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Kabel Deutschland drosselt ab 10 GB Verbrauch je Tag

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

UPDATE: Bei KD kann man sich nicht so richtig entscheiden, die Drosselung soll es nun doch gar nicht mehr geben, teilte der Provider ein paar Tage später mit. /UPDATE Immer wird sich gern über die Drosselkom lustig gemacht, doch auch andere Provider schränken ihre Nutzer immer weiter ein und wollen übermäßigen Datenverbrauch verhindern. Ausgerechnet in den Zeiten, in denen alles über das Netz konsumiert wird und der allgemeine Datenverbrauch pro Kopf natürlich dadurch drastisch steigt. Selbst der normale Nutzer kommt nicht mehr mit ein paar Gigabyte über den Monat. Kabel Deutschland drosselt nun ganz konkret schon ab einem Verbrauch von 10 GB Volumen je Tag.

Die Drosselung ist aber eingeschränkt. Was eine Ironie, die Einschränkung ist eingeschränkt. Wie dem auch sei, gedrosselt wird der Speed (auf 100 Kbit/s) nur für File-Sharing (Peer to peer, One Click usw.), nicht für Streaming, das normale Web und so weiter. Der Abschnitt steht schon länger in den AGB, wird nun aber verstärkt technisch umgesetzt.

Lädt ein Kunde an einem Kalendertag ein Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB herunter, ist Vodafone berechtigt, die ihm zur Verfügung stehende Übertragungsgeschwindigkeit ausschließlich für File-Sharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen. Alle anderen Anwendungen (Internetsurfen, Social Networks, E-Mails, Video-Streaming, Video-on-Demand, Chat etc.) sind davon zu keiner Zeit betroffen und bleiben unverändert nutzbar.

Interessant wirds natürlich dann, wenn man beispielsweise den ganzen Sonntag über mit Streaming locker diese 10 GB verbraucht und dann abends vielleicht ein größeres File von einem One-Click-Hoster laden möchte (von mir aus eine Android-APK oder so). Möp, das wird dann durch die Leitung tröpfeln.

UPDATE: Offensichtlich werden auch andere Anwendungen gewollt oder ungewollt gedrosselt, wie Entwickler-Tools für Android oder auch Steam. (danke Deniz)

(via werdrosselt)

26 Kommentare
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26 Comments

  1. David

    1. Dezember 2015 at 11:43

    Wo steht denn da was von One-Click-Hostern?

    mit „File Sharing Anwendungen“ sind doch meines wissens nicht normale Web-Browser oder http Verbindungen gemeint.

    Wenn „Internetsurfen“ nicht darunter zählt, frage ich mich wie das funktionieren soll, HTTPS deep packet inspection beim ISP fände ich etwas Schleierhaft aber man wundert sich ja über nichts mehr.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      1. Dezember 2015 at 12:08

      und OCH sind kein File Sharing? :D

    • David

      2. Dezember 2015 at 07:54

      Natürlich, aber es sind keine „File Sharing Anwendungen“ Torrents und ähnliches laufen über eigene Ports und Protokolle, OCh läuft über HTTP und HTTPS so wie jeder Aufruf einer stink normalen Website auch, und diese sollen ja laut Zitat nicht gedrosselt werden. Die Frage ist für mich dann wo und wie sie das Unterscheiden wollen da die ISPs eigentlich nicht das Recht haben die HTTP Pakete auf ihren Inhalt zu überprüfen und ein HTTP Paket von Facebook sieht für die am Ende genau so aus wie eins von Uploaded.

      Ich vermute die werden Blacklists einsetzen auf denen die IP’s der Server gesammelt werden die für Vodafone als „File Sharing“ zählen, jedoch ist das Zitat dann wieder irreführend weil es sich wie gesagt nicht um „Anwendungen“ handelt wenn ich mit meinem Browser eine ZIP Datei Downloade.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      2. Dezember 2015 at 07:59

      Jep, ich gehe auch von den IPs aus, die gesperrt werden.

