Meinung: Samsung hat die Galaxy A Serie verloren

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Setzt Samsung seine Topseller-Smartphones mit einer nachlässigen Strategie aufs Spiel?

Lite, SE, A – jeder Hersteller hat eine andere Bezeichnung für seine Mittelklasse-Smartphones. Wobei das nicht unbedingt stimmt, denn Galaxy A und Pixel A sind sich namentlich recht ähnlich. Das gilt auch für den Preis: Das Samsung Galaxy A54 kostet fast genauso viel wie das Google Pixel 7a. Doch wer von beiden wird das Rennen machen?

Galaxy A-Serie für Samsung enorm wichtig

Für Samsung ist die A-Serie sehr wichtig, sie macht vermutlich rund 70 Prozent der Verkäufe aus. Und auch bei Google, wo es weniger konkrete Zahlen gibt, ist man auf die jährliche Neuauflage des A-Modells angewiesen. Es verkauft sich gut, bescheinigte Google zuletzt dem Pixel 6a. Das große Upgrade (Display, Kamera, Wireless Charging neu) in Form des Pixel 7a kam genau richtig.

Mangelnde Performance, fehlende Upgrades

Bei Samsung war die Euphorie geringer. Das aktuelle Galaxy A54 hat keine signifikanten Verbesserungen mitbringen können. Im Gegenteil, sehr viel Kritik gab es für den integrierten Exynos-Chip. Samsung konnte damit sicherlich viel Geld sparen, aber die Leistung wird immer wieder stark kritisiert und hängt der Konkurrenz hinterher. Animationen sind nicht flüssig, kleine Ruckler und Hänger gehören immer dazu.

Vergleicht man andere Punkte, hat Samsung ein weiteres Problem, denn man will nicht unbedingt mithalten. 25 Watt Kabelaufladung sind schlecht, wenn die chinesische Konkurrenz hier schon gerne 50 bis 100 Watt bietet. Bei der Kamera ist man gut aufgestellt, aber auch nicht besser als Google-Geräte, die bis zum Pixel 6a sogar sehr alte Bildsensoren mit sich herumschleppten.

Einen großen Pluspunkt sammelt Samsung mit seiner starken Update- und auch Garantiestrategie. Aber das scheint in der Wahrnehmung der potenziellen Kunden nicht zu reichen.

Verkaufszahlen bestätigen schweren Stand

Samsung steht vor einem Problem, das sagen auch Analysten. Die Erwartungen an die Verkaufszahlen können nicht erfüllt werden, weil vor allen Dingen bei den günstigeren Geräten der Galaxy A Serie die Nachfrage abfällt. Man hat hier ganz klar verpasst, die notwendigen Upgrades zu bringen. Das ist kurios, denn ausgerechnet in den aktuellen Zeiten sollten sich günstigere Modelle doch besser verkaufen können.

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3 Kommentare zu „Meinung: Samsung hat die Galaxy A Serie verloren“

  1. Ich habe ein A53. Neben einem Einsteiger Tablet TabA7 und meinem uralten Diensthandy (A5 2017) mein erstes freiwillig gekauftes Samsung.

    Läuft eigentlich OK. Halt nicht schneller als das 3 Jahre alte Xiaomi welches es dank ausbleibender Updates ablösen durfte.
    Vor allem Zugriffe auf den Speicher (auch App Updates/Installationen) dauern sehr lange.
    Größte Enttäuschung ist aber die Kamera. Nicht wegen der Fotos, die gelingen. Sondern wegen der vielen, bei denen der Autofokus zu lahm war, bei denen der Auslöser erst auslöste, während man das Handy schon wieder weggeschwenkt hat oder wegen der Videos, die Flasche gedreht in der Gallerie auftauchen, nur weil sie im Laufen aufgenommen wurden.

  2. Für wie dumm kann man Leser eigentlich verkaufen?

    Das A54 ruiniert Samsung angeblich die gesamte A-Serie, weil es „nur“ mit 25W lädt, die China-Konkurrenz aber deutlich schneller (Xiaomi Note 12 Pro+ 5G zB, etwa preisgleich mit 120W). Und das nigelnagelneue Pixel 7a vom „Innovationstreiber“ Google? Krebst mit 18W nächtelang an der Steckdose rum. Dafür geht kabellos, wenn man sich bei 7,5W ’ne Packung Valium dazu gönnt… Applaus.
    Aber das innovative Display erst, stolze 90Hz, blickwinkelstabil wie ein mundgeblasener Spiegel aus dem Mittelalter. 👉 Geht bei Xiaomi ab 200€ seit Jahren besser.

    Nicht verizifierbare Verkaufszahlen eines Herstellers eines Altmodelles (Google Pixel 6a) werden dabei mit Prognosen (aus fremder Quelle) zu einer ganzen Modellreihe eines anderen Herstellers verglichen.

    Das kommt dabei raus, wenn ein Google-Jünger unter Schreibzwang anscheinend Bashing zum Lebenszweck erkoren hat.
    Mit seriösem Journalismus hat das nix zu tun, das ist halt „Meinung“.

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