Feed-Beiträge bei Instagram in der Story zu teilen gehört zum Konzept mancher Accounts. Das gefällt dem Netzwerk allem Anschein nach nicht.

Instagram ist nach TikTok und Twitter das Soziale Netzwerk, in dem ich am meisten Zeit verbringe. Ich nutze es sowohl zur Inspiration für meine Fotografie als auch um immer wieder in Schüben meine Lieblingsfotos zu veröffentlichen, bis mich das Ganze nur noch anstrengt.

Die Fotoplattform aus dem Hause Facebook hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt. Vor allem Bewegtbild nimmt immer mehr Platz ein, mit Videos direkt im Feed, in IGTV, in Reels oder nicht zuletzt auch in den Storys.

Instagram will mehr Original-Content

Die Storys verkommen aber immer mehr zu einem Ort, an dem Creators lediglich ihre Feedpostings zweitverwerten und damit versuchen, noch ein paar Likes abzugreifen. Schließlich kann man sich nicht immer auf den Algorithmus verlassen, dass Fans neue Fotos auch zeitnah im Feed angezeigt bekommen.

Manche geben sich dabei mehr, manche weniger Mühe. Unabhängig davon ist es jedenfalls offenbar nicht im Interesse von Instagram, dass es derart überhandgenommen hat.

Matt Navarra, der regelmäßig Neuerungen aus Social Media ausgräbt, hat auch dieses Mal eine Veränderung beobachten können. Nutzer können demnach Beiträge aus dem Feed nicht mehr in der eigenen Story teilen. Bei mir ist das Feature noch verfügbar.

Es handelt sich wohl nur um eine bestimmte Nutzergruppe, der Instagram die Funktion verbietet, genauso wie manche Nutzer nicht mehr die genaue Like-Zahl eines Beitrags einsehen können.

Einerseits kann man verstehen, dass Instagram in den Storys lieber originalen Content sieht. Schließlich werden die Reels auch mit Inhalten geflutet, die zuerst bei TikTok erschienen und dann selbst schamlos mit dem Watermark bei Instagram recycelt werden. IGTV-Vorschauen und Tweets sind von der Änderung nicht betroffen.

Wird Instagram dadurch asozialer?

In meinem Verständnis betrifft das nicht nur die eigenen Feed-Beiträge, die sich nicht der Story hinzufügen lassen, sondern auch die Beiträge aller anderen Nutzer.

Größere Accounts nutzen ihre Storys auch manchmal dafür, um anderen Creators Shoutouts zu geben und so ihre Followerschaft auf sie aufmerksam machen zu können. Diesen durch und durch sozialen Effekt einfach abzuschalten, halte ich nicht unbedingt für eine gute Idee. Was meint ihr? 

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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