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Google Play: Vermeintliche Sicherheitslücke übermittelt Daten der App-Käufer an die Entwickler

Denny Fischer

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Unser Leser Sebastian hat mich heute auf einen interessanten Artikel aufmerksam gemacht, der von einer schwerwiegenden Sicherheitslücke handelt. Und zwar hat ein australischer Entwickler jetzt entdeckt, dass er Zugriff auf die vollständigen Namen, Wohnort und auch auf die eMail-Adressen aller Google Play-Kunden hat, die seine App kauften. Selbst die Daten der Nutzer, die den Kauf wieder stornierten, sind für ihn sichtbar. Wie es weiter heißt, sollten diese Daten eigentlich nicht einsehbar sein für Entwickler, sind sie aber eben aufgrund einer vermeintlichen Sicherheitslücke offenbar doch.

Auch in den Nutzungsbedingungen von Google Play ist nichts zu finden, wo steht, dass diese Informationen der App-Käufer an die Entwickler weitergegeben werden, wenn das nicht zwingend erforderlich sei. Lediglich bei Zeitschriftenabos kann die Weitergabe der Daten vom Nutzer verlangt werden, dann aber auch nur mit expliziter Nachfrage der Zustimmung, wie es auch nochmals in den Datenschutzbestimmungen geschrieben steht. Andererseits scheint die besagte Sicherheitslücke keine richtige Lücke zu sein, sondern quasi ein Mitbringsel der Abwicklung von Google Play-Käufen über den eigenen Bezahldienst Google Wallet, da hier der Entwickler direkt die App an den Nutzer verkauft und Google lediglich das Werkzeug dafür bereitstellt. Ähnlich ist es, wenn ich etwas über eBay verkaufe und die Zahlung via PayPal abwickle, auch hier erhalte ich Name und eMail des Verkäufers durch die Zahlungsabwicklung, obwohl diese Daten rein für die Zahlungsabwicklung für mich nicht relevant sind und eine Verknüpfung zur eBay-Transaktion ausreichend wäre.

Ich wäre dafür aus dieser Mücke keinen Elefanten zu machen. Wiederum hat Entwickler und Entdecker dieses Vorgangs Dan Nolan recht damit, dass die Daten zur Einschüchterung von Nutzern benutzt werden könnten, wenn die eine App überaus schlecht bewertet haben. Ganz nach dem Motto „Junge, ich weiß wo dein Haus wohnt.“

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(via ZDnet)

 

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