Folge uns

Marktgeschehen

Kommentar: ASUS zeigt, wie man nicht mit seinen Kunden umgehen sollte und keiner bemerkt es [UPDATE]

Veröffentlicht

am

TF201 vs TF700T

TF201 vs TF700T

Zur Mitte des zweiten Tages lässt endlich der erste Sturm der CES in Las Vegas so langsam nach und ich kann mir die vorgestellten Geräte nochmals etwas genauer anschauen. Und dabei möchte ich auf das Thema ASUS zurückkommen, im speziellen auf das neu präsentierte ASUS Transformer TF700T. Dieses Gerät ist in erster Linie kein Nachfolger des Transformer Prime, wofür es auch noch etwas früh wäre, sondern eine stückweise Verbesserung des ersten Quad-Core-Tablets. Das Transformer Prime hat etwas in der Presse gelitten, was aber durch unzufriedene Nutzer zurecht ausgelöst wurde. So kommt dieses Tablet zwar mit einem unglaublich schicken Aluminiumgehäuse daher, hat aufgrund dessen aber schwerwiegende und weniger schwerwiegende Empfangseinbußen bei den Modulen für die WLAN- und GPS-Verbindung. Dies ist offenbar auch der Grund dafür, warum dieses Gerät nicht in einer UMTS-Version geplant war, zumindest dürfte es einer der Gründe sein.

ASUS hat sich nun aufrund der Beschwerden also gedacht, dass man doch einfach eine überarbeitete neue Version auf den Markt bringt, quasi wie eine Art Update. Auch diese hat einen Quad-Core-Prozessor von Nvidia verbaut und bringt neben einer überarbeiteten Rückseite für besseren Empfang auch gleich noch ein Full HD-Display mit, zusätzlich kommt eine bessere Frontkamera mit 2 Megapixel zum Einsatz. Kompatibel ist das Gerät zum Tastaturdock des Transformer Prime auch, der Preis liegt in einer ähnlichen Gegend und schon ist das Thema für den Hersteller gegessen.

Doch was ASUS damit seinen Early Adoptern antut, die die das Transformer Prime der ersten Stunde besitzen, scheint man hierbei offenbar zu vergessen. Denn unabhängig von der sowieso extrem schnellen Entwicklung von Geräten, gibt es nur kurze Zeit nach dem Marktstart des Transformer Prime schon eine wesentlich bessere Version für fast den gleichen Preis. Ich würde mir ehrlich gesagt ziemlich angeschissen vorkommen, hätte ich mir bereits ein Transformer Prime zugelegt. So dürften sich bestimmt auch einige Nutzer weltweit fühlen. ASUS sollte in meinen Augen einen Tausch des Gerätes anbieten, sofern der Kunde dies erwünscht. Denn ASUS hat hier letzten Endes ein Upgrade des Gerätes gebracht, was den Kunden des ersten Transformer Prime ziemlich auf den Magen schlagen müsste, letztlich eigentlich auch nur um mit der Konkurrenz mithalten zu können (bzgl. Full HD-Display). [Danke Tabtech für das Bild]

UPDATE: Wie die Kollegen berichten, soll das TF700T eventuell nur dazu dienen um zu zeigen dass auch ASUS in der Lage ist, jetzt schon Full HD-Displays zu verbauen. Dies entnehmen sie der Aussage Dear all, for the record this tablet is not due for a few months. The 700 Series being shown off is just to state ASUS has the technology to incorporate 1920×1200 panels into its upcoming tablet series.“ aus einem Youtube-Video.

Doch auch dies wirft ein negatives Licht auf ASUS, denn man hätte gleich von Beginn an einen entsprechenden Geräterücken einsetzen können, dass die Funkmodule nicht beeinträchtigt werden. Dies deutet also auf einen Schnellschuss des Herstellers hin, auf Krampf noch das Weihnachtsgeschäft des letzten Jahres abgreifen zu wollen, was ja teilweise geklappt hat.

12 Kommentare
Wichtig: Nimmst du an dieser Diskussion teil und veröffentlichst einen Kommentar, stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Das Speichern von IP-Adressen durch Wordpress ist deaktiviert.

12 Comments

  1. Hendrik

    10. Januar 2012 at 14:03

    Kommt mir als Samsung Galaxy Tab 10.1v Besitzer bekannt vor…=/

    • Denny Fischer

      10. Januar 2012 at 14:11

      Stimmt, nur hier ist es noch extremer in meinen Augen.

    • oliv2r

      10. Januar 2012 at 14:13

      Da wurde das Tablet aber vor dem Marktstart des 10.1v angekündigt und somit wusste man genau, worauf man sich da einlässt.

    • Hendrik

      10. Januar 2012 at 14:44

      Man wusste also, dass man keinen Support bekommt und links liegen gelassen wird? Ah so.

      Der Nachfolger hat für mich keine interessanteren anderen Features gehabt, daher habe ich nicht gewartet. Dass man aber keine Updates und keinerlei Zubehör bekommt, damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Du etwa?

