Google ist weiterhin damit beschäftigt das Internet sicherer zu machen. Die nächste neue Funktion hilft allen Nutzern echte URLs schneller zu erkennen.

Mit seinem Chrome-Browser hat Google viel Einfluss auf das Web, kein anderer Browser ist weltweit so stark bei den Nutzern vertreten. Jetzt erklärt Google seine weiteren Schritte für mehr Sicherheit, die sich auf die Adressleiste niederschlagen. Darin zeigt der Browser zukünftig nur noch den wichtigsten Bestandteil einer URL, was für die Nutzer einen zusätzlichen Schutz darstellen soll. Google erklärt, warum und wie das funktioniert.

Wichtigster Bestandteil einer URL ist nicht manipulierbar

Über einen verwirrenden Aufbau der URL kann ein Betrüger dem Nutzer eine bekannte Webseite vortäuschen, dabei befindet sich der Nutzer möglicherweise auf einer Phishing-Webseite. Um die Echtheit der Webseite leichter erkennbar zu machen, hebt der Chrome-Browser nur noch den wichtigsten Teil der URL hervor, der nicht manipulierbar ist. Beispielsweise .facebook.com oder .google.com, das ist der entscheidende Teil.

  • Echte Adresse: en.facebook.com/home
  • Phishing Adresse: en.xyz.com/facebookcom/home

Ist die URL auf seinen Hauptbestandteil verkürzt, lässt sich für den Nutzer schneller erkennen, ob es sich um die tatsächlich gewollte Ziel-URL oder um eine Fälschung und daher gefährliche Webseite handelt.

Ein neues Experiment für den Chrome-Browser ab Version 86 zeigt die vollständige URL nur, wenn der Nutzer mit dem Mauszeiger über die Adressleiste (Omnibar) fährt:

Testlauf für verkürzte URL-Darstellung

Direkt beim Nutzer will Google prüfen, welche der neuen Methoden gut und für den Alltag geeignet sind. Nutzer können bei jedem Test stets die vollständige URL anzeigen lassen. Per Mausgeste wie im GIF oder durch die dauerhafte Reaktivierung der Anzeige der vollständigen URL.

Welche Anzeigemethode am Ende der neue Standard ist, dürften erst die nächsten Monate zeigen.

via Google

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

Nehmen Sie an der Konversation teil

4 Kommentare

  1. Ich halte das für den falschen Weg. Eine vernünftige Aufklärung der Benutzer wäre viel wichtiger, als ihnen die Kontrolle zu entziehen

  2. Ah ja,“um uns Nutzer zu schützen“. Ihr habt ja auch die totale Hirnwäsche von Google kassiert, meine Güte… Es wird schon seit Jahren die Domain hervorgehoben.

    Google will die Nutzer nicht schützen, sondern entmündigen und „dumm machen“, um mehr Kontrolle über ihr Verhalten zu haben.

    1. Ich würde vermutlich 90 % der normalen Nutzer in meinem Umfeld fragen können, ob sie diesen farblichen Unterschied jemals wahrgenommen haben und alle würden abwinken.

      Wenn du mir jetzt sagst, wie du auf „entmündigen“ und „dumm machen“ kommst, woran du das fest machst, könnte ich mit deiner Interpretation der Dinge mehr anfagen.

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.