Google: Raubkopien sind das Ergebnis fehlender neuer Märkte für legale Inhalte

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Digitale Raubkopien von Musik, Filmen oder sogar schon Magazinen als PDF sind laut Google kein Problem von steigender krimineller Energie, sondern der Bezug solcher Raubkopien ist letztlich einfacher als der Bezug von legalen Inhalten.

Ein Musikalbum herunterladen ist einfacher, als sich das Album auf CD zu kaufen. Klar, so sah es früher aus, doch inzwischen hat sich dieser Markt deutlicher weiterentwickelt. Für bezahlbare Preise bekommt man heute so viel Musik, wie man eigentlich gar nicht hören kann. Tolle Funktionen der verschiedenen Streaming-Dienste ermöglichen dann eine ganz neue Methode Musik zu konsumieren und zu entdecken.

So sieht man das auch bei Google, die in einem Statement gegenüber der australischen Regierung klarmachten, dass der steigende „Handel“ von Raubkopien eher ein Problem fehlender neuer Geschäftsmodelle ist. Raubkopien sind ein Problem des Preises und der Verfügbarkeit der legal erwerbbaren Inhalte.

Neue Märkte

Die Phrase „Märkte müssen sich neu erfinden“ ist nach wie vor passend, vor allem in Deutschland. Industrie, Staat, Behörden und Web-Unternehmen werden sich nicht einig, weshalb man beispielsweise aktuelle Filme und Serien vergeblich legal im Netz sucht. Aktuelle Filme können erst dann online geliehen werden, wenn auch die Blu-Ray/DVD in den Handel kommt, was deutlich das Klammern an den alten Strukturen zeigt.

Preise

Was mich persönlich noch stört? Das Leihen eines aktuellen Films bei Sky oder im Web ist nicht günstiger als das Ausleihen eines physischen Datenträgers aus der Videothek um die Ecke. Natürlich müssen Serverstrukturen, Lizenzen usw. bezahlt werden, doch wirklich attraktiv sind neuen Angebote dadurch nicht wirklich, zumindest was den Markt von bewegtem Bild anbelangt.

Erst ältere Inhalte bekommt man günstig in einer Flat bei Amazon Instant Video und anderen Diensten.

(via Torrentfreak, Caschy)

  • FormelLMS

    Sagt ausgerechnet Google mit seinem ganzen US only Mist….

  • Le Brrrrrr

    Für Leute die es sich leisten können und wollen trifft das sicher zu. Bei Menschen mit wenig Geld und jungen Leuten (wenig Geld), wird das wohl weiterhin so bleiben.

    Was meiner Meinung nach fehlt ist eine Globalisierung des Angebots. Ich kenne Leute, die sich wirklich gerne HBO für HBO Go kaufen würden oder Dienste wie Netflix. Die USA können sich bei Warner Brothers online alle Batman (Cartoon Serie) Folgen gratis ansehen (mit Werbung denke ich). Warum kann ich das als Europäer nicht? Southparkstudios bietet ja auch weltweit alle Folgen als gratis Streams an.

    Stellt euch mal vor welche Werbeeinnahmen man mit der neusten GoT Folge einfahren könnte, wenn man diese weltweit auf einer Internetseite kurz nach der TV Ausstrahlung als Stream anbietet.

    Entscheidend ist auch (zumindest für mich) in welcher Qualität die Medien kommen. Wenn ich kristallklares HD bekommen kann, dann warte ich auch. Egal wie lange der Download dauert.

    Wenn es im echten Leben auch so einfach und fast ohne Konsequenzen wäre zu stehlen, dann würden wir das auch tun.

    Es ist auch eine Bewusstseinssache. Ich bin damit aufgewachsen. Bei mir wird sich vermutlich nicht mehr viel ändern.

  • Lightspeed

    @FormelLMS:disqus, das liegt aber nicht daran, dass google nicht außerhalb der US und A streamen will, sondern eher an den Gesetzgebungen und Urheber/Verwertungsrechten der anderen Länder. Wenns nach Google ginge, würde man in allen Ländern jedes Medium in allen Sprachen anbieten. Leider erlaubt ihnen das die Weltmarktwirtschaft nicht, weil ja sonst der normale Bürger ohne weiteres an alles kommen kann für eine einmalige Bezahlung und man ihnen nicht weiter das Geld aus den Taschen ziehen kann.

    • Le Brrrrr

      Dollar-Euro Preisumwandlung in 1:1 for the win….