      Wenn ich nun die Downloads von OCH via Jdwonloader durchführe, ist es doch auch eine „Anwendung“? Ich würde mich so verteidigen, wäre ich KD ^^

    • David

      3. Dezember 2015 at 07:08

      Was du mit JDownloader machst kannst du aber genau so gut mit jedem Browser machen, ist eben nur mit ein bisschen mehr Aufwand verbunden.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      3. Dezember 2015 at 10:03

      ich sag ja nur, das wäre deren Argumentation, wenn ich die wäre :D

    • Deniz Kökden

      1. Dezember 2015 at 12:08

      Erfahrungswerte. Mittels DPI und Filterliste wird geschaut welche Seiten du benutzt/besuchst und wenn da eben ein One-Click-Hoster dabei ist dann zählt er dessen Traffic. Aber auch Steam, Github und Co. fallen da irgendwie mit rein. Ich hoffe ja es handelt sich nur um einen Fehler seitens Vodafone… Habe leider immer wieder diese doofe Drossel.

  2. ted

    1. Dezember 2015 at 12:08

    über 10GB an einem Tag, werden wohl die wenigsten verbrauchen.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      1. Dezember 2015 at 12:22

      das ändert sich mehr und mehr, allein durch Streaming schon mindestens in Full HD bei den meisten und auf absehbare Zeit in 4K

    • ted

      1. Dezember 2015 at 17:24

      Lol dachte das sei mobile :D, aber Kabel hätte ich wohl auch manchmal Probleme :)

  3. Enaijo

    1. Dezember 2015 at 12:34

    Ich finde das einfach nur noch lächerlich. Wir schauen Filme/Serien hier eigentlich nur noch über Netflix und Amazon Prime, Musik wird auch nur noch gestreamt. Dazu kommt, dass wir Spiele eigentlich nur noch digital erwerben. Alleine bei letzterem gibt es da mind. ein mal im Monat auch mal einen Kauf der dann so um die 20GB Download nach sich zieht, diesen Freitag z.B. wieder.

    Wer eine PS4 oder XB1 besitzt, könnte wahrscheinlich auch schon alleine durch die kostenlosen Spiele jeden Monat mal über 10GB an einem Tag kommen.

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, wir hätten auch noch Kinder, die dann natürlich auch noch ihre Spiele, Filme und Serien haben …

    Zum Glück wird unsere 200er Leitung noch nicht gedrosselt, aber wenn das so weiter geht, muss man irgendwann für gutes Internet auswandern.

    Finde es affig, Geschwindigkeiten zu verkaufen, mit denen man dann innerhalb weniger Minuten Nutzung vom Provider dafür bestraft wird … sie zu nutzen.

    • Max

      1. Dezember 2015 at 16:41

      Wenn ich es richtig verstanden habe (ich hoffe, das habe ich, denn ich bekomme selbst in zwei Wochen mein neues Internet von KabelDeutschland/Vodafone) dann sind genau die Sachen, die du aufgezählt hast (Musik-, Serien-Stream, Gaming, normale Downloads) nicht von einer Beschränkung betroffen.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      1. Dezember 2015 at 16:43

      richtig

  4. supraklang

    1. Dezember 2015 at 12:45

    Habe Kabel Deutschland und wenn die Schweine mich drosseln, schalte ich VPN Client ein und ändere die IP. Das hilft!

  5. Pokoyo

    1. Dezember 2015 at 17:25

    Joa.. wird sicher lustig wenn „Star Citizen“ dann runtergeladen wird. Aufwändige Spiele die kleiner als 10GB sind… gibt es sowas noch?

