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Meine Meinung: Was OnePlus besser machen muss

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

OnePlus_One_Test

Kein anderer Smartphone-Hersteller ist seit einem Jahr so stark in der Presse wie OnePlus vertreten, denn Marketing können die Chinesen definitiv. Doch das reicht für langfristigen Erfolg nicht aus, der Hersteller muss an einigen Stellschrauben mit dem neuen OnePlus 2 ordentlich drehen, sonst geht die Geschichte vielleicht doch noch nach hinten los.

Überwältigende Verkaufszahlen legte OnPlus öffentlich vor, zumindest sind das die Zahlen, die der Hersteller mündlich nannte. Selbst wenn das One tatsächlich nur 500.000 statt der genannten 1,5 Millionen Mal verkauft wurde, steht unterm Strich ein riesiger Erfolg für das Unternehmen mit anfangs nur ein paar Mitarbeitern. Wenn man sich aber in Europa und den USA festbeißen will, muss noch etwas mehr getan werden.

Support

Bislang spricht man großteils nur Kunden an, die doch ein wenig Nerd sind, die gern basteln und generell sehr affin in Sachen Technik sind. Will man aber auch dauerhaft den Massenmarkt ansprechen, um tatsächlich ein Flagship Killer und nicht nur eine Alternative zu bieten, muss OnePlus zwingend den Support aufstocken und verbessern. Es muss auch für den normalen Kunden möglich sein eine einfache und unkomplizierte Lösung zu finden, wenn es doch mal Probleme gibt.

Ein guter Support ist wichtig. Gut im Sinne der Erreichbarkeit und des Komforts. Weiterhin wird man als Kunde nicht einfach in den Laden gehen können, wo man das eigene Gerät gekauft hat, doch eine möglichst einfache Abwicklung bei Reparaturen usw. sollte trotzdem geboten sein. Des Weiteren sollte der Support weniger auf das eigene Recht verharren, denn diese negativen Erfahrungen verbreiten sich schneller als es etwa bei Samsung und Co der Fall ist. Bei denen gehts aufgrund der Masse einfach unter.

Software

OnePlus muss ab sofort bei der Software eine feste Basis haben, der Wechsel des Betriebssystems wie nach der Ära mit Cyanogen ist normalen Nutzern nicht zumutbar. Überhaupt damit rechnen zu müssen, dass die auf dem Gerät installierte Software morgen kein Support mehr bekommen könnte, ist schon nicht so geil. Das eigene Oxygen OS muss ordentlich gepusht werden, mit vielen – neuen – Mitarbeitern, auch hier mit mehr Support.

Probleme sollten schnell aus der Welt geschafft werden können. Früher war das selten möglich, da wurde gern die Wartezeit für die Problembehebung entschuldigt, wovon sich der Nutzer allerdings nichts kaufen kann. Bugs passieren, das passiert den „besten“ und größten Herstellern, doch dann müssen eben Fixes schnell geliefert werden können.

So schön der Gedanke mit Cyanogen noch immer ist, die Software sollte aus dem eigenen Haus kommen, Entwicklung/Support über drei Ecken kann auf Dauer nicht funktionieren.

Weniger ist mehr

OnePlus ist noch immer eine große Nummer, zumindest im Netz. Der Hersteller haut ständig News raus, haut immer mächtig auf die Pauke, wovon sich viele andere Hersteller was abschneiden können. Dennoch sollte man meines Erachtens die eine oder andere Ankündigung etwas zurückschrauben und nicht immer alles auf die Spitze treiben.

Immer öfter stoßen mir Leser entgegen, die die vielen leeren oder nur teilweise eingehaltenen Versprechungen absolut satt haben. Verständlich. Denn egal ob das Smartphone nun 400 oder 800 Euro kostet, es ist in der Regel hart verdientes Geld, was der Käufer natürlich gut angelegt haben möchte.

Ein gutes Negativbeispiel waren die StyleSwap Cover beim One, mit denen man schön geprahlt hatte. Ob die sich überhaupt wie gewünscht produzieren lassen, hatte man vorher wohl nicht ausprobiert. Am Ende gabs das Bambus-Cover begrenzt verfügbar, alle anderen Materialien gar nicht.

Eigentlich ganz easy, oder?

OnePlus hat das erste Jahr doch gut gemeistert. Jetzt muss man nur die angesprochenen Punkte in den Griff bekommen, was eigentlich kein Problem sein sollte, dann klappt es auch im zweiten Jahr und vielleicht darüber hinaus. China ist heftig im Aufschwung, das Image nur billige iPhone-Kopien zu liefern ist längst abgelegt.

Warum berichten wir so viel?

OnePlus verkörpert ein wenig das, was bei Samsung, HTC, Sony, LG und Co nur noch wenig oder nie vorhanden war. Das junge Unternehmen, bezogen auf das Alter der Gründer, begeistert und fesselt einfach. Zudem hat Daniel seit über einem Jahr sein One und will es einfach nicht abgeben. Ein durchaus positives Zeichen.

Wer es immer noch nicht weiß: das OnePlus 2 wird am 27. Juli 2015 präsentiert.

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