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Marktgeschehen

Nokia erwirkt einstweilige Verfügung gegen HTC in den Niederlanden

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Wer glaubte die „Verklag mich doch“-Storys sind Geschichte, den muss ich enttäuschen. Nach wie vor laufen unzählige Gerichtsverfahren unter anderem von Nokia gegen HTC. Jetzt hat der ehemals finnische Weltmarktführer allerdings auch einen Erfolg gegen den taiwanischen Smartphone-Hersteller verbuchen können, denn in den Niederlanden konnte man aufgrund des verbauten Mikrofons im neuen HTC One eine einstweilige Verfügung erwirken. Das bedeutet, in unserem Nachbarstaat darf HTC das eigene Top-Smartphone und zugleich den Rettungsanker des Konzerns nicht verkaufen.

UPDATE: Das HTC One darf doch weiterhin verkauft werden.

Gründe könnte es sicherlich viele geben, diesmal aber ist allein das im One verbaute Mikrofon schuld. Denn dieses Mikrofon hatte Nokia exklusiv für die eigenen Geräte entwickeln lassen, doch offenbar besitzt man die gleichen Lieferanten und Produzenten, die sich an dieser Exklusivität nicht gestört haben. Leidtragende sind natürlich nun die Jungs aus Taiwan, unabhängig davon, ob ihnen diese Tatsache letztlich wirklich bewusst war oder nicht.

Auch in Deutschland konnte Nokia vor nicht allzu langer Zeit einen Erfolg vor Gericht feiern, allerdings betraf es da nur ältere Geräte von HTC, die teilweise schon gar nicht mehr in der Herstellung sind.

[asa]B00BFUS8C6[/asa]

(via Heise, danke „Thunder 3000“)

2 Kommentare

2 Comments

  1. KeyserSoze

    24. April 2013 at 12:14

    Ich erlaube mir mal eine genauere Version
    in dieser Angelegenheit anzubieten.
    Auszug eines Artikel auf AndroidPIT.de:

    „Nokia hatte mit dem Hersteller der Doppelmembran-Mikrofone, die sowohl im
    Lumia 720 als auch im HTC One verbaut sind, eigentlich einen Exklusivdeal über
    zwölf Monate abgeschlossen. Bei ST Microelectronics dachte man aber
    anscheinend, dass dieser Deal nur sechs Monate gelte. Also verkaufte das
    Unternehmen die „Tufnell“-Mikrofonchips an HTC für dessen
    Vorzeigemodell HTC One. Deshalb hatte Nokia beim Amsterdamer Gericht Klage
    gegen den Hersteller eingereicht. Die niederländische Seite allaboutphones.nl
    zitiert aus dem Gerichtsbeschluss: „Es war vertraglich geregelt, dass
    Nokia nach dem Beginn der Massenproduktion des Mikrofons 12 Monate lang die
    Exklusivrechte daran behalten würde und dass das Produkt in dieser Zeit nicht
    an Dritte verkauft werden durfte.“ST Microelectronics darf jetzt aufgrund
    des Gerichtsbeschlusses die Chips bis Februar 2014 nur an Nokia
    verkaufen. HTC war zwar nicht direkt in dem Verfahren eingebunden, ist
    aber indirekt davon betroffen. HTC konnte die Details des Deals mit Nokia nicht
    kennen und hat somit bei der Bestellung der Mikrofone nicht vorsätzlich
    gehandelt, so die Begründung der Richter. Deshalb wird es auch keinen
    Verkaufsstopp oder eine Rückrufaktion für das HTC One geben, HTC darf alle
    bisher mit besagten Chips produzierten Smartphones auch weiterhin verkaufen“

    • dennyfischer

      dennyfischer

      25. April 2013 at 12:11

      Okay, dann hatte ich das mit der Verfügung falsch interpretiert.

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