Das Jahr neigt sich dem Ende zu und mir kam gerade die Idee einfach mal über die Serien zu schreiben, die mir in diesem Jahr Amazon, Netflix und Sky auf meine Screens gebracht haben. Ich rede hier nicht unbedingt von Originals oder exklusiven Inhalten, sondern einfach von den Serien, die die beiden wohl bekanntesten und auch besten Streaming-Portale in diesem Jahr im Angebot hatten. Zudem bin ich Sky-Abonnent, auch dort gibt es zahlreiche gute Inhalte.

Meine beständig abonnieren Plattformen sind Sky und Amazon Prime Instant Video, während ich mir Netflix nur bei Bedarf abonniere. Sky darf als Konkurrenz gezählt werden, inzwischen ist der Pay TV-Anbieter mit seinen Paketen (Sky Ticket) auch ausschließlich online verfügbar und kann beständig mit sehr sorgfältig ausgewählten sowie meist exklusiven Inhalten auftrumpfen.

Die Titel der Serien habe ich einfach mit deren IMDb-Seiten verlinkt. Bei werstreamt.es findet ihr relativ schnell heraus, wo ihr die Inhalte aktuell zum Streamen und oder Kaufen/Leihen finden könnt.

The Grand Tour

Besonders aktuell ist natürlich „The Grand Tour“, die inoffizielle Nachfolge von „Top Gear“ ist für Autofans ein absolutes Muss. Wobei Autos hier nicht immer so ganz ernst unter die Lupe genommen werden, das durch die Sendung führende Trio zudem absolut unterhaltsam ist und mir somit zum Serienstart bei Amazon jeden Freitag mit einer neuen Folge einen wunderbaren Ausklang der Woche ermöglicht.

Last Chance UAll or Nothing & Ballers

Es gibt viele gute und schlechte Dokus über Sport, doch zwei Serien sind mir in diesem Jahr besonders stark ans Herz gewachsen. „Last Chance U“ ist super neu und super interessant. Netflix hat beim Footballteam des East Mississippi Community College gedreht und eine Saison lang begleitet. Mit allen Höhen und Tiefen. Es ist ein interessanter Blick hinter die Kulissen, wie aus schweren Jungs eventuell Footballstars werden und wo dieser Weg beginnt.

„All or Nothing“ hingegen spielt quasi mehrere Jahre später, Amazon hat die Arizona Cardinals vor und während der Saison 2015 begleitet. Ein ebenso tiefer Einblick in den Football, nur hier eben auf Profiniveau. Man muss kein Footballfan sein, um diese Serie mit ihrem tiefen Blick hinter wirklich jede Kulisse gut zu finden.

Verfügbar bei Sky und Sky Ticket ist zudem „Ballers“, eine aktuell in zwei Staffeln verfügbare Serie mit „The Rock“, der einen Manager für Footballspieler spielt. Ihr merkt schon, Football war dieses Jahr voll mein Ding. Eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Serie, in der es eher um den Lifestyle in und rundum Miami geht und wie man 20 Millionen Dollar Gehalt schnell wieder loswerden kann.

Narcos

Nach einer wirklich guten ersten Staffel folgte in diesem Jahr bereits der zweite Teil von „Narcos“ (Netflix Original), in dem unweigerlich das passiert, was auch die wahre Geschichte dieser Story bereithielt. Meines Erachtens knüpft die zweite Staffel nahtlos an die erste an. „Narcos“ zog mich sofort in seinen Bann, in diese für uns unwirkliche Welt der Drogenkartelle und den Kampf gegen diese. „Narcos“ ist absolut eine virtuelle Reise nach Kolumbien wert, die Serie wird zudem schon 2017 fortgesetzt.

Vinyl

Dieser Serie muss man wahrscheinlich aus mehreren Gründen gucken, die da unter anderem Mick Jagger und Martin Scorsese heißen. Beide gehören zu den Machern von „Vinyl“. Diese Serie zeigt uns das Musikbusiness der 70er Jahre in und um New York, fiktive Persönlichkeiten gemischt mit echten Künstlern der damaligen Zeit. Sex and Drugs and Rock’n Roll, so kann man „Vinyl“ kurz zusammenfassen. Vinyl ist leider abgesetzt, die einst angekündigte zweite Staffel kommt doch nicht.

