Google straft die Fleksy-Tastatur dafür ab, dass sie einen Mittelfinger-Emoji anbietet. Lustigerweise tut das auch die von Google angebotene Android-Tastatur Gboard – nur ohne Konsequenzen. Kurios ist an der Geschichte, dass im Google Play Store die Fleksy-Tastatur eine höhere Alterseinstufung erhalten hat, weil sie „gewaltverherrlichende“ Grafiken enthält. Gemeint ist tatsächlich in diesem Fall der Mittelfinger-Emoji, […]

Google straft die Fleksy-Tastatur dafür ab, dass sie einen Mittelfinger-Emoji anbietet. Lustigerweise tut das auch die von Google angebotene Android-Tastatur Gboard – nur ohne Konsequenzen. Kurios ist an der Geschichte, dass im Google Play Store die Fleksy-Tastatur eine höhere Alterseinstufung erhalten hat, weil sie „gewaltverherrlichende“ Grafiken enthält. Gemeint ist tatsächlich in diesem Fall der Mittelfinger-Emoji, wie Google auf Nachfrage den Entwicklern der Fleksy-Tastatur mitteilte.

Hier liegt der Hase im Pfeffer. Denn ein solches Emoji finden wir nicht nur bei Fleksy, sondern auch im Gboard und bei sämtlichen anderen Tastatur-Apps, welche über das aktuelle Emoji-Set verfügen. Was Google da macht, ist hochgradig unfair gegenüber den Entwicklern der Fleksy-App, wenn alle vergleichbaren Apps und insbesondere das Google Gboard ohne ähnliche Konsequenzen bleiben.

Google beeinflusst Apps, mit denen sie konkurrieren

In Deutschland wird Fleksy mit USK 6 eingestuft, das Gboard mit USK 0. In den USA steht Fleksy sogar bei Pegi 12, der dritthöchsten Stufe dieser Alterskennzeichnung. Eine zu hohe Einstufung kann dem Vertrieb der App ernsthaft schaden. Google antwortete auf eine Nachfrage, warum diese Unterschiede gemacht werden, laut Techcrunch-Bericht, leider noch nicht.

„Die Forderung, dass ein Konkurrent einer Tastatur-App mit einer viel höheren Alterseinstufung als Googles eigene Tastatur-App bewertet wird, ist, gelinde gesagt, keine gute Sache.“

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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