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Mein Leben mit Google und wie alles einfacher wurde

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Ist euch eigentlich schon einmal aufgefallen was für ein Wahnsinn das Unternehmen Google hier in den letzten Jahren stetig aufbaut, ohne besonders groß Welle zu schieben, gibt es jedes Jahr mindestens ein neuen Dienst. Ich selbst habe mich ungefähr im Jahre 2008 Google verschrieben, quasi mit Jahresanfang hab ich meine ersten Schritt mit Google Mail gemacht und nutze es seither nur noch. Ich mein, was kann es besseres geben, ein vollwertiger Mailclient inklusive Kalender, Aufgaben und Kontakte-Verwaltung und das im Web, zugänglich über quasi jeden Browser von absolut überall, sofern Internet vorhanden ist.

Später dann kam Android und ab sofort hatte ich ein mobiles Gerät mit welchem ich ebenfalls immer Zugriff auf all meine Kontakte, Kalendereinträge und eMails hatte, voll synchronisiert. Ich muss seither nie wieder Angst haben irgendwelche Daten zu verlieren, sollte mein Notebook die Hufe hoch macht oder ich mein Smartphone verlieren sollte. Zudem muss ich mich um keine Backups kümmern, das macht Google.

In nicht allzu ferner Zeit kam Google Chrome, das inzwischen meist genutzte Instrument an meinem Computer kam nun auch von Google. Der Browser hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen, allein durch die intelligente Adressleiste konnte ich schneller als mit jedem anderen Browser arbeiten und zudem lief dieser auch bei mir am schnellsten, Firefox war ja gern etwas schwergängig. Internet Explorer, mmpfff.

Mit Chrome kam dann auch die Nutzung des Google Readers hinzu, alle meine Informationen der Zeitschriften, Magazine, Blogs, Webseiten und so weiter entnehme ich nur einem Tab in welchem der Reader geöffnet ist. Zudem kann ich Artikel markieren, kommentieren und anderen Leuten weiterempfehlen.

Eine kurzes Zwischenfazit? Bis zum Jahre 2009 war ich quasi schon komplett vergoogelt, zumindest im Arbeitsalltag. Unterwegs war es das Android Smartphone, am PC der Browser Chrome, all meine wichtigen Kontaktdaten, Kalender etc. waren in Google Mail und dort flossen auch alle Mail-Accounts zusammen, egal ob privat oder geschäftlich.

Es kam 2010 und ich lagerte letztlich den wichtigsten Teil in die Cloud aus. Absolut alle Dokumente welche ich lokal in meinen altmodischen „Eigenen Dateien“ liegen hatte, lud ich hoch zu Google Docs. Etwas Sicherheit ist natürlich geboten, ich habe alles noch als Backup auf einer meiner Festplatten. Dennoch, ich kann nun ebenfalls von jedem Browser überall auf dieser Welt auf meine Dokumente zugreifen, sofern Internet vorhanden ist. Zudem lassen sich Dokumente viel angenehmer teilen mit Freunden oder den geschäftlichen Kontakten, man kann auch zusammen online an einem Dokument gleichzeitig arbeiten.

Neben Google Docs beschäftigte ich mich auch immer mehr mit Youtube, vom stumpfen konsumieren kleiner Kurzfilme ist der Online-Speicher für Videos immer wichtiger nicht nur für mich geworden. Immerhin lassen sich nun fast für jedermann wesentlich längere Videos hochladen, was es ermöglicht Youtube erfolgreich als Plattform zu nutzen um sich selbst zu inszenieren und damit sogar Geld zu verdienen, ohne TV-Kameras oder ähnlichen Dingen. In Zukunft wird Youtube auch nicht der Dienst sein, auf welchem man nur Videos aus der kurzen und langen Vergangenheit abspeichert, bald gibt es Live-Streaming für jeden.

Und das sind nur die Dienste die ich bis dato nutze. Einen kleinen Blick in meine und in unsere Zukunft gefälligst? Und ich spiele diesmal kein Orakel, ich rede von Dingen die bereits auf dem Markt sind bzw. präsentiert wurden!

