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Preise und Marktstart zu Joyn bei der Telekom bekannt – umfangreicher als die SMS aber gleich teuer (UPDATE)

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

rcs-e

Schon mehrmals hatten wir in diesem Jahr über den neuen Dienst Joyn berichten können, welcher in Bälde die alte SMS ersetzen und WhatsApp und Co. konkurrieren soll. Denn die Provider in Deutschland und auch in anderen Staaten sehen schwindende SMS-Umsätze, da es eben kostenlose Smartphone-Messenger gibt, doch diesen Markt der Kurzmitteilungen möchte man natürlich nicht komplett aus der Hand geben. Deshalb gibt es in Zukunft Joyn, ein in die Systeme integrierter Nachrichtendienst, welcher über kurz oder lang die SMS ersetzen wird, allerdings nicht kostenlos bleibt.

Die Telekom wird Joyn ab dem 01. Oktober anbieten, zur Einführung wird der Dienst vollkommen kostenfrei bis zum 31. März 2013 bleiben, danach wird der Dienst etwas kosten. Je nach Tarif wird auch Joyn verschieden berechnet, wobei natürlich wieder undurchsichtige und nicht gerade leicht verständliche Tarifsätze zum Einsatz kommen. So wird beispielsweise aber im Tarif  Special Call 100 eine Chat-Nachricht via Joyn mit 19 Cent berechnet, der Versand einer Datei wird mit 39 Cent berechnet.

Zusätzlich berechnet werden nicht nur die Nachrichten je nach Tarif, sondern auch die Minuten der genutzten „Joyn-Kamera“, was man etwa mit Video-Call in Skype vergleichen kann. Und da wären wir übrigens auch an dem Punkt, bei dem wir alle nur mit dem Kopf schütteln können. Denn Joyn bietet all das, was Skype, WhatsApp, Kik Messenger und so weiter bieten, nämlich den Versand von Nachrichten, Dateien und Video-Telefonate über das Datennetz, nur eben kostenlos. Kein Ahnung, was sich die Provider hierbei gedacht haben. E-Plus hält sich bekannterweise aus dieser Geschichte raus, was wir erst belächelten, jetzt aber nachvollziehen können. [via, via]

UPDATE: Die Telekom hat soeben im hauseigenen Blog etwas zu den derzeit umgehenden Infos geschrieben und versucht die Aussagen der Kollegen zu korrigieren. Lustig ist, dass man beispielsweise Joyn kostenlos zur SMS-Flat anbietet, toll, dann bezahl ich halt weiter die SMS-Flat und kann auch weiter SMS schreiben. Ansonsten wird man Joyn zumindest in den Internet-Tarifen mit kostenlos anbieten, allerdings kann ich ja dann auch weiterhin WhatsApp nutzen. Der Mehrwert ist für mich nach wie vor nicht zu erkennen.

  • Zunächst mal ist joyn kein Nachfolger für SMS und MMS. Joyn ist eine Weiterentwicklung dieser Dienste. SMS und MMS wird es auch weiterhin geben.
  • Alle Telekom-Kunden mit Internet-Tarifen (Complete, Call & Surf Mobil, Call Tarif mit Handy-Flat zum Surfen) werden die joyn-Funktionen „Chat“ und „Datei senden“ genauso ohne Zusatzkosten nutzen können, wie sie heute WhatsApp nutzen können. Unsere Erfahrung zeigt dabei: Wer keine Handy-Flat zum Surfen hat, nutzt in der Regel heute auch kein WhatsApp.
  • Tausende Kunden mit unserer SMS-Flat allnet werden joyn „Chat“ und „Datei senden“ darüber hinaus ebenfalls kostenfrei nutzen können. Anders als bei WhatsApp benötigen sie hier keine Handy-Flat zum Surfen.
  • Das Zuschalten der Kamera, also ein Videotelefonat, wird in Sprachtarifen mit einer Flat ohne weitere Zusatzkosten nutzbar sein. Ansonsten fällt für das gleichzeitige Zuschalten der Kamera eine normale Minute an.
  • Das bei joyn anfallende Datenvolumen wird nicht auf das im Tarif enthaltene Datenvolumen angerechnet werden. Joyn wird darüber hinaus auch bei einer Beschränkung der Bandbreite immer noch voll nutzbar sein.
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2 Kommentare

2 Comments

  1. Markus

    12. Juni 2012 at 16:37

    Leider werden die Provider auch hiermit wohl sogar Geld verdienen können.
    Davon, dass WhatsApp und Co. so weit verbreitet sind, dass man mit beliebigen Kontakten in Verbindung treten könnte, sind wir noch einiges entfernt.
    Vermutlich wird Joyn dann den alten SMS-Dienst integrieren. D.h., wenn man dann von einem Telefon ohne Joyn eine SMS zugeschickt bekommt, wird man höchst wahrscheinlich mit Joyn antworten…

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