  6. TAI FU

    1. Dezember 2015 at 21:20

    Ein wenig spät… die Klausel steht schon ne ganze Weile in den AGB… auf meine Nachfrage warum man erst 10gb filesharen kann, und danach soviel netflixen wie man will, aber nicht umgekehrt habe ich auch nach geraumer Zeit keine Antwort erhalten… können die wohl selbst nicht beantworten… und vorallem in einer Zeit wo VPN’s immer beliebter werden und die Sperren somit hinfällig sind so ein Trara zu machen finde ich sowieso ziemlich schwachsinnig.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      2. Dezember 2015 at 07:57

      es geht ja nicht um die Klausel selbst, sondern um die tatsächlich Umsetzung dieser ;)

      Aber allein die Klausel ist hirnrissig in der heutigen Zeit, das ist wohl wahr

    • TAI FU

      2. Dezember 2015 at 08:18

      Ja und leider wird es nicht nur zur „Qualitätssicherung“ umgesetzt sondern automatisch, da Vodafone offenbar nicht in der Lage ist seine Bandbreite variabel zu managen.

  7. Chris

    2. Dezember 2015 at 09:24

    Diese Klausel steht wirklich schon ewig in den AGBs von Kabel Deutschland. Ich bin nun bereits 4 Jahre bei dem Verein und kann nur positives berichten. Hier und da evtl. schon mal nen OCH benutzt, regelmäßig Instant Video und allgemein nicht wirklich sparsam in Sachen Traffic und ich konnte bislang nie eine Drosselung meiner 100 Mbit/s Leitung fest stellen. Klar ist es ne Sauerei sich das Recht überhaupt vorzubehalten die Leitung zu drosseln, das scheint aber wohl auch nur in den absoluten Notfällen zu passieren, ISPs müssen ja auch irgendwie den Traffic handlen der über ihre Leitungen geht.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      2. Dezember 2015 at 09:39

      Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es geht nicht um die Klausel an sich, sondern um die technische Umsetzung dieser, was erst jetzt stärker erfolgt.

    • TAI FU

      4. Dezember 2015 at 13:09

      Das findet leider nicht nur in absoluten Notfällen statt, seit geraumer Zeit muss ich selbst morgens um 2-3 Uhr eine VPN Verbindung nutzen wenn ich schnell Daten erhalten möchte. Und um diese Uhrzeit ist der Gesamttraffic wirklich nicht beeinträchtigt. Die Drosselung findet nur auf Grund des erreichens der 10gb Marke statt, vollkommen zeitunabhängig.

  8. Jan Freynick

    2. Dezember 2015 at 17:46

    Es lohnt sich, erstmal zu recherchieren, ehe man so einen Artikel raushaut. In der Praxis wird die Drossel nämlich erst angewandt, wenn man das Volumen an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschreitet.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      2. Dezember 2015 at 18:04

      da freuen sich die Nutzer, bei denen das nicht so ist :D

    • Jan Freynick

      3. Dezember 2015 at 12:07

      …und es wäre erwähnenswert, dass die Drossel, so weit ich weiß, nur bis zum nächsten Tag gilt. Im Gegensatz zu der Drosselung bei den volumenbasierten Tarifen, die bis zum Ende des Abrechnungszeitraum gilt.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      3. Dezember 2015 at 12:12

      Lesen musst du schon selbst, das steht dort. :P

      „bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen.“

    • TAI FU

      4. Dezember 2015 at 12:56

      Der Artikel behandelt die Klausel in den AGB’s. Da dort davon nichts steht ist das wohl nur eine Vermutung/Erfahrung deinerseits und kann bei anderen Nutzern anders gehandhabt werden. Und dass es nicht zwingend am 1. Tag erfolgen muss zeigt ebenfalls der Satz „…,ist Vodafone berechtigt,… „. Dort steht ja nicht …wird Vodafone,…“ oder ähnliches. Alles andere ist wie gesagt spekulativ und/oder individuell.

      Aber da du dich ja auskennst, Ab wann fangen denn dann die 3 Tage wieder von vorn an, nachdem man die Grenze überschritten hat? Denn wenn ich heute die 10gb überschreite, und geblockt werde, morgen aber nicht, dann werde ich übermorgen wieder geblockt wenn ich die 10gb überschreite.

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