, dann können diese Apps das nicht leisten. Das liegt aber wohl an Microsoft als Hersteller der Apps und nicht etwa an dem Laptop von Google.
    Fazit: Entgegen vieler Bedenken sind Chromebooks aus meiner Sicht durchaus Konkurrenzfähig geworden, die Geräte sind leicht und chic, Preis/Leistung ist sehr gut. Und die Preise sind meiner Meinung nach für Normalverdiener viel realistischer als die „Angebote“ zwischen 700 und 1000 Euro. Für manchen wäre das eben schon ein halbes Monatsgehalt.

    Schlussbemerkung: Die Daten-Kraken Microsoft, Apple und Google nehmen sich m.M.n. ohnehin nichts – bis auf die Art wie offen man mit dem Datenspeichern bzw. -klau umgeht (AGBs lesen!). Wer sich ein Kommunikationsgerät zulegt muss heute einfach damit kalkulieren, welche Daten er bei Anmeldung etc. preis geben will (denn abgehört bzw. automatisch mitgeschrieben wird eigentlich immer irgendwie). Jeder, der den Anspruch hat das Internet oder Dienste daraus anonym nutzen zu können wenn er das will ist in meinen Augen naiv (da ist auch ein Tor Browser und VPN nur eine scheinbare Sicherheit). Als Privatperson kann man da zwar mit Fake-Daten und anonymen Email-Adressen vorbeugen, aber spätestens bei der eigenen Mac-Adresse der Hardware und den Provider-Daten des Internetanschlusses ist eben Ende mit den Schutzmöglichkeiten. Von den IT-Profis mal abgesehen…

    Die gute Nachricht für Normalverbraucher: man muss nicht immer mit seinem Laptop und dem Smartphone rumlaufen (von der Covid App mal abgesehen). Und wenn die Geräte nicht mit dabei sind, können Sie einen auch weniger abhören. Also geht mit dem Freund/in mal wieder einen Real-Life Kaffee trinken anstatt per Whatsapp das Selfie zu teilen, dann hört auch keiner mit :)

  3. Also, ich habe noch keine einzige TV-Werbung in Bezug auf Chromebooks mitbekommen :-)
    Ich vermeide soweit es irgendwie geht, Werbung zu „genießen“ und habe mir vor drei Monaten ein LENOVO-Chromebook zugelegt und bin voll zufrieden damit; lediglich der Prozessor schwächelt etwas, aber das war ja meine Kaufentscheidung.
    Ich kann alle Dinge erledigen, die ich bis dahin über das MacBook gemacht habe, sogar der HP-Drucker läuft, wenn auch nach Startschwierigkeiten.

  4. Ich nutze jetzt seit ca 1 Jahr ein Chromebook von Acer. Habe konstant mit Störungen bei einigen Apps zu tun. Auch werden öfter mal PDF Dateien nicht wieder richtig geladen. Obwohl ich mich vorwiegend auf Apps von Google stütze. Trotzdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass die nächste Generation der Geräte stabiler läuft und würde wieder ein Gerät kaufen. Die vielen Abos bei Microsoft sind mir auf Dauer zu kostspielig. Gehe auf die Rente zu und will das Geld bei Windows sparen.

  5. Vielleicht solltest du dich mal mit dem Funktionsprinzip von ChromeOS beschäftigen, statt aus Datenschutz eine Religion zu machen. ChromeOS ist ein von Google stark angepasstes Linux. Das OS hat keine Desktop Umgebung, sondern die Desktop Umgebung ist quasi der Google Chrome Browser. ChromiumOS hört sich frei an, wird aber sehr wahrscheinlich nicht ohne Google eigene Bestandteile laufen, die Google nicht frei geben will. Mitte März wird Google die Google Sync Funktionen aus Chromium entfernen. Das könnte auch das Ende von ChromiumOS in seiner Webbasierten Form bedeuten. Chromium dürfte auch alle Google eigenen Bestandteile verlieren. Du hast deine passenden ChromeOS Alternative immerhin schon gefunden, dass deine Datenschutz Anspruch genügt. Ich hatte mal ChromiumOS probiert. Fand das System gegenüber einen Linux System zu unflexibel.

    1. Der Kommentar sollte eine Antwort auf Thomas Belings Kommentar vom 23.01. sein. Im verlinkten t3n Artikel wird angedeutet, dass ChromiumOS enger mit Android verzahnt wird. Vielleicht soll Chromium diese Verbindung nicht bekommen und deswegen kappt Google auch die anderen Verbindungen.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar
Beachtet die üblichen Regeln für Kommentarspalten und seid nett zueinander. Wir speichern keine IP-Adressen der kommentierenden Nutzer. Hier entlang zur Telegram-Gruppe von Smartdroid.de

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.