Roku erforscht neue Wege, euch mit Werbung zuzumüllen

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Das kann's ja wohl nicht sein, oder? Roku könnte auch dann Werbung anzeigen, wenn ihr zum Beispiel eine Pause beim Zocken einlegt.

Der Streaming-Anbieter Roku erforscht laut einem kürzlich veröffentlichten Patent neue Wege, um Werbung auf seinen Smart-TVs anzuzeigen – selbst wenn gerade externe Geräte wie Spielekonsolen oder Apple TVs genutzt werden, berichtet der Newsletter Lowpass.

Konkret geht es darum, Werbung in den HDMI-Videostream von Drittanbieter-Geräten einzublenden, sobald der Nutzer eine Pause einlegt. Das Patent beschreibt Methoden, um zu erkennen, ob der Nutzer gerade spielt oder sich Inhalte ansieht, um dann passende Werbung zu schalten.

Roku hat erkannt, dass Pausen wertvolle Gelegenheiten für Werbung darstellen. Der Roku-City-Bildschirmschoner wird bereits für Sponsoring genutzt. Doch bei der Nutzung externer Geräte über HDMI hat Roku bisher keine Möglichkeit, diese Pausen zu monetarisieren (sollte meiner bescheidenen Meinung nach ja auch nicht so sein).

Um dies zu ändern, soll der Videostream über HDMI genau analysiert werden. Roku will erkennen, wann eine echte Pause vorliegt und nicht etwa nur ein Standbild. Dazu sollen Bild und Ton überwacht werden. Je nach Gerät könnte auch das HDMI-CEC-Protokoll genutzt werden. Das sorgt beispielsweise schon dafür, das euer Fernseher gleichzeitig mit eurem Streaming-Gerät oder eurer Spielkonsole hochfährt.

Hierin werden System-, Vorrichtungs-, Erzeugnis-, Verfahrens- und/oder Computerprogrammproduktausführungen und/oder Kombinationen und Unterkombinationen davon für die Werbeeinfügung durch ein Anzeigegerät beschrieben, das über eine HDMI-Verbindung (High-Definition Media Interface) mit einem Mediengerät verbunden ist, wobei das Mediengerät Medieninhalte und/oder ein Steuersignal bereitstellt. Wenn das Mediengerät den Medieninhalt pausiert, kann das Anzeigegerät feststellen, dass ein Pausenereignis eingetreten ist, und eine auf dem Anzeigegerät angezeigte Werbung einfügen. Ferner umfassen einige Ausführungsformen die Bestimmung des Kontexts und/oder des Inhalts des Medieninhalts, der angehalten wird, und die Bestimmung einer Werbung, die an den bestimmten Kontext und/oder Inhalt angepasst ist und auf dem Anzeigegerät angezeigt werden soll.

Aus dem Patent (maschinell übersetzt=

Damit die Werbung relevant ist, schlägt das Patent vor, bei Videoinhalten eine Inhaltserkennung durchzuführen, um passende Anzeigen (etwa passend zum Genre oder bestimmten Schauspielern aus dem, was ihr eigentlich gerade schaut) zu schalten. Bei Spielen soll zumindest die Art des genutzten Geräts erkannt werden, um zum Beispiel andere Spiele zu bewerben.

Ob Roku diese Pläne tatsächlich umsetzt, ist offen. Doch der letzte Finanzbericht zeigte, dass TV-Hersteller kaum noch mit Hardware Geld verdienen, weil sie es auch einfach nicht müssen. Roku machte 2023 einen Verlust von 44 Millionen Dollar mit Geräten, aber einen Bruttogewinn von 1,6 Milliarden Dollar mit Werbung und Services. Da ist es nachvollziehbar, dass das Unternehmen nach Wegen sucht, auch die Nutzung von Fremdgeräten auf seinen TVs zu monetarisieren.

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