In keinem anderen Land sind Breitbandanschlüsse für Internet derart weiterverbreitet. Und auch bei anderen technologischen Themen ist das südliche Korea ganz vorn dabei. Man beheimatet beispielsweise die Weltmarktführer für Smartphones, Fernseher und diverse andere Haushaltsgeräte. Dennoch gibt es bei Google Maps ein kurioses Bild zu sehen, das man beim ersten Gedanken vielleicht andersherum vermutet hätte.

Eigentlich, so müsste man meinen, würde sich das ohnehin verschlossene Nordkorea bei Google Maps komplett verstecken wollen. Doch es ist andersherum. Südkorea verbietet es, detailliertes Kartenmaterial außerhalb der Grenzen anzubieten. Vor ein paar Jahren hatten Google und Südkorea noch verhandelt, doch das Land beharrte auf dem eigenen Standpunkt. Verantwortlich seien Sicherheitsbedenken wegen der immer wieder drohenden Nachbarn aus Nordkorea.

Südkorea auf Google Maps eher unscharf: Angeblich sind die Feinde des Landes für das Versteckspiel verantwortlich

Und so ist es bis heute so geblieben, dass das Kartenmaterial von Südkorea für uns mit sehr wenigen Details und eher unscharf dargestellt ist. Es gibt kaum klickbare Objekte, Straßen und andere Details sind grob eingezeichnet. Viel außer die Stadtteile verrät die digitale Karte nicht, da bekommt man ja sogar in Nordkorea mehr Infos. Allerdings jeweils extrem wenig, wenn man mal eine Stadt wie Berlin zum Vergleich hernimmt.

Interessanterweise will und kann sich die Regierung nicht gegen jeden Kartenanbieter wehren. Schaut man sich die Hauptstadt von Südkorea auf den OpenStreetMaps an, ist das Bild dort deutlich detaillierter.

Immerhin hatte Südkorea einen triftigen Grund vorzuweisen. Das damals durch die Bürger durchgesetzte Street View-Verbot für Deutschland erschien uns da schon deutlich sinnloser.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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