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Android

Gratis-Apps wollen mehr private Daten, aber warum ist das so?

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

google-play-logo

google-play-logoWenn zwischen Android und iOS ein Unterschied besteht, der schon seit Jahren Thema ist, dann sind es die in der Regel unterschiedlichen Preise bekannter und beliebter Apps. Oftmals sind Apps unter Android kostenlos und mit Werbung versehen, die wiederum in iOS ohne Werbung daher kommen aber dafür auch mindestens 76 Cent bzw. jetzt 86 Cent kosten. Das wohl berühmteste Beispiel ist der Messenger WhatsApp, obwohl der dreiviertelste Euro sicherlich auch für Android-Nutzer nicht zu viel wäre. Hauptsächlich liegen die unterschiedlichen Preise aber daran, weil es unter Android bis heute nur eingeschränkte Bezahlmethoden gibt.

Zwar besitzt in den USA jeder eine Kreditkarte, in Deutschland oder Europa aber sieht das etwas anders aus, hier sind vor allem auch Bezahldienste wie Clickandbuy populär und werden gern genutzt, bei iOS bietet man beides an. Die Menschen hierzulande besitzen offenbar lieber einen Account bei einem Online-Bezahldienst, anstatt eine Kreditkarte, zudem ist die in Google Play verfügbare App-Bezahlung via Mobilfunkrechnung nicht bei jedem Netzanbieter nutzbar.

So ist also das Resultat daraus, dass Android mit mehr kostenlosen Apps aufwarten kann und fast muss, die dafür aber eben mit Werbung versehen sind. Eine Studie zeigt nun, dass vor allem kostenlose Apps zugleich auch mehr Berechtigungen fordern, die für den Zugriff auf private Daten zuständig sind oder für die Kommunikation nach außen via Telefonat oder SMS-Nachricht.

Die lange Einleitung hatte ich getippt, um euch zu erklären, warum das so ist. Denn unter anderem benötigt In-App-Werbung bzw. Werbung generell euren möglichst genauen Standort, um eben passende Werbeanzeigen auszuliefern. Soll heißen, mir nutzen die Spezialangebote eines Münchner Media Markt nichts, wenn ich mich in Hamburg aufhalte, daher ist vor allem die Lokalisierung interessant für Werbenetzwerke. Weniger vertrauenswürdige Werbung benötigt auch den Zugriff auf die SMS-Funktion, unter anderem für die altbekannte „Abofalle“.

Und auch wenn Werbung in Apps den einen oder anderen Nutzer nerven mag, die Entwickler müssen eben auch von irgendwas leben. Das Problem liegt also eher an den eingeschränkten Bezahlmethoden des Play Stores und der daraus bis heute resultierenden „Kostenlosmentalität“ der Android-Nutzer. (quelle)

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1 Kommentar
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1 Kommentar

  1. Er Han

    6. November 2012 at 16:15

    Darum denke und hoffe ich vor allem, dass diese Art der Bezahlung mit privaten Daten irgendwann aufhört!

    Wenn eine App gut programmiert ist und vom Entwickler auch supported wird, dann bin ich auch bereit etwas zu zahlen, oder vielleicht auch ein bisschen mehr.

    Es sollten auch langsam mal die Vergleiche aufhören, welche Plattform wieviele Apps in seinem Market hat. Die Qualität der Apps sollte im Vordergrund stehen.

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