Google punktet mit Langeweile: Das neue Pixel 10A wirkt wie ein Jahr der Pause

Google Pixel 10A Haertetest Hero

Google scheint bei der A-Baureihe keine Idee gehabt zu haben, mit der offiziellen Präsentation des Pixel 10A bestätigen sich die Befürchtungen der letzten Monate.

Auf den ersten und zweiten Blick erinnert das neue Pixel 10A sehr stark an seinen Vorgänger. Auch unter der Haube tut sich nicht so viel, Google behält sogar den Chipsatz aus 2024 dabei und das bedeutet weiterhin Tensor G4 auf Samsung-Basis statt Tensor G5 aus TSMC-Fertigung.

Das neue Pixel 10A bringt Veränderungen mit, aber diese stecken vor allem im Detail

Es gibt aber auch Fortschritt, den muss man jedoch in den Details suchen. Die Bildschirmränder sind wohl ein wenig schlanker, das Display ist mit 3.000 Nits etwas heller, das kratzfeste Glas ist neuer, das Laden per Kabel mit 30 Watt schneller, die ohnehin flache Kamera steht noch weniger über und es gibt sogar Bluetooth 6.0.

Google überzeugt immer noch damit, dass es hier direkt ab Werk die aktuellste Android-Version gibt und sich Kunden über eine siebenjährige Updategarantie freuen dürfen – Feature-Updates gibt es quartalsweise. Es wird jedoch nicht alle Neuerungen in der Zukunft geben, dafür reicht die Systemleistung des Mittelklasse-Smartphones nicht aus.

Google Pixel 10A Farben

Bei den KI-Funktionen kommt tatsächlich nur der Camera Coach als neue Funktion mit, ansonsten gibt es keine Neuerungen gegenüber „älteren“ Modellen. Erstmals in der A-Serie ist der Notruf über Satellit verfügbar (Satellite SOS), um Rettungsdienste auch ohne Mobilfunknetz oder WLAN zu erreichen.

Beim Speicher gibt es auch keine Veränderungen, die Basisversion für 549 Euro bringt euch 128 GB Datenspeicher und 8 GB RAM mit. Immerhin hat man trotz der Speicherkrise die Preise nicht angezogen. Was leider nicht passierte, anders als im Vorfeld berichtet, ist die Reduzierung der UVP. Hätte mich auch stark gewundert.

Pixel 11A muss schon etwas mehr liefern

Es ist noch etwas früh, aber nach diesem Pixel 10A sind die Erwartungen an das Pixel 11A natürlich umso größer. Google muss sich dann schon etwas mehr einfallen lassen, insbesondere aufgrund der starken Konkurrenten. Vermutlich wird es größere Veränderungen nun nur noch alle zwei oder drei Jahre geben.

Was ich aber grundsätzlich gut finde: Google setzt auf Beständigkeit, die Pixel-Reihe verändert sich nicht jedes Jahr stark. Das ist langfristig wichtig, damit es eine beständig hohe Qualität gibt, mit der Kunden immer rechnen können. Apple macht das schon länger vor, mit Erfolg.

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