Billions

Um viel Kohle geht es auch in „Billions“, genauer gesagt um den Kampf einiger Staatsdiener gegen das überreiche Establishment. Mit Damian Lewis und Paul Giamatti konnten dafür meines Erachtens hervorragende Charakterschauspieler gefunden werden. Das war auch dringend nötig, denn diese Serie spielt an keinen großen Kulissen und ist auch nicht wirklich bildgewaltig, hier dreht sich alles um die Charaktere und ihre Story. Wer Macht, Geld und den Kampf darum für interessant hält, wird „Billions“ sicher an einem einzigen Tag verschlingen. 2017 geht es mit Staffel 2 weiter!

Bloodline

Deutlich dramatischer wird es in „Bloodline“, das Netflix-Original spielt zwar an einem traumhaften Ort, doch hinter den Kulissen der vermeintlich glücklichen Großfamilie spielen sich zahlreiche und teilweise schwerwiegende Dramen ab. Wer Drama und Thriller im perfekten Mix mag, kommt in diesen Jahren an der erst zwei Staffeln alten Serie definitiv nicht vorbei.

The Night of

Ebenso ein Thriller ist die Mini-Serie „The Night of“ von HBO, die zum Zeitpunkt des Artikels bei Sky verfügbar ist. In nur neun Episoden wird die Story eines vermeintlich schüchternen Einzelgängers erzählt, für den sich das Leben in nur einer Nacht komplett auf links dreht. Eine eigentlich gar nicht so kreative Story wird dafür umso fesselnder erzählt und durch die gute Regiearbeit immer ins das richtige Licht gerückt.

House of Cards

2016 ging bereits die vierte Staffel von „House of Cards“ an den Start, eine der meines Erachtens besten Serien aller Zeiten, die mit Staffel 3 ihren Durchhänger nun hinter sich hat und mit Vollgas auf die nächsten Staffeln (mindestens noch eine) zusteuert. Ich habe mir vor der vierten Staffel direkt noch mal die ersten drei reingezogen und bin nach wie vor hin und weg von der exzellenten schauspielerischen Leistung von Kevin Spacey. Und eigentlich will man nicht wahrhaben, dass auch nur ein Bruchteil der Ereignisse auch auf reale Politik zutreffen könnte.

Show me a Hero

Kleinere aber nicht weniger wichtige Politik ist das Thema in „Show Me a Hero“. In dieser Mini-Serie wurde das politische Leben von Nick Wasicko verfilmt. Kurz umschrieben ging es darum, dass der überraschend zum Bürgermeister gewählte Politiker umsetzte, Sozialbauwohnungen in den weißen Vierteln seiner Stadt  zu errichten. Weiß gegen Schwarz, Einheimische gegen Immigranten – damals wie heute das Thema. Eine starke, bewegende und mit einem nach wie vor aktuellen Thema bestückte Mini-Serie vom Macher von „The Wire“.

Banshee

Kommen wir nach ernsten Themen wieder zurück zu Gewalt und Sex, denn genau das sind die grundlegenden Elemente für den Handlungsstrang von „Banshee“. Diese Serie fand in diesem Jahr ihren Abschluss und der kam nicht zu früh oder zu spät. Wer auf „Hirn mal ausschalten“-Unterhaltung mit einem Hauch Erotik, sehr skurrilen Gestalten und zahlreichen Prügeleien steht, der wird mit „Banshee“ definitiv glücklich.

Mad Dogs

„Mad Dogs“ wird sicher dem ein oder anderen bekannt sein, Amazon hat diese bereits als Serie auf die Leinwände gebrachte Story erneut aufgewärmt, leicht abgeändert und bei Prime Video veröffentlicht. Ebenso handelt es sich um eine Mini-Serie. Vier Freunde machen Urlaub bei einem ausgewanderten Freund, doch ein erholsamer Urlaub wird das wahrlich nicht. Alle „Urlauber“ geraten Tief in den Sumpf der Machenschaften anderer, von denen sie vermutlich nie geträumt hätten.

Halt and Catch Fire

Jetzt kommt auch mal was für die Geeks unter uns, denn „Halt and Catch Fire“ spielt in der Zeit, als man die Pixel auf dem Bildschirm noch einzeln zählen konnte. Thema ist der Aufbrauch der Computerbranche in den 80er Jahren, genauer gesagt sind Leute im Vordergrund, die mit damals revolutionären Ideen und Entwicklungen den Sprung nach ganz oben schaffen wollen. Aber wie gewöhnlich klappt der Aufstieg nicht ohne Probleme, „Halt and Catch Fire“ ist ein Mix aus menschlichen Dramen und „einfach mal Geek sein“.

