Folge uns

Jimmy V53 ausprobiert: Federleichter Akkustaubsauger im Test

Denny Fischer

Veröffentlicht

in Gadgets & Sonstiges

am

Jimmy V53 Testbericht

Ein günstiger Akkustaubsauger im Wert von 200€ mit viel Zubehör und guter Leistung? Das gibt es sehr wohl, zeigt der Testbericht zum Jimmy V53.

Hin und wieder probieren wir auch Gadgets abseits unserer eigentlichen Themen aus. Seit ein paar Wochen haben wir einen Jimmy V53 für einen Testbericht bei uns, ein federleichter Akkustaubsauger im modernen Design. Könnte man auch durchaus als Dyson-Nachbau sehen. Nur wesentlich günstiger und für die meisten Leute ausreichend. Ich habe seit dem Einsatz von Saugrobotern überlegt, wie wir diese unterstützen oder gegebenenfalls wieder ersetzen können. Wahrscheinlich sind wir jetzt sogar fündig geworden, denn der Jimmy V53 konnte uns in den ersten Wochen ziemlich begeistern.

Zum gerade erwähnten Thema: Ich setze aktuell auf einen Eufy-Saugroboter im oberen Bereich der Wohnung und habe ein ähnliches Gerät im unteren Bereich der Wohnung. So weit, so okay. Aber nicht nur unser Teppich bereitet den Saugrobotern diverse Probleme, auch kommen diese Geräte bei Weitem nicht in jede Ecke und auch die Treppe ist zwangsläufig ein unüberwindbares Hindernis. Wir müssen gewisse Bereiche also weiterhin selbst saugen oder vor einem Reinigungslauf für den Roboter beräumen. Smarthome? Eher nicht.

Alte Sauger saugen gut, sind aber verdammt schwer

Zwar besitzen wir noch einen alten Miele-Staubsauger, der einem fast das Fensterglas aus dem Rahmen zieht. Doch das Teil ist schwer, hat ein Kabel und benötigt Beutel. Außerdem ist der Kopf relativ ungelenkig und aufgrund seiner Größe kann der Miele-Staubsauger nicht gerade als handlich bezeichnet werden. So viel also zu unserer Story. Ich hatte zuletzt ohnehin schon meinen Blick auf Roidmi, Jimmy und Dreame geworfen, die allesamt durchaus attraktiv sind. In Zusammenarbeit mit Geekmaxi konnten wir uns dann auf einen Jimmy V53 einigen, der preislich mit ca. 190€ irgendwo in der Mitte liegt.

Übrigens hat diese chinesische Marke meines Wissens absolut gar nichts mit Xiaomi zu tun. Wird aber in den Shops überall so angegeben. Roborock und Roidmi sind Marken von Xiaomi, die restlichen Hersteller hatten meist nur erfolgreiche Crowdfunding-Projekte auf der Xiaomi-Plattform Youpin. Wie dem auch sei, am Ende kommt eh ziemlich viel Hardware aus den gleichen Fabriken. Der Name auf den Geräten spielt wohl eher eine untergeordnete Rolle. Sieht man auch, wenn man die „verschiedenen“ Geräte und ihre Bauweise mal miteinander vergleicht.

Jimmy: Unser neuer Akkustaubsauger hat einen Namen

Irgendwie ein cooler Name, Jimmy. V53 ist das Modell. Fragt mich nicht, was die anderen besser oder schlechter können. Ich hatte im Netz geschaut und kam zu dem Entschluss, dass der V53 unsere Bedürfnisse erfüllt und dafür auch noch äußerst günstig ist. Bewiesen hat das bereits der Lieferumfang. Fünf Aufsätze sind mit dabei. Ein großer Kopf mit elektrischer Rolle, ein kleiner Kopf mit elektrischer Rolle (Milbenaufsatz) und diverse einfache Bürstenaufsätze. Eine Verlängerung aus Aluminium, ein Akku und eine simple Wandhalterung sind ebenfalls im Paket gewesen. EU-Netzteil und -hoffentlich echtes – CE-Logo runden das Paket ab.

Jimmy V53 Testbericht

Nutzbar ist der Jimmy mit und ohne Verlängerung. In kurzer Version sind also auch das Bett, die Couch und die Autositze schnell sowie handlich gereinigt. Zu den erwähnenswerten Features gehört außerdem der wechselbare (!) Akku, der sich im und außerhalb des Saugers laden lässt. Auch der Einschaltknopf ist erwähnenswert. Während dieser bei einigen anderen Geräten dauerhaft betätigt werden muss, könnt ihr ihn bei diesem Sauger nach dem Einschalten direkt wieder loslassen. Ich wollte ja Komfort gewinnen, nicht verlieren.

Ein Leichtgewicht mit dem selbst Treppen Spaß machen

Unsere langer Treppenaufgang mit 19 Stufen hat noch nie Spaß gemacht zu saugen. Jetzt aber schon. Oder zumindest ist es eine Aufgabe, wegen der ich jetzt nicht mehr nachts schweißgebadet aufwache. Ohne Mist, der Jimmy hat einen derart beweglichen Kopf und ist so federleicht, dass die Wohnung inklusive Treppe schnell und äußerst komfortabel gesaugt ist. Auch alle Ecken sind aufgrund des gelenkigen Bürstenkopfs gut erreichbar. Seit wir den Jimmy bei uns haben, sauge ich auch automatisch etwas häufiger.

