In Deutschland stand Huawei knapp vor einem Verkaufsverbot, das konnte allerdings noch abgewendet werden. Es ging mal wieder um Patente, einen Lizenzvertrag hat Huawei letztlich doch noch unterschrieben. Unter anderem setzen chinesische Hersteller auf einen Kompressionsstandard für Videos (H.264/AVC), der für die Einsatzzwecke auf kommerziell vertriebener Hardware lizenziert werden muss. Lizenziert hatte man diesen bislang aber nicht, weshalb die MPEG LA in Deutschland gegen Huawei und ZTE klagte.

Huawei wird beobachtet

Eine erfolgreiche Klage brachte die Hersteller letztlich dazu, sich mit den Leuten der MPEG LA an einen Tisch zu setzen und Verträge auszuhandeln. Es ist kein ganz neues Problem, chinesische Hersteller nehmen es mit Patenten und Lizenzierungen nicht immer ganz so ernst. Huawei steht derzeit weltweit allerdings noch stärker unter Beobachtung, man wirft dem Konzern unter anderem Spionage für die chinesische Regierung vor. (via)

Update vom 15. Januar: Tom O’Reilly von MPEG LA teilte mit, es habe doch keine Einigung mit Huawei gegeben. Nachfragen zu den Hintergründen und warum eine Einigung nicht zustande kam, obwohl Huawei nach eigener Darstellung die Lizenzvereinbarung unterschrieben hatte, wollte O’Reilly nicht beantworten.

Nichtsdestotrotz sind wir uns sicher, Huawei wird ein Verkaufsverbot verhindern.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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