Kommentar: Mein Traum von Google Drive und Anforderungen an die „Android-Cloud“

google mountain view

Nachdem gestern bekannt geworden ist, dass der wohl beliebteste Dienst für Cloud-Speicher, Dropbox, derzeit jede Sekunde einen neuen Nutzer bzw. Kunden gewinnt, hatte ich mir ein paar Gedanken über die Zukunft der Cloud in Verbindung mit Android sowie Google gemacht. Das Thema hat mich den ganzen Tag nicht mehr losgelassen, was wohl vor allem daran liegt, dass mir eine perfekte „over all“-Lösung noch fehlt. Google ist zwar auf dem richtigen Weg in die richtige Richtung, allerdings gibt es bis dato eben nur Dienste für Bilder, Dokumente sowie Musik und das auch noch getrennt voneinander.

Alle erwarten sehnlichst den bisher nur stückweise bekannten Dienst Google Drive, welcher wohl der am meist gefürchtetste Konkurrent für alle Anbieter von Cloud-Speicher sein dürfte. Umso höher sind auch meine Anforderungen an Google, wenn man so einen Dienst nun tatsächlich demnächst an den Start bringt. Hier erwarte ich nicht lediglich ein Interface fürs Web und eine App für Android, sondern eine nahtlose Integration in Android. Ein perfekter Zeitpunkt, um auch endlich einen eigenen Dateimanager in das OS zu integrieren, welcher jeweils auf lokale Medien und auf die Cloud zugreift, ähnlich wie Amazon die Oberfläche des Kindle Fire gestaltet hat.

Dabei wünsche ich mir zudem eine Verbindung von allen Diensten, das heißt der Zugriff auch auf Docs, Music und Picasa sollt darüber gewährleistet sein. Natürlich sollten diese Dienste weiterhin eine eigenständige App und Weboberfläche behalten, dennoch würde ich mir auch eine allgemeine Oberfläche in Form von „Google Cloud“ wünschen, mit welcher ich auf die Dateien der jeweiligen Dienste und auch auf die lokalen Daten meines Smartphones zugreifen kann. Das bedeutet für mich, ich möchte nicht einen Screenshot oder ein Foto mit meinem Galaxy Nexus machen und dies dann zur weiteren Verarbeitung irgendwo hochladen müssen, sondern über meinen Desktop-Browser auf den lokalen Speicher meines Smartphones zugreifen können.

[aartikel]B005Y5SE6I:right[/aartikel]Zudem wäre endlich eine richtige Backup-Funktion von Android sehr wünschenswert. Dazu zählt in meinen Augen nicht nur die Synchronisation von installierten Apps, sondern auch deren Einstellungen, die Konfiguration des Homescreens und so weiter. Zudem wären auch geräteabhängige Backups interessant, vor allem wenn man mehrere Smartphones und Tablets besitzt. Im gleichen Zuge könnte man auch den Android Market erweitern, wie etwa das Deinstallieren von Apps über die Webversion des Markets ermöglichen.

Zusätzlich könnte ich jetzt natürlich noch diese Geschichte weiter ausführen, ich denke aber, dass ihr den Hintergrund meiner Gedanken und Wünsche nachvollziehen könnt. Dass man so oder so ähnlich diese Geschichte umsetzten wird, kann ich mir gut vorstellen, denn es ist Google. Die Anforderungen sind in meinen Augen nicht zu hoch, sondern machbar, jetzt dürfen die Profis ran und sich entsprechende Ideen zur Umsetzung machen. Übrigens verlange ich dabei nicht die kostenlose Nutzung, Kosten im gewissen Maße könnte ich nachvollziehen und wäre auch bereit diese zu tragen. [Bild: likeyesterday, cc]