Prime Video: Amazons Werbefrei-Option führt zu Sammelklage Tausender Kunden

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Werbung trotz Prime-Video-Abo? So einfach geht's wohl nicht, finden Verbraucherschützer. Bald könnte eine Sammelklage Amazon Geld kosten.

Der Onlineversandhändler Amazon steht derzeit aufgrund seines Streamingdienstes Prime Video in der Kritik. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat eine Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht, der sich bereits 18.534 Verbraucherinnen und Verbraucher angeschlossen haben, wie die Verbraucherzentrale am Freitag mitteilte.

Hintergrund der Klage ist eine Änderung der Nutzungsbedingungen für Amazon-Prime-Kunden. Der Streamingdienst hatte seine Nutzer vor die Wahl gestellt, entweder Werbung beim Streamen zu akzeptieren oder für einen Aufpreis von knapp drei Euro pro Monat weiterhin werbefrei zu streamen. Die Verbraucherzentrale Sachsen sieht darin einen Verstoß gegen geltendes Recht, da solche Änderungen nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kunden zulässig seien.

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Die Sammelklage richtet sich an alle Amazon-Prime-Kunden, die vor dem 5. Februar ein kostenpflichtiges Abo hatten. Die Anmeldung zum Klageregister ist beim Bundesamt für Justiz möglich. Zudem bietet die Verbraucherzentrale Sachsen Unterstützung bei der Registrierung an.

Amazon hatte die Vorwürfe bereits Anfang des Jahres zurückgewiesen und erklärt, alle gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt zu haben. Dennoch scheint die Sammelklage an Fahrt zu gewinnen, wie die hohe Zahl der registrierten Klagen zeigt.

Falls ihr euch der Sammelklage anschließen wollt, hat die Verbraucherzentrale Sachsen an dieser Stelle hilfreiche Informationen sowie ein Formular für euch zusammengestellt.

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