Ist das neue Google Pixel 6a ein Fehler gewesen, hätte Google das Thema Mittelklasse-Smartphone anders angehen müssen? Ausgerechnet Google selbst macht sich die größte Konkurrenz.

Liest man unseren und andere Testberichte quer, dann ist das Fazit fast immer sehr ähnlich. Google liefert mit Pixel 6a ein sehr gutes Smartphone ab, das aber nur wenige sehr eindeutige Argumente auf seiner Seite hat. Für den Preisbereich von 459 Euro lässt es eher Feature vermissen, die heute längst normal sein sollten. Doch das eigentliche Problem liegt woanders.

Update-Garantie macht fast keinen Unterschied

Denn da wäre noch das etwas größere und etwas ältere Pixel 6, das inzwischen kaum mehr teurer als Pixel 6a ist. Was die Update-Garantie angeht, hat man kaum einen Nachteil, jedenfalls nicht mit Blick auf neue Android-Versionen. Beide Modelle erhalten Android bis Version 15 und danach ist Schluss.

Nur Sicherheitsupdates gibts beim Pixel 6a aufgrund des späteren Marktstartes ein paar Monate länger.

Hardware spricht größtenteils für Pixel 6

Im Pixel 6 findet ihr mehr Arbeitsspeicher, ein schnelleres und helleres 90 Hz OLED Display, Schnellladen mit bis zu 30 Watt und Wireless Charging. Außerdem die moderne Kamera mit größerem Bildsensor, der gerade unter schwierigen Bedingungen ein paar Vorteile mitbringt und außerdem mehr Optionen in der Google Kamera bietet.

Für Pixel 6a spricht in diesem Vergleich das deutlich kleinere Gehäuse, auch wenn das Display nur 0,3″ kleiner ist. Es liegt einfach besser in der Hand. In der Breite sind es 3 mm weniger und in der Länge ganze 7 mm. Außerdem wiegt Pixel 6a satte 30 g weniger. Ein Pluspunkt für komfortable Handhabung. Zu guter Letzt steht die Kamera viel weniger über.

Es gibt zur Software nicht viel zu sagen. Hier gibt es nahezu keine Unterschiede. Dank Google Tensor ist auch fast alles im Pixel 6a dabei, was es bei Pixel 6 gibt. Abgesehen von den Kamera-Features, die von der Kamera-Hardware abhängig sind. Apropos Software, die holt für Pixel 6a eine so gute Fotoqualität raus, dass die Unterschiede zu den teureren Modellen meistens eher gering sind.

Preisunterschied inzwischen sehr gering

Was dem Pixel 6a im direkten Vergleich wirklich schmerzt, ist der inzwischen kaum mehr vorhandene Preisunterschied. Das neue Mittelklasse-Telefon startet zur UVP von 459 Euro und das Pixel 6 ist inzwischen fast auf diesen Preis gefallen. 525 Euro gibt es inzwischen fast standardmäßig, in Angeboten geht es sogar noch niedriger.

Google kannibalisiert sich hier selbst. Man hätte entweder die Preise von Pixel 6 und Pixel 6 Pro stabiler halten oder das Pixel 6a mit einer günstigeren UVP ausstatten müssen. So kann das Pixel 6a in den ersten Monaten einen schwierigen Stand haben.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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7 Kommentare

  1. Einziger Pluspunkt bleibt also der geschrumpfte „Visor“ ?!
    Dann sind wir ja mal auf die 7er Reihe gespannt …

    1. Die Spannung hält sich in Grenzen.
      Kaum ein Unterschied zum aktuellen Pixel 6, dafür aber sicher 650€ oder eher mehr.
      Wenn dann das Pixel 6 in den Abverkauf geht, werden wir sicher Preise für unter 450€ sehen. Mitte Juni kostete es schon ~440€ im Angebot.
      Bei 200€ oder mehr Preisunterschied, ist das Pixel 6 die logische Wahl.
      Oder wie einige sagen würden, ein Nichtgehirner ;-)

  2. Ich habe mir auf jeden Fall das Pixel 6a gekauft, da die anderen 6er einfach zu groß sind! Und ja, auch wenn es nur wenig es: es macht einen Unterschied. Ich hatte oft das Pixel 6 in der Hand und konnte auch bei 470 nicht zuschlagen.

    1. Bin da absolut bei dir, wenn ich jetzt ein Telefon kaufen müssten, würde ich auch das 6a nehmen, obwohl Preis/Leistung eher für das Pixel 6 spricht.
      Zum Glück besitze ich ein Pixel 5, das gebe ich nicht mehr her.

  3. Egal, sind beide zu klein und beim P6 nervten die Bildschirmfehler.
    Zumal ein Google Supporter davon gesprochen hat, dass die Serie nicht mehr gebaut wird – also schnell überlegen, weil es bald für die bekannten Fehler keine neuen Tauschgeräte mehr geben wird.

    Besser gleich zum jetzt günstigen 6 Pro greifen, wo die Fingerscans (zumindest seit dem Juliupdate) auch wirklich erkannt werden (selbst mit *nachträglich* aufgebrachter matter Folie) und das OLED Display wirklich nur die normalen geringsten Rot/Grün Verschiebungen bei Betrachtung oben/unten aus sehr spitzem Blickwinkel zeigt.

  4. Sind mir leider alle zu groß ;/
    Mein Pixel 4 könnte einen Nachfolger gebrauchen…, Nur welches?!

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