Google hat kurz nach neuen Gesetzen in den USA bekannt gegeben, dass der Standortverlauf auf Mobilgeräten ein wichtiges Upgrade erhält.

In Amerika wird leider immer noch oder jetzt erst wieder Jagd auf Frauen gemacht, die über die eigene Schwangerschaft selbst entscheiden wollen. Skandalöse gerichtliche Entscheidungen gibt es dort, aber das soll jetzt nicht unser Thema sein. Viel mehr finden wir spannend, wie Google darauf reagiert hat. Nämlich mit einem neuen Feature für den Standortverlauf der Google-Dienste auf Android-Mobilgeräten.

Standortverlauf wird nicht mehr jeden Ort speichern

Beginnend in den USA, wird dort der Standortverlauf alle Standorte automatisch wieder vergessen, die ich als „sensible medizinische Einrichtungen“ beschreiben würde. Darunter befinden sich medizinische Einrichtungen wie Beratungsstellen, Unterkünfte für häusliche Gewalt, Abtreibungskliniken, Fruchtbarkeitszentren, Suchtbehandlungseinrichtungen, Gewichtsverlustkliniken, Kliniken für kosmetische Chirurgie und andere.

Google will Nutzern mehr Privatsphäre einräumen

Stellt die Software fest, dass ihr einen solchen Ort besucht habt und euer Handy dabei gehabt hattet, wird der jeweilige Standort aus eurem Verlauf automatisch entfernt. Somit gibt euer Standortverlauf nicht mehr her, dass ihr eine solche Einrichtung besucht habt. Google betont für dieses Feature die Wichtigkeit der Privatsphäre und den besseren Schutz bei besonders sensiblen bzw. privaten Themen.

Google nennt nicht im Detail, ob und wann diese Veränderung des Standortverlauf-Feature auch international verfügbar ist. Alternativ kann man besuchte Orte weiterhin jederzeit manuell entfernen. Dafür mal Google Maps auf eurem Smartphone öffnen und dort einen Blick auf die Zeitachse werfen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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