Google schränkt Web-Suche auf Smart Displays stark ein

Lenovo Smart Display Yasin Hasan K5r9sgdagjc Unsplash

Unsplash/Yasin Hasan

Ach Google, Veränderungen sind ja in Ordnung - aber die sollte man auch vernünftig kommunizieren. Das war hier nicht der Fall.

  • Googles Smart Displays haben einen integrierten Browser.
  • Allerdings wurde klammheimlich ein Update eingespielt.
  • Jetzt können ihn nur noch „kompatible Geräte“ nutzen.

Zugegebenermaßen kam ich bis heute nicht in die Verlegenheit, um auf meinem Nest Hub eine Website über den integrierten Browser aufzurufen. Schließlich muss man darauf vertrauen, dass das Mikrofon die genannte URL auch richtig versteht, weil ja keine Eingabe über eine Tastatur zur Verfügung steht. Auch von den verschiedenen Startseiten des Smart Displays lässt nichts vermuten, dass ein Browser an Bord ist.

Jedenfalls gibt es Menschen, die diese Funktion nutzen wollen, es aber nicht mehr können. Betroffen sind unter anderem Besitzer eines Lenovo Smart Displays, die neuerdings eine recht eindeutige Fehlermeldung beim Versuch, eine Webseite aufzurufen, angezeigt bekommen. „Can’t be shown – Websites are turned off for this device“ zusammen mit einem Link, der zunächst nicht einmal funktionierte.

Google Smart Display Safe Search Cant Show Website
Quelle: silpheed/Google Forum

Google reagiert erst auf Nachfrage

Das hatte einen verständlicherweise verwirrten Eintrag im Google-Support-Forum zur Folge, was eine Community-Managerin zur Reaktion zwang. Dieser hat immerhin erklärt, dass kürzlich die SafeSearch-Technologie in den Web-Browser auf allen kompatiblen Smart Displays eingebaut wurde – und Geräte, die nicht kompatibel sind (darunter offenbar das Lenovo Smart Display), könnten diese Funktion halt nicht mehr nutzen. Die Managerin verweist auf die Möglichkeit, den Link aufs Smartphone schicken zu können.

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Quelle: Screenshot

„Explizite Webseiten“ (sprich: Pornos) können übrigens auf überhaupt keinem Smart Display geöffnet werden. Dieser Filter lässt sich nicht deaktivieren.

Google begründet die Entscheidung damit, dass die Ergebnisse von Smart Displays von allen Mitgliedern eines Haushalts gehört oder gesehen werden könnten. Während man die Argumentation noch irgendwo nachvollziehbar ist, ist die Kommunikation in dem Fall mal wieder ein Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen sollte (die Bewertungen des Foreneintrags sprechen ihre eigene Sprache). Welche Smart Displays „kompatibel“ sind, wird übrigens auch im Hilfebereich nicht verraten. Nutzt ihr den Browser auf eurem Smart Display? 

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