Es ist in Deutschland weiterhin nicht möglich, von Google Maps über die zulässige Geschwindigkeit informiert zu werden. Das ist ärgerlich, denn diese Einschränkung scheint in unseren Augen nicht wirklich notwendig zu sein. Einerseits nicht aus rechtlichen Gründen, aber auch nicht aus Gründen fehlender Daten. Google verrät nämlich genau, in welchen Ländern man über welche Daten verfügt.

Zum rechtlichen Grund, der gerne vorgeschoben wird: Das kann ich nicht glauben, denn auch Navigationssysteme deutscher Autohersteller liefern die Anzeige des jeweils aktuellen Tempolimits. Und damit meine ich nicht die aktive Erkennung von Verkehrskennzeichen. Das bei Skoda und Volkswagen eingesetzte System der letzten Jahre kann euch die maximal erlaubte Geschwindigkeit anzeigen und greift dafür auf eine Datenbank zurück.

Google Maps zeigt nur, wie schnell du fährst

Kurioserweise ist Google Maps in Deutschland auch noch mit entsprechenden Daten ausgestattet. Im Bereich „Einzelheiten zur Kartenabdeckung“ für Google Maps Entwicklung sieht man, dass Informationen zu Geschwindigkeitsbegrenzungen für Deutschland verfügbar sind. Google Maps zeigt sie uns nur weiterhin nicht an. Es fehlt die Option dafür auch Jahre nach der Einführung in anderen Ländern.

Es braucht andere Android-Apps, die es im Google Play Store gibt

Es ist weiterhin nur möglich, die aktuell gefahrene Geschwindigkeit anzuzeigen. Aber das dürfte der Tachometer in eurem Auto auch ohne Smartphone-App tun. Wer dennoch die erlaubte Geschwindigkeit angezeigt haben möchte, muss dafür auf externe Apps anderer Anbieter zurückgreifen. Hierfür gab es von uns schon mal einen Artikel über eine Android-App und wir hatten auch eine ganze Reihe anderer Apps genannt.

Ich denke: Google wird das Feature in Deutschland bzw. für deutsche Nutzer vermutlich nie freischalten und sich dazu auch nie öffentlich äußern.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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12 Kommentare

  1. Der Titel passt nicht sonderlich gut mit dem Text zusammen. Finde ich irreführend.

  2. Was haben den hier die Blitzer im Titel mit der Geschwindigkeitsbeschränkung zu tun? Eigentlich nichts. Blitzer dürfte Google wahrscheinlich rechtlich wirklich nicht anzeigen, die zulässige Geschwindigkeit schon. Kann aber verstehen, dass man Angst vor Klagen hat, sollte sich jemand auf eine falsche Anzeige verlassen und geblitzt werden. Da wären dann wieder die Blitzer aus dem Titel.. Was aber mit dem eigentlichen Artikel nichts zu tun hat.

  3. Rechtliche Bedenken kann ich mir nicht vorstellen. Dazu reicht doch sicher ein Hinweis in den AGB, dass Verkehrsschilder zu beachten sind. TomTom und Garmin gehen da bestimmt keine allzu großen Risiken ein.

  4. Eigentlich schade. Bei meiner Fahrt durch Italien durfte ich feststellen wie gut diese Funktion in Maps dort schon funktioniert. Gerade in Verbindung mit Android Auto finde ich es sehr nützlich.

  5. Wenn ich sehe wie mein Tomtom etliche bessere Wirtschaftswege mit Tempo 100 bepflastert, bin ich doch eher froh dass Google die Geschwindigkeitsdaten (hat nichts mit Blitzern zu tun, wie der Titel suggeriert) ungenutzt lässt.
    Schaut gefälligst auf die Schilder am Straßenrand, „mein Navi sagt aber“ zählt vor Gericht nicht.

  6. Vielleicht wird es Google von höherer Stelle untersagt?
    In Deutschland ist sowas ja nicht unmöglich.
    Als ich im Winter auf den Kanaren war, fand ich dieses Feature echt interessant.
    Es hat auch ziemlich exakt gearbeitet.

  7. Der große Witz – und de Grund, warum ich denke das ist einfach mal wieder Google-Ignoranz – vor Jahren hat Google Waze gekauft – da ist diese Anzeige nach wie vor drin. Da hat der Konzern exakt die gleiche Situation und kein Problem mit der Anzeige.

  8. nimmt Waze, ist auch von google und zum strecke machen auch angenehmer. Zwischenstopps zum tanken und essen sind direkter möglich. auslastungsdatenbank ist die selbe, da google. ich denke auch das in Deutschland noch ungewöhnlich viele autake navis genutzt werden und dementsprechend agiert wird.
    gruß

  9. Ich frage mich nach der Sinnhaftigkeit dieses Artikels. Es werden keine wirklich verwertbaren Informationen vermittelt. Ich navigiere seit geraumer Zeit mit Waze. Datenbasis ist hier auch Google Maps, bzw. es entstammt dem gleichen Haus und hier werden die erlaubten Geschwindigkeiten angezeigt.

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