JBQ verlässt das AOSP – Google verliert weiteren wichtigen Mann

jbq google plusVor bald einem halben Jahr hatte Andy Rubin als einer der Mitbegründer Android verlassen und jetzt geht der weltberühmte Jean-Baptiste Queru. Er war einer der wichtigsten Teile des Android Open Source Projects aber wird es jetzt aufgrund interner Probleme verlassen. Ja, auch hier gibt es Probleme, die die Mitarbeiter zum Weggehen bewegen. In diesem Fall ist wohl Qualcomm der schwarze Kater, denn es kann aufgrund der integrierten Grafikeinheit des im neuen Nexus 7 (2013) verbauten SoC derzeit kein Factory Image und offenen Treiber-Support geben. Open Source ist so also nicht möglich, was der auf den Namen JBQ hörende Entwickler wohl schon seit einem halben Jahr bemängelt und sich seither nichts getan hat.

Der Entwickler selbst hat die Nase voll, er geht, verlässt das Android Open Source Project als ein enorm wichtiges Bindeglied zwischen den Android-Entwicklern und der Android-Community. Kein anderer Mitarbeiter aus diesem Bereich hat wohl so offen kommuniziert, so viele Details offen gelegt und sie näher erläutert, damit die Community bestimmte Vorgänge besser versteht und nachvollziehen kann.

Aber geht er ganz? Das steht nicht fest. Aus seinem Beitrag auf Google+ kann man nicht entnehmen, ob JBQ nun Google komplett verlässt oder nur mehr keine Lust auf die Arbeit im AOSP hat. So oder so ist seine Entscheidung aber ein Verlust.

Well, I see that people have figured out why I’m quitting AOSP.

There’s no point being the maintainer of an Operating System that can’t boot to the home screen on its flagship device for lack of GPU support, especially when I’m getting the blame for something that I don’t have authority to fix myself and that I had anticipated and escalated more than 6 months ahead.

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(Bild: Google+)

  • Ted

    Leute kommen und gehen, wenn alteingesessene gehen ist dies immer auch eine Chance für frisches Blut mit neuen Ideen.

    • dennyfischer

      Absolut richtig. Beunruhigend sind allerdings die Gründe, denn die Leute gehen nie, weil alles schön war, sondern weil es mehr oder weniger ernsthafte Probleme gab.

  • Alexander Adelung

    Es müssen aber erstmal wieder Leute mit diesem Wissen den Weg dorthin finden… :-(

    • Ted

      Klar stimmt, aber wenn eine Person nicht ersetzbar ist, hat die Firma sowieso einen gewaltigen Fehler gemacht.

      • Mort74

        Ersetzbar ist langfristig fast jeder, fraglich ist aber immer, wie lange das dauert und wie brauchbar der Ersatz ist. Es ist halt nicht jeder Job so, dass man ein paar Grundlagen erlernt und dann überall gleich loslegen kann.
        In diesem Fall muss man erst einmal alle wichtigen Leute kennen und einschätzen und das richtige Gespür im Umgang damit haben, die Ziele von Open Source konsequent vertreten und dann auch noch die technische Seite ausreichend überblicken. Sicher nichts, wofür es scharenweise Bewerber gibt, die in 1-2 Monaten ansatzlos übernehmen können.

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