Ein der Mitbegründer verlässt OnePlus und macht den Weg frei, für neue Ideen und möglicherweise für eine größere Neuausrichtung.

OnePlus hat viele Jahre für Aufsehen gesorgt, sie machten krasse Fehler, boten brutale Kampfpreise und am Ende eigentlich nur durchschnittliche Smartphones. Inzwischen ist OnePlus auf einem Level mit anderen Herstellern, die angebotenen Android-Smartphones kosten zum Teil nicht mehr signifikant weniger und die Geräte sind empfehlenswert geworden. Rückblickend war OnePlus selten ein Vorreiter, nur immer ziemlich laut. Nun wandeln sich die Märkte. Eine neue Strategie muss her, ein erster Stein ist gelegt.

Alle sechs Monate neue Highend-Smartphones zu höheren Preisen, die zu ihren Vorgängern kaum Unterschiede bieten können. Das funktioniert auch für OnePlus nicht mehr sonderlich lange und gut. In diesem Jahr hat man sich also umentschieden, das OnePlus 8T kommt alleine und früher dieses Jahr wurde mit dem Nord nach einigen Jahren erstmals wieder ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt. Es sollen sogar gleich zwei weitere Günstig-Smartphones folgen.

Führungsposition macht Platz für Neues

Die neue Strategie offenbart in meinen Augen die Schwächen der letzten Jahre und die drohende Gefahr, irgendwann im Niemandsland zu versinken. Über den Status eines respektablen Start-Ups ist OnePlus nämlich selten hinausgekommen. Marktanteile von Motorola, Sony, HTC und LG lagen auf der Straße, aufgesammelt von Xiaomi und Huawei. Nun geht bei OnePlus mit Carl Pei einer der Mitbegründer. Ein Redner und eine Person der Öffentlichkeit. Vielleicht geht damit auch ein Hindernis, macht damit die Türen für neue Wege auf?

Zumindest war von außen betrachtet nicht in Sicht, dass Pete Lau oder Carl Pei das Unternehmen verlassen. Umso überraschender war die Meldung natürlich. Ich bin gespannt, ob sich Pete Lau jemand an die Seite holt oder eine führende Rolle übernimmt und weitere Veränderungen anstößt.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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1 Kommentar

  1. Oneplus hat schon einige Innovationen gebracht. Auf den deaktivierten Bildschirm per Geste auf Funktionen des Handys zugreifen zu können, die schnellsten Fingerabdrucksensoren (in der Zeit vor under display Technologie jedenfalls) und die high refresh rate Bildschirme waren Markenzeichen wie ein sehr vorsichtig optimiertes stock-Android. Für eine Marke dieser Größe ist das recht viel Innovation und vor allem nicht auf Krawall sondern schon meistens mit Hand und Fuß. Wenn man Fehlschläge nennt sind das für mich diese sinnlosen Makrokameras, bei denen sich op ebenfalls schuldig macht. Aber diese Fehlschläge bzw die Innovationslosigkeit wirft man Apple und Samsung bei jeder Produktvorstellung aufs neue vor.
    Die meisten Marken, die sich anfangs an Enthusiasten richten schwenken irgendwann in den lukrativeren Massenmarkt. Ich bin froh dass nach wie vor bei den OP das unlocken des Bootladers sowie allgemein das Rooten so kinderleicht ist.
    Allgemein sollte man oneplus eher als Teil von BBK sehen wie z.B. Audi als Teil der VAG. In diesem Rahmen hat sich OP immer bewegt und dementsprechend mit Vivo und Oppo eine Gleichteilestrategie gefahren, die für Kunden (oder Aktionäre) jedoch gut ist, weil die Handys sonst viel teurer wären.

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