Es ist eben ziemlich leicht, das Ding in die Hand zu nehmen, damit schnell ein paar Quadratmeter zu saugen und beim nächsten Gang die Treppe runter wieder mitzunehmen. Über Vorteile von Akku gegenüber Kabel muss ich wohl keinen langen Monolog halten. Über die mögliche Laufzeit schon. Nie auf die Minute gemessen. Aber ich würde behaupten, dass ich ohne Turbomodus ca. 200 qm sauge. Mehr oder weniger. Aber die meisten handelsüblichen Wohnungen sollten locker mit einer Akkuladung zu schaffen sein. 45 min Laufzeit verspricht der Hersteller.

Deutlich weniger ist mit dem Turbomodus drin. Wirklich sehr viel weniger. Nur ein paar Minuten, der Hersteller sagt acht. Den Turbomodus brauche ich aber selten. Nicht mal für unseren Teppich, der echt gerne jeden Krümel festhält. Von Vorteil ist dafür die sich automatisch drehende Walze, die die fehlende Saugkraft ausgleicht. Mit Erfolg. Außerdem zieht sie den Steuermann des Jimmy V53 quasi hinter sich her. Saugen ist mit dem V53 deshalb noch leichtgängiger. Leider noch nicht leicht genug, damit die Katze unsere Arbeit erledigen kann. Schade.

Weg mit dem Dreck

Glücklicherweise braucht es den sogenannten Turbomodus nur selten. Eigentlich nie. Wir bekommen unsere Wohnung mit dem Jimmy V53 ziemlich flott in der einfachen Einstellung sauber. Selbst der recht hartnäckige Teppich lässt sich gut reinigen, hier dürfte schon erwähnte aktive Walze ganz entscheidend für den Erfolg sein. Null Probleme auch mit Katzenstreu und ähnlichem Dreck. Ich bin schlussendlich mit der Reinigungsleistung sehr zufrieden. Hätte ich wirklich so nicht unbedingt erwartet. Wir leben aktuell aber auch ohne Kinder und nur mit einer Katze, tragen also ohnehin nicht viel Dreck in die Wohnung.

Auf Knopfdruck lässt sich die Staubkammer öffnen, um den V53 zu entleeren. In meinen Augen alles recht intuitiv und leichtgängig. In wenigen Sekunden sind Einzelteile des V53 entnommen. Ich würde die Verarbeitungsqualität insgesamt als gut einstufen. Natürlich ginge da noch mehr, dann aber erst in höheren Preisklassen. Billig wirkt der Jimmy V53 jedenfalls nicht, zumindest nicht nach ein paar Wochen Nutzung. Eine langfristige Veränderung der Sachlage ist nicht auszuschließen.

Jimmy V53 Testbericht

Jimmy V53 Testbericht

Kritikpunkte

Zum einen ist man darauf angewiesen, dass es Zubehörteile auch in Zukunft in irgendwelchen Online-Shops zu kaufen gibt. Nichts kann einfach im freien Einzelhandel nachgekauft werden. Verschwindet diese Marke irgendwann wieder vom Markt, ist kaum mit Zubehörteilen von Drittanbietern zu rechnen. Für viele Konsumenten ist das wohl eher suboptimal. Andererseits kauft man einen Staubsauger im Wert von 190€ auch nicht unbedingt für die Ewigkeit. Außerdem lädt der Akku echt langsam, es braucht für eine volle Aufladung ein paar Stunden. Es gibt zudem keinen Hinweis, wie voll oder leer der Akku ist. Irgendwann geht der Sauger einfach aus, wenn der Akku erschöpft ist. Immerhin signalisiert eine grüne LED, wenn der Akku vollgeladen ist.

Fazit: Endlich weg mit den Saugrobotern

In den letzten Monaten bestand unser Setup aus Saugroboter und Handstaubsauger mit Kabel. Das grundlegende Problem aller Saugroboter besteht weiterhin darin, keine Treppen reinigen zu können. Außerdem gibt es so viele Ecken, die sie nicht erreichen, sodass wir um ein manuelles Nacharbeiten nicht herumkommen. Mir sind die Dinger also schon seit einer Weile ein Dorn im Auge, schrieb ich bereits einleitend. Einen Ersatz haben wir nun aber gefunden. Mit dem federleichten Akkusauger bin ich derart schnell durch die Wohnung, dass Saugroboter für mich nun Geschichte sind.

Wir hatten den Jimmy V53 seit ca. drei Wochen im Einsatz und waren bei der Verwendung im Alltag sehr angetan von der Gesamtleistung. Immer wieder mit dem Detail im Hinterkopf, dass dafür keine 200€ fällig werden. Es gibt sicherlich bessere Geräte, mit mehr Funktionsumfang oder anderen Highlights, doch dieser Allrounder dürfte für die meisten Wohngemeinschaften hervorragend geeignet sein. Ich würde mir lediglich noch eine Akkustation wünschen, in der ich zwei oder mehr Akkus laden kann.

  • 20.000 pa Saugleistung
  • bis zu 70 db laut
  • 2500 mAh Akku, ca. 45 min Laufzeit
    4 – 5 Stunden ladezeit
  • 300 ml Behälter für Staub/Dreck
  • HEPA Filter
  • 1,46 kg Gewicht

Zwei Worte zum Händler und Partner für diesen Testbericht: Wir hatten das Testgerät von Geekmaxi erhalten. Ein mir bis dato unbekannter Online-Shop für sämtliche Elektronik, die man im Alltag gebrauchen kann. Der Versand erfolgte in wenigen Tagen zuverlässig, wir haben daher ziemlich positive Erfahrungen machen dürfen.

Beliebte Beiträge