HTC hat sich schon vor Jahren ein Problem eingebrockt, welches jetzt erst so richtig deutlich wird. Denn der weniger versierte aber interessierte Kunde kann die verschiedenen Generationen der Geräte nicht mehr unterscheiden. Nachdem in den letzten Tagen und Wochen schon immer wieder Fragen von Freunden bei mir einflatterten, kam heute wiedermal die Frage auf, welches […]

HTC hat sich schon vor Jahren ein Problem eingebrockt, welches jetzt erst so richtig deutlich wird. Denn der weniger versierte aber interessierte Kunde kann die verschiedenen Generationen der Geräte nicht mehr unterscheiden.

Nachdem in den letzten Tagen und Wochen schon immer wieder Fragen von Freunden bei mir einflatterten, kam heute wiedermal die Frage auf, welches HTC One denn nun eigentlich das neue Modell und welches das alte Modell ist. Und tatsächlich ist HTC den kompliziertesten Weg gegangen, der zur Verfügung war. Prinzipiell ist es meines Erachtens ein schlechtes Zeichen, wenn der Kunde erst recherchieren muss, um herauszufinden, welches das aktuelle Modell ist.

Fehlende Struktur bei der Namensvergabe

Schon die Struktur in den vergangenen Jahren war dämlich, was übrigens auch alle anderen Hersteller so langsam erkennen. Prinzipiell wäre es schon mal hilfreich, einen festen Namen für ein bestimmtes Portfolio zu vergeben. Samsung bezeichnet die eigenen Android-Geräte als Galaxy, Sony als Xperia und LG zumindest teilweise als Optimus. Dann sollte man wohl noch die Preisklassen unterscheiden können, was immerhin bei Samsung sehr gut funktioniert, zumindest hat das Top-Modell einen eindeutigen Namen.

Bei HTC gab es bislang allerdings nicht so einen einprägsamen Namen, wobei das nicht wahnsinnig wichtig war, weil HTC sowieso fast ausschließlich Android-Smartphones baut. Doch fürs Marketing wäre das hilfreich gewesen. Zumindest die Bezeichnung der Flaggschiff-Serie war so unübersichtlich wie kaum woanders. Die Top-Geräte der vergangenen Jahre hießen erst Desire, dann Sensation, dann One X/XL, dann wieder nur One und jetzt wieder One mit einer weiteren Bezeichnung (in diesem Jahr M8).

Der komplizierte Weg

Kein Wunder also, dass die Leute auf mich zukommen und verunsichert sind, weil sie mit diesen Namen nichts anfangen können. Kein normaler Mensch wusste bislang, dass das erste HTC One aus dem vergangenen Jahr den internen Codenamen M7 trug. Umso irritierender ist der Name One M8 der neuen Generation, um die von der alten zu unterscheiden. Die zweite Bezeichnung für die jeweilige Generation führte man im letzten Jahr noch nicht ein, weil man da wahrscheinlich nicht wusste, wie man die Namenstruktur fortsetzen wird.

Und jetzt hat man den Salat. Die vermeintlich vorteilhafte Struktur der einheitlichen Namensgebung stiftet nur Verwirrung. Und statt den Codenamen einfach das jeweilige Jahr in den Namen zu integrieren, was bei einer jährlichen Auffrischung des Gerätes auch logisch wäre, war dann wohl wieder zu einfach.

Jetzt ist es zu spät

Der Markt der Smartphones ist inzwischen gesättigt. HTC kam etwas spät auf die Idee, ein einheitliches Design und einen mehr oder weniger eindeutigen Namen einzuführen. Das tut besonders weh, weil man zusehen muss, wie besonders die Hersteller erfolgreich sind, die seit Jahren ein wiedererkennbares Design und eine eindeutige Bezeichnung für ihre Geräte pflegen. Ob das entscheidende Gründe für oder gegen Erfolg sind, kann ich allerdings nicht belegen, denn HTC behauptet mit dem One 2013 einen nie da gewesenen Bestseller gehabt zu haben.

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Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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