Mit einigen neuen Richtlinien schränkt Google den ungefragten und zu häufigen Standortzugriff von Apps ein, die es im Play Store gibt.

Unser aktueller Standort ist auf jeden Fall eine sensible Information, auch wenn manche Nutzer damit durchaus hausieren gehen. Dennoch gibt es Apps, die einfach zu häufig ungefragt den Standort im Hintergrund abrufen. Nach vielen Jahren geht Google nun endlich dagegen vor. Man hat für Android einige Neuerungen diesbezüglich eingeführt und jetzt erneut bekannt gegeben. App-Entwickler müssen reagieren, das sehen die neuen Richtlinien so vor.

Google schreibt nun vor, dass der „Background Location Access“ für die Kernfunktionalität der jeweiligen App von entscheidender Bedeutung sein muss. Ist dies nicht der Fall, ist dieser Standortzugriff auf jeden Fall zu vermeiden. Google fordert hierfür von den App-Entwicklern einen entsprechenden Antrag zu stellen. Der Zugriff auf den Hintergrundstandort funktioniert zukünftig also nur noch mit Genehmigung seitens Google und ist damit keine alleinige Entscheidung des App-Entwicklers mehr.

Google schränkt Freiheiten der App-Entwickler zugunsten der Nutzer ein

„Wenn Ihre App Hintergrundstandortdaten verwendet, müssen Sie ein Formular zur Überprüfung einreichen und bis zum 18. Januar 2021 die Genehmigung erhalten, damit Ihre Apps bei Google Play bleiben können. Bestehende Apps, die erstmals vor dem 16. April 2020 veröffentlicht wurden, müssen bis zum 29. März 2021 eingehalten werden.“

Google fordert von den App-Entwicklern detailliert darzulegen, warum der Standortzugriff im Hintergrund notwendig ist und welcher Nutzen daraus für den Anwender entsteht. Man möchte außerdem Videomaterial sehen, worin demonstriert wird, wie dem Nutzer die standortbezogenen Funktionen offengelegt werden. Dürfte interessant zu sehen sein, ob es dann wirklich deutlich weniger Apps gibt, die den Standort im Hintergrund abfragen.

via Android Devs

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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