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Marktgeschehen

Motorola siegt gegen Apple: Keine UMTS-iPads und älteren iPhone-Modelle mehr im deutschen Online-Shop [UPDATE]

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Bäm! Nachdem wir fast wöchentlich über die Erfolge von Apple berichten müssen, wie sie es mit lächerlichen Geschmacksmustern tatsächlich schaffen die Gerichte zu überzeugen und so ein Produkt nach dem anderen vom Markt klagen, konnte nun ein Smartphone-Hersteller erfolgreich gegen Apple vorgehen und verpasst dem amerikanischen Konzern einen Denkzettel. Lustigerweise kommt es hier zum Kampf der Amerikaner, der ehemalige große Motorola gegen den aktuellen großen Apple.

Grund für eine Klage war die Verletzung eines Patents für die Übertragung via GPRS-Standard. Dafür gibt es gesetzliche Bestimmungen, dass die Patentinhaber in einem solchen Fall zu fairen Konditionen die Nutzung der Patente anderen Herstellern ermöglichen. Zwar hat Motorola dies versucht, nach den Ansichten von Apple aber eben mit unfairen Konditionen, sodass man sich bis heute nicht einigen konnte. Die Anfechtung des schon vor einiger Zeit gefallen Urteils hatte wohl auch keinen Erfolg, weshalb der Konzern nun alle älteren iPhone-Modelle sowie die iPad 2-Modelle mit UMTS aus dem hauseigenen Online-Shop entfernt hat bzw. sie als „nicht lieferbar“ deklariert.

In erster Linie bedeutet dies kein Weltuntergang für Apple, dennoch zeigt es dem Konzern und seinen Anwälten, dass man genauso verletzbar wie die Konkurrenz ist. Zudem richtet sich dieses Urteil wohl nicht gegen die deutsche Niederlassung, weshalb die Geräte weiterhin bei Retailern und den eigenen Stores erhältlich sein müssten. Dummerweise wird dadurch der ganze Streit zwischen den Herstellern sicherlich nur noch mehr angeheizt, Ruhe können wir hier nicht so schnell mehr erwarten. [via/Quelle]

UPDATE: Wie einige US-Blogs berichten, kam es nie zu einer Einigung, weil Motorola seit sieben Jahren die Lizenzierung nur zu unfairen Bedingungen anbot. Geräte sollen demnächst wieder im Online-Shop erhältlich sein, wie Apple hinzufügte.

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5 Kommentare

5 Comments

  1. noeler

    3. Februar 2012 at 14:52

    Wenn jetzt ACTA schon aktiv wäre, könnten alle Geräte eingesammelt und vernicht werden, bei strenger Auslegung, so würden nicht mal Geräte bei freien Hänldern verfügbar sein ;-)

  2. Elv

    3. Februar 2012 at 17:30

    Hoffe es geht für Motorola nicht nach hinten los, wenn es doch zum GPRS Standart gehört und dann zum FRAND gehört. Da würde das selbe folgen wie bei Samsung mit einer Untersuchung der EU Kommission

  3. noeler

    3. Februar 2012 at 18:18

    Ist es schon. Siehe die Neuigkeiten. Ab heute Abend sind alle Geraete wieder verfuegbar, im Shop.

    • Elv

      3. Februar 2012 at 19:44

      Versandfertig in: Derzeit nicht verfügbar

  4. Elv

    3. Februar 2012 at 19:54

    Apple: Alle iPhones und iPads "in Kürze" wieder erhältlich

    Der US-Computerhersteller Apple hat angekündigt, die von einem gerichtlichen Verkaufsverbot betroffenen iPhones und iPads "in Kürze" wieder in den Online-Store zu bringen. Noch am Freitagnachmittag sollen die älteren iPhone-Modelle 3GS und 4 sowie iPads mit Mobilfunkeinheit wieder direkt bei Apple erhältlich sein. Apple habe die Aussetzung des Verkaufsverbots erwirkt, sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Mac & i. "Alle iPad- und iPhone-Modelle werden in Kürze wieder über den Online-Store von Apple in Deutschland verkauft." Das Oberlandesgericht in Karlsruhe habe als Berufungsinstanz den Vollzug des Verkaufsverbotes vorerst gestoppt. Derzeit sind die Geräte noch als "nicht verfügbar" verzeichnet.

    Apple hatte die Geräte am Freitag aufgrund einer von Konkurrent Motorola im Dezember erwirkten Entscheidung des Landgerichts Mannheim aus dem eigenen Online-Store nehmen müssen. In dem Rechtsstreit geht es um eine von Motorola patentierte Mobilfunktechnik, die zum GPRS-Standard gehört. Motorola wirft Apple vor, dieses Patent mit den betroffenen Geräten zu verletzen. Apple argumentiert dagegen, Motorola habe die strittige Technik nicht zu angemessenen Bedingungen lizenzieren wollen, wie das bei standardrelevanten Patenten üblich ist.

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