Fangen wir bei den bereits vorhanden Tablets an,  nachdem Apple mit dem iPad die mobilen Touchscreen Geräte in Netbookgröße ordentlich auf dem Markt etabliert hat, wollte Google natürlich mitmischen und man hat kurzer Hand Android von neuem aufgerollt und ein passendes OS (Honeycomb) für solche Geräte gefertigt. Dieses Jahr erreicht uns eine wahre Flut dieser Gerät auf dem Markt und man möchte auf ein Tablet nicht mehr verzichten wenn man es mal hat. Immerhin kann man damit am schönsten Ort der Welt, absolut alles tun und das sogar sehr bequem. Ich kann von der Couch aus schnell meine Mails lesen, zocken, Videos konsumieren, Zeitung lesen und unzählige andere Dinge.

Zum richtigen Arbeiten setzte ich mich dann zwischenzeitlich wieder an meinen Schreibtisch, zu meinem neuen Netbook mit Chrome OS. Perfekt abgestimmt auf meine Bedürfnisse, ein Browser als Betriebssystem, mehr benötige ich nicht mehr, alles was ich tue, läuft nun über den Browser. Egal ob ich Musik höre, in meinem Blog einen Artikel schreibe, meine Kontakte verwalte oder mir Notizen hinterlege. Weniger gebrauchte Ressourcen bedeuten im Umkehrschluss mehr Leistung für die Dinge die ich benutze, zudem kann ich mit dem Teil auch mobil den ganzen Tag sein, 10 Stunden Akkulaufzeit sind dafür perfekt.

Damit verbunden und mit allen anderen Geräten, geht es wieder in die Cloud. Erst gestern offiziell präsentiert, ist es bald möglich auch über Google Filme auszuleihen und anzuschauen im Netz bzw. auf jedem Gerät mit Internet, ich kann meine komplette Musik-Sammlung bei Google Music ablegen und meine Bücher kauf ich nicht mehr im Buchladen sondern im Android Market. Ich habe von überall Zugriff auf meine Medien welche sonst Zuhause auf der externen Festplatte nur eine gewisse Mobilität mir bieten.

Und während ich mit meinem Tablet auf der Couch liege und ein Buch lese, meine eMails checke, ein Film miete oder die Playlist für die nächste Party konfiguriere, stelle ich fest das es mir gerade etwas zu dunkel ist. Kein Problem, dafür gibt es in Zukunft Android@Home, ich muss mich keinen Zentimeter bewegen um eine Lampe anzuschalten.

Ich habe sicherlich das eine oder andere vergessen, es gibt noch soviel unzählige Dienste mehr aber allein dieser Ein- und Ausblick sollte reichen, das zwar Apple inzwischen Google als wertvollste Marke abgelöst hat, wen interessiert das aber? Das All-Inclusive-Paket überhaupt, bietet für mich Google und das auch noch kostenlos. Wie sieht das bei euch aus, wie intensiv nutzt ihr die Google Dienste?

Danke Google.


3 Kommentare
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3 Comments

  1. Dominik

    11. Mai 2011 at 09:52

    Im allgemeinen stimme ich dir natürlich zu. Das ist bei mir ja nicht anders.

    Seit Anfang des Jahres habe ich nun ein neues Notebook(Macbook) mit einer 160GB HDD, am Anfang dachte ich das ist viel zu wenig Speicherplatz und ich muss mir auf jeden Fall eine größere HDD besorgen, von wegen. Ich nutze summa summarum 30 oder 40 GB darin enthalten sind aber auch das OS und Programme wie Evernote, Dropbox und andere Cloud Programme, die ich rein theoretisch auch im Browser nutzen könnte.

    Für alles andere Nutze ich wie du auch schon im Beitrag erwähnt hast, den Google Kalender, Google Mail, Google Kontakte etc.

    Selbst meine Musik konsumiere ich in der Cloud, dafür nutze ich Simfy + meinen Premium Account. Das fehlt mir noch.
    Was mir jedoch immer noch ein Dorn im Auge ist, ist Google Docs, ich nutze es auch sehr viel aber bestimmte Daten möchte ich einfach nicht in Cloud schieben ( sensible Daten ) aus diesem Grund bin ich der Meinung das ich definitiv nicht auf einen physikalischen Speicher verzichten kann.

    Aber denk immer daran: "Nix ist umsonst."

