Wir alle sollen sparen. Heizen sollen wir nur wenig und nur wenn notwendig, den Energiebedarf sollen wir allgemein verringern. Obwohl wir bei uns gesicherte Gaspreise bis Ende 2023 haben, wollte ich dennoch mal Anpassungen vornehmen, damit wir zu Hause intelligenter heizen und daher weniger verbrauchen.

In den letzten Jahren war mir das ehrlich gesagt ziemlich egal. Selbst mit unserem nicht gerade nachhaltigen Heizverfahren waren wir aufgrund der Energiepreise günstig. Ich habe die Heizungen durchballern lassen. Das soll sich aber ändern. Also habe ich geschaut, wie wir das tun.

Für den vollen Komfort habe ich mich schlussendlich für die Thermostate von tado entschieden. Das System ist etabliert, die Konkurrenz kostet auch nicht viel weniger. Unterm Strich sind rund 280 Euro für Bridge und vier Thermostate angefallen. Dieses Geld muss man über die Dauer erst mal gespart haben, aber ich bin guter Dinge.

Bei so handwerklichen Dingen lasse ich mir in der Regel ein paar Tage Zeit. Bei tado war das aber nicht notwendig, die Thermostate sind sehr schnell installiert. Aber nicht nur das, auch die Einrichtung geht schnell und einfach von der Hand. Damit hätte ich nicht gerechnet, eigentlich hakt es immer irgendwo.

Ich habe die (sehr kleine) Bridge per Kabel mit dem Router verbunden, damit sie ins Internet kann. Über die offizielle App wurde die Bridge sofort gefunden und an mein neues tado-Konto gebunden. Nun ging es an die Thermostate, die genauso einfach zu verbinden sind. Wenige Schritte gehen leicht und schnell von der Hand.

Zunächst muss man im Thermostat eine Lasche ziehen, damit die Batterien das Gerät mit Strom versorgen können. Danach startet man in der App den Pairing-Modus der Bridge und fügt neue Geräte hinzu. Ihr scannt einen QR-Code, der auf dem Thermostat klebt und haltet ein paar Sekunden lang die Reset-Taste gedrückt.

Nur wenige Sekunden später taucht das gefundene Thermostat in der App auf und kann einem Raum zugeordnet werden. Das wiederholt ihr für jedes Thermostat. Und tatsächlich klappte der Einrichtungsprozess jedes Mal gleich schnell und einfach. Es gab keine Ausnahme.

In der App, die schnell ist und intuitiv, stellt ihr dann um Beispiel für die jeweiligen Räume eure Zeitpläne ein. Weil bei uns die meisten Tage ähnlich laufen, greifen wir zunächst auf simple Zeitpläne zurück. Ihr könntet aber auch Geofencing nutzen, damit sich die Heizungen zum Beispiel runterfahren, wenn ihr das Haus verlasst.

Zack fertig, heizen wir dank tado jetzt smart. Heißt auch, dass ihr zum Beispiel einstellen könnt, ob bei offenen Fenstern die Thermostate sich automatisch für einen bestimmten Zeitraum ausschalten sollen. Einige smarte Funktionen sind mit „Auto-Assist“ allerdings kostenpflichtig (24,99 Euro/Jahr).

Direkt am Thermostat ist ein Drehknopf, außerdem ist mit LEDs ein Display integriert. Man kann also jederzeit auch wie beim klassischen Thermostat die Temperatur verändern und sie ablesen. Weitere Icons verraten, ob ihr im manuellen oder automatischen Modus seid.

Ich kann die Geräte von tado auf den ersten und zweiten Blick empfehlen. Aber die anfängliche Investition ist erst mal ordentlich. Wir brauchen bei uns noch ein weiteres Thermostat, die anderen Räume ignorieren wir erst mal. Dann bin ich aber bei über 300 Euro.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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4 Kommentare

  1. Habe seit über einem Jahr die von Eve. Die großen Vorteile: Günstig und ohne Bridge. Wird direkt mit AppleHome angesteuert.

  2. Dass die „smarten“ Funktionen, wie Fenster Offen Erkennung, nur mit einem kostenpflichtigen Abo nutzbar sind, ist ein Witz.
    Würde ein solches Thermostat 20€ kosten, würde ich daruber hinwegsehen. Aber nicht bei einem solch hohen Anschaffungspreis.
    Ich kaufe mir auch keinen Porsche und muss dann in einem Abo für mehr Motorleistung bezahlen.

  3. Und jetzt erkläre mir bitte jemand, warum die Dinger eine Verbindung zum Internet brauchen.
    Alles was die können müssen kann auch wunderbar lokal auf dem Thermostat oder der Bridge laufen. „Smarte“ Funktionen wie „Ich muss unbedinge meine Heizung aus dem Ausland schalten können“ jetzt mal aussen vor gelassen.

  4. Hatte die auch. Sind allerdings ganz schön laut beim Justieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Thermostaten schalten die von Tado komplett auf oder komplett zu. D.h. besonders morgens heißt es dann von kalt zu heiß in wenigen Minuten. D.h. erst laute Stellgeräusche und dann Heizkörperknacken. Ich bin wieder zurück zu analogen Thermostaten und beweg die zwischen 2 und 3. Viel entspannter und der Spareffekt mit diesen Tados war auch nicht da.

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