Silicon Valley

Ebenso für Geeks geeignet ist „Sillicon Valley“, nur ist diese Serie deutlich weniger dramatisch und eher unterhaltsam bis lustig. Ein Team aus jungen Entwicklern hat starke Ideen, entwickelt coole Tools und verkackt hin und wieder gänzlich. Die fünf Hauptprotagonisten erfüllen alle Klischees typischer Nerds und Geeks, eine absolut unterhaltsame Comey-Serie direkt aus dem Valley mit aktuell bereits drei Staffeln.

Transparent

Sobald eine neue Staffel dieser Serie veröffentlicht wurde, verschlinge ich sie in wenigen Stunden komplett. „Transparent“ zählt für mich zu den Highlights der Originals-Serien überhaupt, denn dieser bunte Mix an starken Charakterschauspielern in dieser unfassbar skurrilen Familie ist für mich weit mehr als die bislang lediglich zwei gewonnenen Golden Globes wert. Hauptakteur ist Jeffrey Tambor, der in dieser Serie einen Familienvater im höheren Alter verkörpert, welcher erst sehr spät seine Transsexualität offen auslebt. Ein starker Mix verbindet Familiendramen mit Momenten zum Schmunzeln.

Mozart in the Jungle

Nicht ganz auf dem Niveau von „Transparent“ ist „Mozart in the Jungle“, eine Serie über die New Yorker Symphonie mit fiktiven Charakteren. Mal lustig, mal etwas dramatisch, mal lässt man sich von den hübschen Klängen echter Instrumente verzaubern. Irgendwie mag ich diese Serie, kann aber gar keinen richtigen Grund dafür finden. Definitiv eine tolle aber leichte Unterhaltung, sollte der Spaziergang am Sonntagnachmittag mal ausfallen.

Gilmore Girls: Ein neues Jahr

Jetzt wird es so richtig schnulzig! Netflix hat die beliebte Serie aus den 00er Jahren wieder neu aufgelegt, allerdings nicht einfach mit einer weiteren Staffel, sondern mit vier Folgen in Spielfilmlänge, die einfach ein komplettes Jahr in der „Gilmore Girls“-Welt widerspiegeln sollen. Ein tolles Konzept und eine tolle Umsetzung, alle alten Charaktere kehren zurück und irgendwie fühlt man sich wieder in frühere Tage zurückversetzt. Ein Paradebeispiel dafür, wie man alte Serien 10 Jahre später nochmals kurz für die Fans aufleben lassen kann.

Amanda Knox

Keine Serie aber eine unfassbar fesselnde Dokumentation hat Netflix in diesem Herbst veröffentlicht. Die gleichnamige Hauptdarstellerin ist keine Schauspielerin in einem unfassbar gut geschriebenen Drama, sie ist die dramatische Person in ihrem eigenen Leben, das kein Autor hätte besser schreiben können. Der „Engel mit den Eisaugen“ wurden im eigenen Mordprozess schlussendlich 2015 freigesprochen, nachdem die damals junge Frau acht Jahre zuvor ihre Mitbewohnerin eiskalt ermordet haben soll. Dieser Prozess war jahrelang weltweit in den Schlagzeilen, die „Amanda Knox“-Dokumentation erzählt die Geschichte dazu. Besonders interessant ist, dass fast alle Beteiligten ihre Geschichte selbst erzählen.

  • Ich weiß schon gar nicht mehr, womit ich angefangen hab :D
    Auf jeden Fall ganz doll andere Serien, als die im Artikel genannten.

    Hab allerdings auch Nachholbedarf in Sachen Supernatural, Chicago Fire und so altem Kram halt :D

    • Tja, da kannste nur kündigen um mehr Zeit für Serien aufzubringen, das ist mal klar :D

  • Für uns war das Highlight des Jahres auf Netflix zu finden. Jedem der mit einer Mischung aus Thriller, Mystery und Horror etwas anfangen kann sei Stranger Things ans Herz gelegt. Nächstes Jahr folgt dann auch schon die zweite Staffel.

  • supraklang

    Denny, wie schaffst du so viele Serien zu gucken? Hätte garkeine Zeit dafür ^^
    Jetzt musst du noch eine Liste mit zich von dir geguckten Filmen reinstellen ^^

    • Ich zieh dann halt mal nen Samstag mit einer oder zwei Staffeln durch, oder unter der Woche sind von 20 bis 2 Uhr halt viele Folgen weg