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Marktgeschehen

Bargeldabhebung gleich Kündigung? Number26 schafft Klarheit

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Number26 Maestro

Number26 konnte sich in den letzten Tagen vor schlechter Presse kaum retten, denn erst jetzt schaffen die Macher des modernen Kontos Klarheit und geben Gründe für die Kündigungen bekannt. Man spricht von lediglich ein paar Hundert Konten, die man aufgrund bislang unbekannter Gründe urplötzlich mit einer Frist von zwei Monaten gekündigt hatte. Zum Sonntag veröffentlichte das Start-Up aber endlich eine ausführliche Stellungnahme zur Problematik.

Wir tappten im Dunkeln, warum Number26 wenig genutzte aber auch viel genutzte Konten gekündigt hatte, doch nun ist es bestätigt, dass tatsächlich zu viele Bargeldabhebungen der Grund sein können.

Hier geht es insbesondere um Kunden, die ihr Number26 Konto außer für sehr häufige Bargeldabhebungen nur wenig verwendet haben. Im Durchschnitt sprechen wir von rund 15 Abhebungen pro Monat, teilweise auch über 30, über mehrere Monate hinweg.

Die Kosten für die Abhebungen übernimmt Number26, was bei vielen Abhebungen dem Start-Up offensichtlich irgendwann zu teuer wird, denn eine Abhebung kann bis zu 2 Euro kosten. Zudem sind Abhebungen per Cash26 im Einzelhandel günstiger, vermutlich verwenden die Kunden aber hauptsächlich einfach Bankautomaten.

Das Number26 Girokonto ist ein kostenloses Produkt. Jede Abhebung verursacht auf unserer Seite Kosten. In Deutschland liegt der Preis pro Abhebung – deutlich über dem europäischen Durchschnitt – zwischen 1,50 – 2,00 €. Diese Gebühren übernehmen wir in der Annahme, dass Kunden das Konto im gewöhnlichen Ausmaß verwenden.

Zugleich gibt man bekannt, sich in Zukunft transparenter verhalten und die eigene Kommunikation nach außen verbessern zu wollen. Betroffene Kunden können sich zudem an die Bank wenden und den eigenen Fall nochmals einzeln prüfen lassen.

Allen Kunden, die betroffen sind und die gerne mehr Transparenz bezüglich der individuellen Kündigungsgründe hätten bzw. die gerne weiterhin ein Number26 Konto verwenden möchten, bieten wir die Möglichkeit, sich unter der E-Mailadresse questions@number26.de zu melden. Wir werden auf Wunsch auch jeden individuellen Fall nochmals prüfen und gegebenenfalls weiterhin ein Konto zur Verfügung stellen. Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Kunden, hier nicht offener und aktiver kommuniziert zu haben.

Im Sinne der Transparenz und Fairness, haben wir uns außerdem dazu entschlossen, in den nächsten Wochen gemeinsam mit unseren Kunden, eine Fair-Use Policy für Number26 zu erarbeiten, um allen Kunden klare Rahmenbedingungen für die Nutzung von Number26 zu geben.

Warum nicht gleich so?

7 Kommentare
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7 Comments

  1. Robert B.

    5. Juni 2016 at 11:21

    Man wird gekündigt wenn man die primäre Funktion einer Dienstleistung nutze.
    Ja, das ist hart.
    Ich unterstelle mal das die Zahl von 15-30 Abhebungen Überspitzt dargestellt ist und wohl nur auf eine Hand voll User zutrifft.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      6. Juni 2016 at 15:12

      Wahrscheinlich gibts solche Leute wirklich :D

    • Patrick Bäder

      6. Juni 2016 at 15:54

      Naja, also die primäre Funktion liegt wohl darin mit der Karte zu zahlen anstatt damit Geld am Automaten abzuheben.
      Und wer damit so häufig Geld abhebt kann es auch gleich zu Hause im Sparstrumpf lassen da es auf dem Konto ja eh keine Zinsen gibt……
      Vor allem da es sich bestimmt um kleine Beträge handelt wenn einer so oft zum Automaten rennt.

    • Robert B.

      7. Juni 2016 at 00:39

      „Naja, also die primäre Funktion liegt wohl darin mit der Karte zu zahlen anstatt damit Geld am Automaten abzuheben.“

      Wenn es in De immer und überall möglich wäre, nur all zu gerne ;)

    • Patrick Bäder

      7. Juni 2016 at 09:01

      Da hast du natürlich Recht. Ist nicht überall möglich :(

      Daher ist man mit einer zusätzlichen Maestro Karte immer auf der sicheren Seite ;)

  2. Patrick Bäder

    6. Juni 2016 at 15:46

    Also ich muss sagen das ich das schon verstehen bzw. nachvollziehen kann, aber muss es gleich zu einer Kündigung kommen ??
    Es wäre in meinen Augen richtig gewesen die betroffenen Kunden erst einmal anzuschreiben und ihnen den Sachverhalt näher zu bringen und sie zu bitten ihre Nutzung zu ändern !!

    Wobei ich mich auch frage wer zum Geier nochmal jeden Tag oder jeden zweiten Tag zum Automaten rennt um dort was abzuheben……… :o

  3. Thorsten Giesecke

    6. Juni 2016 at 20:58

    Number26 – die nächste Startup Pleite mit Ankündigung! Fair Use Policy haben die Macher sich wohl bei O2 mit ihrer Fair-Use-Mechanik abgeschaut? Wer freiwillig bei solchen Unternehmen bleibt ist selbst schuld. 1&1 hängt ja bis heute auch der Ruf an (und ist zum Teil berechtigt)…

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