  2. Chris

    11. Mai 2011 at 10:23

    Toller Beitrag. Meine Meinung sieht ähnlich aus, in vielen Punkten stimme ich zu, jedoch ist die vermeintliche Verfügbarkeit in meinen Augen nicht uneingeschränkt gut.

    Google wird quasi zu einem essentiellen Bestandteil meines Lebens. Kalender, Tasks, Mail. Alles nur noch in der Cloud, klar ist das bequem. Hundert mal komfortabler als alles lokal zu haben und via USB-Stick von A nach B zu befördern. Jedoch bedeutet das im Umkehrschluss, dass Google auch alles über mich weiß. Oder zumindest alles, was ich Google wissen lasse. Mail ist eine Sache, die man nicht umgehen kann. Jeder Provider hat theoretisch die Möglichkeit meine Mails zu lesen. Aber im Gegensatz zu vielen Anderen weiß ich, dass Google es auch tatsächlich tut. Nicht umsonst habe ich im Postfach personalisierte Anzeigen.

    Ähnlich verhält es sich bei den Docs. Bewerbungen, Lebensläufe und weiß der Geier was noch alles liegt bei den Herren in Mountain View. Und somit auch ein Gutteil meines Lebens. Natürlich weiß ich nicht, wer Einsicht hat…und ich glaube, das ist auch besser so :)
    Bei vertraulichen Angelegenheiten wähle ich deswegen auch hier die sichere Variante und halte diese Dokumente lokal. Oder im TrueCrypt-Container in meiner Dropbox (einer der genialsten Gratis-Cloud-Dienste <3 ).

    Der Mehrwert von Google ist für mich mit der Anschaffung meines Desires natürlich nochmals exponentiell gestiegen.

    Was noch… Reader –> meine Newsquelle Nummer 1. Ohne geht nicht mehr. Was waren das noch für Zeiten, als ich auf jeden Gerät ein Programm installieren musste und dann auch noch mühevoll alle Feeds importieren.

    Chrome –> mein Browser. Auch hier ist die Möglichkeit von Synchronisation, ganz ohne zusätzliche Tools und Plug-Ins Totschlagargument Nummer 1. Und das die Plug-Ins synchron sind setzt dem Ganzen die Krone auf. Firefox wurde mir irgendwann einfach zu träge. Wobei die 4er Version ganz schmuck und auch recht performant ist.

    Youtube….ja, Youtube. An sich ein sehr guter Dienst, jedoch kann ich die Meldung "Dieses Video enthält irgendwas von irgendwem …" nicht mehr sehen. Hängt weniger mit Youtube als viel mehr mit unserer Rechtsprechung zusammen, aber ärgert mich trotzdem.

    Die Verknüpfung der Dienste untereinander, nutzbar mit nur einem Account und einem Passwort ist schön, aber auch hier liegt eine enormes Risiko. Ein Account weg –> alle Accounts weg.

    Um diesem elendig langen Geschwafel, welches die meisten eh nach dem 2ten Absatz nicht zuende gelesen haben, mal ein Ende zu setzen:

    Google bzw dessen Dienste sind aus meinem Leben, sowohl privat als auch geschäftlich, nicht mehr weg zu denken. Alles immer und überall verfügbar, ohne Gedanken an Backups zu verschwenden oder diese peinlichen Momente in denen der Satz "Oh, ich hab meinen Stick vergesen" fällt, zu haben ist ein sehr erstrebenswerter Zustand. Und für alles, was Google nicht bietet kann die Dropbox genutzt werden.
    Jedoch sollte man sich immer vor Augen halten, zu welchem Preis man sich diese vermeintlich kostenlosen Dienste erkauft.

    Just my 2 Cents….oder beser aufgrund der Länge 2.38$

  3. Martin Rechsteiner

    11. Mai 2011 at 23:51

    Google hat wirklich viel getan im web, das sehen viele menschen nicht. vieles für das man vieeeel geld zahlen müsste gibt uns google für lau, die frage ist nur wohin das führt, wir geben natürlich google dinge die einen weit aus grösseren wert haben zurück, die ganzen Daten, aber ja, wir wollen ja optimistisch in die zukunft blicken *lach* :-D

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