    • oliv2r

      10. Januar 2012 at 14:56

      Das mit dem Support ist wieder etwas anderes, da stimme ich dir zu. Was Denny ja kritisiert ist die verbesserte Hardware in so einer kurzen Zeit (ICS bekommen ja alle Transformer).

  2. Sepp Maier

    10. Januar 2012 at 14:25

    Ich verstehe nicht warum Asus hier austauschen sollte. Das alte Transformer hat seine Schwächen, aber wer es sich gekauft hat, fand diese zu dem Preis akzeptabel. Was soll jetzt das Gemecker, dass eine bessere Version rauskommt?
    Wenn heutzutage noch jemand davon überrascht ist, dass sein Smartphone, Tablet etc. innerhalb kürzester Zeit veraltet ist, bzw. um einiges weniger kostet, der sollte aufwachen.

    • Denny Fischer

      10. Januar 2012 at 14:29

      Nutzer wussten vorher über schlechten Empfang der Module bescheid? Das bezweifel ich aber. Zumal die Lösung beim GPS-Modul auch eine Schweinerei ist, dass es aufgrund von Problemen einfach nicht mehr beworben wird und daher die Geschichte für ASUS durch war.

  3. Mort

    10. Januar 2012 at 14:58

    Unschön ist's auf jeden Fall. Aber leider mittlerweile auch völlig üblich in dieser Sparte. Gerade mal Apple fällt positiv auf (v.a. weil sie halt nur ein Geräte-Update pro Jahr bringen), aber selbst die haben sich beim Antennen-Bug nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
    Allerdings wäre es PR-Technisch wohl schon gut gewesen, einen Umtausch gegen Aufpreis anzubieten. Den meisten dürfte GPS-Empfang bei einem Tablet wohl ohnehin egal sein, wer hängt sich denn so ein Teil an die Windschutzscheibe? Und beim üblichen Wohnzimmereinsatz sollte auch das WLAN gerade noch Empfang haben. Und die zurückgegangenen Modelle könnte man ja ähnlich verkloppen wie HP seine Touchpads (allerdings speziell markiert und ohne Hardware-Updatemöglichkeit)…

  4. Oziiwz

    10. Januar 2012 at 15:18

    Das ist die selbe leier wie beim Zenbook von Asus. So wie viele andere habe auch ich eine SanDisk SSD im UX31, welche im vergleich zu den kleineren SSDs, welche von ADATA Produziert werden, deutlich langsamer ist, als diese von ADATA. Anfangs warb man mit freude den Partner ADATA an der seite der neuen SSDs zu haben, was dann leider in Vergessenheit geriet. Man entfernte die Spuren und behauptet das nie eine exklusive Partnerschaft mit ADATA geworben wurde. Eine andere Marke kann nicht schaden. Aber dann ein Produkt zu verwenden, welches dem geworbenen Standard in Testberichten etc. nicht entspricht, ist keine gute Art mit den Kunden umzugehen.

    Daher kann ich nur sagen das Asus immer weiter an Kundenzufriedenheit verliert und sich somit selbst unbeliebt macht. Schade drum.

    Ich überlege noch ob ich ein anderes Ultrabook mir zulege und mein UX31 zurücksende.

  5. Matthias

    10. Januar 2012 at 17:16

    Befremdlich finde ich, dass einige Kommentatoren eine zugesicherte Eigenschaft als Bagatelle betrachten. Die Argumentation dazu ist fast so peinlich wie das Verhalten von Asus. Zu behaupten, dass GPS in einem Tablet sinnlos ist zeugt nicht gerade von einem weitsichtigen Horizont. Selbstverständlich gibt es zahlreiche Anwendungsbeispiel dazu.
    Leider ist eine Lokalisierung über MIFI oder Tethering nicht so einfach möglich, da hierbei i.d.R. der Standort verwendet wird, der irgendwann mal für das MIFI erfasst wurde (meist der Heimatort oder das Büro). Somit wiegt das –vorher bekannte Fehlen – von 3G nun doppelt schwer (kein A-GPS). Für die Softwareentwicklung war es notwendig, dass wir ein Tegra 3 Tablet einsetzen. Glücklicherweise funktioniert GPS bei diesem Gerät leidlich – aber dennoch kann ich nur zustimmen, dass Asus mit seinem Verhalten wenig Freunde gewinnen kann.

  6. sottil

    10. Januar 2012 at 17:30

    So sind halt leider diese Asiaten (egal ob Chinesen, Koreaner, Japaner). Immer wieder neue Produkte auf den Markt schmeissen. Wenn Kunden diese kaufen, haben sie ihren Zweck erfüllt und sollen bloss keine Ansprüche mehr stellen. Und dass sich leider auch noch genügend Idioten finden, die das ganze auch noch Schönreden und den Kunden Nörgelei vorwerfen ist schon absolut peinlich. Früher kannte ich nur Apple-Fans, heute gibt es leider auch noch Fans von Samsung, Asus, HTC… und noch viel, viel mehr Apple-Fans.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beliebt