HTC äußert sich zu Android-Updates (Interview)

Google entwickelt Android und veröffentlicht neue Versionen nach Fertigstellung, sodass jeder Entwickler darauf zugreifen kann, was natürlich auch die großen Hersteller von Smartphones machen. Dennoch schafft es selten ein Hersteller, neue Geräte auch mit der zur jeweiligen Zeit verfügbaren aktuellsten Android-Version in den Handel zu bringen. Natürlich stellen wir uns immer die Frage, warum das eigentlich so ist, doch die Antwort ist relativ einfach. Denn im Entwicklungsprozess eines Gerätes wird irgendwann ein Stopp eingelegt, Fabian Nappenbach bezeichnet es im Interview mit den Kollegen von TechStage als Redaktionsschluss. Zu diesem Zeitpunkt kann natürlich nur die zu dieser Zeit aktuell stabilste Android-Version eingesetzt werden, was beim HTC One in 2012 eben noch Android 4.1.2 war und nicht Android 4.2. Besonders der Prozess der Qualitätsoptimierung benötigt enorm viel Zeit, weshalb auch spätere Android-Updates oftmals länger dauern, als das dem Nutzer lieb ist.

Bei einzelnen Firmware-Updates ist der Entwicklungsprozess nochmals länger, als das bei der Neuentwicklung eines Gerätes der Fall ist. Das liegt an den verschiedenen Szenarien, unter welchen das Update natürlich funktionieren muss, denn jeder Nutzer hat sein Gerät anders konfiguriert und gestaltet, was berücksichtigt wird aber zugleich einen enormen Mehraufwand für die Qualitätsoptimierung bedeutet.

Ein natürlich ungern gehörter aber sehr wichtiger Aspekt ist auch, dass die kostenlose Verteilung von neuen Versionen eines Betriebssystems eigentlich kein Marktstandard ist und sich auch nur bei mobilen Geräten in den letzten Jahren so entwickelte. Eigentlich haben wir als Käufer lediglich eine Garantie bzw. einen Anspruch auf Fehlerbehebung, nicht aber auf neue Major-Updates des Betriebssystems. Sicherlich spielt hier auch die Schnelllebigkeit des Marktes eine Rolle, die uns immer das Gefühl vermittelt, alles was mit Updates zu tun hat würde immer ewig lange dauern.

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(via n-droid)

  • mr t

    warum klappt es dann mit community roms so schnell?

    • dennyfischer

      Erklärt sich doch von selbst, die haben keine Abteilung für Qualitätssicherung, das kann man nicht miteinander vergleichen. Das „Coden“ geht schnell, der Rest dauert lange Zeit..

    • und das Coden vom Puren Android bzw. das reine Compilieren für ein Spezielles Gerät geht um einiges schneller als alle Custom-Apps der Hersteller auf den neuen Betriebsystems-Stand anzupassen. Wie schon oft gesagt, würden die Hersteller auf diese Spielereien verzichten bräuchten sie nur ihr Hardware Binäries in den Google Code Einfügen und fertig wäre das neue Android.

  • Zukide

    Erinnert sich noch jemand an die Presse Konferenz (ich glaube bei 4.0) als alle großen Hersteller und Google versprochen haben jedes Telefon mindestens 18 Monate mit Updates zu versorgen?

    • dennyfischer

      Mit Einschränkung, die man ja gerne als Ausrede nutzt, Stichwort Hardware.

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